Großem Sohn der Gemeinde eine Gedenktafel gewidmet

Wehbacher gedachten dem 1964 getöteten Heinz Eberlein

es Wehbach. Während des Gottesdiensts am Sonntag gedachten die Wehbacher und Wingendorfer einem bekannten Sohn ihrer Gemeinde: Eine Tafel mit Bild und einem Text zu den wichtigen Lebensstationen von Missionar Heinz Eberlein (»Bruder Heinz vom Kreuz«) ziert von jetzt an die Krieger-Gedächnis-Kapelle der St.-Petrus-Kirche. Der Ortsverband der KAB Wehbach-Wingendorf hatte sich dafür eingesetzt, die Erinnerung an Heinz Eberlein auf diesem Weg lebendig zu halten.

Heinz Eberlein wurde am 18. Juni 1935 als fünftes von neun Kindern der Eheleute Karl und Margarete Eberlein in Wingendorf geboren. Er besuchte die Volksschule in Wehbach und verbrachte einige Zeit bei Bonn in einem Internat mit dem Ziel, Theologie zu studieren. Eine Verletzung am Bein verursachte jedoch eine langwierige Erkrankung und verhinderte die Erfüllung dieses Wunsches. Eberlein, der unter anderem im Wehbacher Walzwerk beschäftigt war, engagierte sich in der Wingendorfer Christlichen Arbeiterjugend (CAJ). 1959 zog er nach Eschhofen bei Limburg in eine Wohngemeinschaft der CAJ und knüpfte Kontakte zu vielen jungen Arbeitern. 1962 ging er nach Hamburg, um dort den Orden der »Kleinen Brüder Jesu« näher kennen zu lernen. In den folgenden Jahren lebte und arbeitete er in Frankfurt, Freiburg sowie in Frankreich und Spanien. Nach Ablegen seines Gelübdes 1964 nahm er den Namen »Heinz vom Kreuz« an und ging bald darauf als Missionar nach Afrika. Am 26. November 1964 starb er im Kongo durch die Kugeln von Rebellen.

»Die KAB ist Heinz Eberlein zu Dank verpflichtet, da seine Art auf Menschen zuzugehen, sein Vertrauen auf Gott und der Wunsch, in der Nachfolge Jesu zu leben, ein Beispiel für Arbeiter, für Menschen in der heutigen Zeit ist«, sagte Mechtild Böhmer (KAB Wehbach-Wingendorf) während des Gedenkgottesdiensts. Auch Weihbischof Leo Schwarz habe wiederholt den Wunsch geäußert, dem Andenken des Märtyrers einen würdigen Rahmen zu schaffen.

Nach dem Gottesdienst, den Pfarrer Ernst Neisius gemeinsam mit Diakon Karl-Heinz Becher zelebrierte, wurde die Gedenktafel in die Krieger-Gedächnis-Kapelle der Kirche getragen, wo sie von nun an ihren Platz haben wird. Die Tafel solle erinnern »an den großen Sohn unserer Gemeinde, der uns allen ein Vorbild sein kann«, sagte Neisius.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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