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Spannende Bauprojekte - nicht nur an der Bahnhofstraße
Große Pläne in und für Kirchen

Dieser Bereich der Bahnhofstraße in Kirchen wird eventuell schon nächstes Jahr sein Gesicht verändern. Zwei Investorengruppe planen hier eine sich ergänzende Bebauung. Fotos: thor
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  • Dieser Bereich der Bahnhofstraße in Kirchen wird eventuell schon nächstes Jahr sein Gesicht verändern. Zwei Investorengruppe planen hier eine sich ergänzende Bebauung. Fotos: thor
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thor Kirchen. Es tut sich was in Kirchen – und nein, damit sind nicht (nur) die Forstarbeiter gemeint, die rund um die Stadt den von Borkenkäfern befallenen Fichten zu Leibe rücken. Dass sich demnächst vom Ottoturm oder der Freusburg aus ein völlig anderer Blick auf die heimischen Wälder bieten wird, dürfte inzwischen auch der Letzte mitbekommen haben. Doch auch die Stadt Kirchen selbst wird mittelfristig baulich an einigen markanten Stellen ihr Gesicht verändern. Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen und alle Ratsmitglieder sind dabei einmal mehr in der glücklichen Lage, dass die Kommune nicht unbedingt selbst gigantische Summen in die Hand nehmen muss, sondern Verlass auf private Investoren ist.

thor Kirchen. Es tut sich was in Kirchen – und nein, damit sind nicht (nur) die Forstarbeiter gemeint, die rund um die Stadt den von Borkenkäfern befallenen Fichten zu Leibe rücken. Dass sich demnächst vom Ottoturm oder der Freusburg aus ein völlig anderer Blick auf die heimischen Wälder bieten wird, dürfte inzwischen auch der Letzte mitbekommen haben. Doch auch die Stadt Kirchen selbst wird mittelfristig baulich an einigen markanten Stellen ihr Gesicht verändern. Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen und alle Ratsmitglieder sind dabei einmal mehr in der glücklichen Lage, dass die Kommune nicht unbedingt selbst gigantische Summen in die Hand nehmen muss, sondern Verlass auf private Investoren ist.

Gespannt sein dürfen die Kirchener vor allem darauf, was an der Bahnhofstraße passieren wird, genauer gesagt: im Bereich Schranken-Parkplatz und alte Heizzentrale. Hier steht die Stadt kurz davor, beide Parzellen vom Kreis Altenkirchen zu erwerben. „Es wird ein Projekt, das Kirchen lange nicht gesehen hat“, meint Hundhausen vielsagend. Wobei es korrekt ausgedrückt derer zwei sind, für die nach Informationen der SZ zwei unterschiedliche Investorengruppen parat stehen.

Seit einigen Monaten wird in der Kirchener Verwaltung am Bebauungsplan für die Bahnhofstraße gearbeitet. Die eigenen Punkte seien auch bereits erledigt, teilte Bauamtsleiter Tim Kraft auf Nachfrage mit. Mittlerweile sei auch ein Angebot für das noch ausstehende Lärmgutachten eingangen. Die ursprüngliche Hoffnung von Kraft war die, dass schon im November Ergebnisse vorliegen. Aber Planungsbüros sind offenbar momentan genauso „hinten gegen“ wie Handwerker. Somit geht der Bauamtsleiter nunmehr von Dezember aus. Anschließend könnten die Offenlage des Bebauungsplans und letztlich der Satzungsbeschluss erfolgen – wenn alles glatt geht, könnte es  Mitte des nächsten Jahres losgehen.

Was genau dort unten realisiert wird, wollte Hundhausen natürlich noch nicht verraten. Es dürfte sich aber um ein Mix aus Wohnbebauung und gewerblicher Nutzung (Dienstleistungen/Büros) handeln. Der Stadtbürgermeister stellte aber klar, dass im Zuge der Umgestaltung keine Parkplätze verloren gehen. Was besonders die Belegschaft des Krankenhauses interessieren dürfte.

Doch nicht nur im Tal haben Flächen Begehrlichkeiten geweckt. Dabei handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Kirchener „Altlast“: das Gelände des ehemaligen ev. Krankenhauses am Brühlhof. Nach Jahren des Stillstands und des Hü und Hott konnte die Stadt nun mit der Firma Aedes die entscheidenden Vereinbarungen treffen. Das Unternehmen, dass hier einst hochtrabende Pläne für ein betreutes Wohnen verfolgt hatte, wird dafür sorgen, dass das belastete Erdreich ordnungsgemäß entsorgt wird. Dieses lagert seit dem Abriss des alten Krankenhauses vor Ort.

Anschließend werde Aedes die Fläche „besenrein“ veräußern, sagte Hundhausen. Preislich habe man Einigkeit erzielen können. Allerdings stehe noch nicht fest, dass die Stadt hier als Käufer auftritt: „Eine denkbare Variante ist die, dass die Fläche direkt von einem Investor erworben wird.“ Und wer das Umfeld am Brühlhof kennt, weiß auch, dass bei der Entwicklung durchaus mehrere Optionen denkbar sind.

Was die Ausweisung von Baugebieten angeht, ist die Stadt ebenfalls nicht untätig geblieben. Dass ein Bedarf vorhanden ist, zeigte sich in Wingendorf, wo die „Oberste Wegscheid“ auf ihre Bebauung wartet. „Wir haben so viele Interessenten, dass alle unsere sechs Bauplätze weg sind“, sagte Hundhausen – und das seien erfreulicherweise alles junge Familien. Merke: Auch wenn Wingendorf nicht unbedingt mit der allerbesten Infrastruktur punkten kann, so doch mit ebenen und sonnigen Grundstücken.

Und auch in Offhausen würde die Stadt gerne so schnell wie möglich das Baugebiet „Am Steimel“ ausweisen, das seit Jahren auf der Agenda steht. Ortsvorsteher Gerd Schmidt hatte in der jüngsten Stadtratssitzung nochmals die große Nachfrage betont. Fraglich ist hier allerdings, ob das hier existierende Vogelschutzgebiet Bauplätze zulässt.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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