Gute Ideen beim Jugendrotkreuz gefragt

Aufgaben beim JRK-Kreiswettbewerb auf der Freusburg mit viel Phantasie gelöst

rai Freusburg. Gut gerüstet waren die rund 130 Jugendrotkreuzler, die am vergangenen Wochenende die Jugendherberge Freusburg bevölkerten, um beim JRK-Kreiswettbewerb die Besten unter sich zu ermitteln. Die ersten beiden Teams aus den Altersstufen I (sechs bis zwölf Jahre) und II (13 bis 16 Jahre) lösten zudem das Ticket für den Bezirkswettbewerb –– am Start waren jeweils sieben Gruppen.

Als »Pimpfe« mitgemischt

Diese hatten sich lustige Namen gegeben. Die beiden Daadener Gruppen nannten sich in Anlehnung an den Monti-Python-Film »Das Leben des Brian« »Die Volksfront von Daaden« bzw. »Die Daadener Volksfront«. Titelverteidiger Brachbach in der Alterstufe I firmierte als »Die Hosenscheißer reloadet«, während in derselben Stufe das JRK Herdorf als »Pimpfe« mitmischte. Knifflige, aber altersgerechte Aufgaben waren im Erste-Hilfe-Bereich zu lösen. Spiel, Spaß und Spannung kamen nicht zu kurz, etwa beim musisch-kulturellen Teil am Samstagabend.

»Wir sind die Roboter«

Ihre Hausaufgaben dafür hatten die Nachwuchs-Rotkreuzler in den JRK-Gruppen geleistet und sich mit Ideenreichtum und Kreativität vorbereitet. Innerhalb von 15 Minuten sollten vier Lieder aus unterschiedlichen Epochen mit der jeweiligen Mode in einer Playback-Show präsentiert werden. Futuristisch kamen in der Alterstufe II beispielsweise die Niederfischbacher Jugendrotkreuzler als Roboter zum Kraftwerk-Lied »Wir sind die Roboter« daher. Von den Flintstonens über die wilden 20er mit dem legendären Charleston, vom Minnetanz bis hin zu Rock’n’Roll und Rock-Klassikern wie Queen reichten die Shows der Älteren.

Auch bei den Jüngeren lebten etwa die Hippies aus den 70er Jahren auf, aber auch »Pippi Langstrumpf« war zu sehen und zu hören. Toll präsentierten sich beispielsweise die »Wehbacher Teufelchen« (Alterstufe I) mit dem Hit »Hier kommt Kurt«. Gekleidet wie Frank Zander im schwarzen Mantel, mit Hut, weißem Schal und mit Sonnenbrille ging Adrian Petri als »cooler« Kurt voll in seiner Rolle auf, wobei seine sechs Mitstreiter einen zackigen Tanz hinlegten. Diese hatten Anna-Lisa Peres und Vera Spitzmüller einstudiert.

Risswunden und Frakturen

Später standen drei Wettbewerbsbereiche auf dem Plan. Im Erste-Hilfe-Bereich hatte der JRK-Schminktrupp wieder keine Mühen gescheut, um mit Kunstblut und Knetmasse realistisch Verletzungen darzustellen. Die Sechs- bis Zwölfjährigen mussten ihr Wissen u.a. bei Platz- und Risswunden und Frakturen beweisen.

Ebenfalls in Einzel- und Gruppenpraxis mussten sich die Teilnehmer der Alterstufe II der Jury stellen. Herz-Kreislauf-Stillstand, Verbrennungen an Händen und Armen, Schock und Fingeramputationen mussten erkannt und versorgt werden. Beim Bereich Rotkreuz/Soziales ging es zum einen um die bundesweite JRK-Kampagne »Armut: Schau nicht weg!« Hier sollten bunte Werbe-Flyer rund ums Thema »Was Spaß macht und nichts kostet« entworfen werden. Die Ideen sollten so beschrieben sein, dass ein Außenstehender sie nachvollziehen und ausprobieren konnte. »Die Ergebnisse sollen zusammengefasst werden und danach beispielsweise an Schulen verteilt werden«, erläuterte JRK-Kreisjugendleiter Patric Frisch den praxisbezogenen Bezug der Aufgabe. Er war mit etwa 30 bis 40 Helfern im Einsatz. Im zweiten Teil ging es um »Gesundheit und Bewegung«, wobei sich die Kinder und Jugendlichen überlegen sollten, was ein übergewichtiges Kind machen kann, um gesund zu leben. Es sollte damit ein Bewusstsein für die Thematik geschaffen werden, umschrieb Frisch die Intention.

Zwei Spieler rollten Reifen

Geschick, Augenmaß, Fingerspitzengefühl und Teamgeist war beim Bereich Sport/Spiel gefordert, etwa beim Ausmalen eines Rotkreuzes. Ein Teilnehmer lag mit Helm mit Pinsel auf dem Kopf auf einer Trage. Diese musste von vier Mitstreiter so bewegt werden, dass mit dem Pinsel ein Rotkreuz-Zeichen an einer Wand ausgemalt wurde. Bei einer weiteren Aufgabe rollten sich zwei Spieler auf einem Brett einen Reifen zu, während zwei Teamkollegen versuchten Bälle durch das rollende Rund zu werfen. Mit der Siegerehrung, die DRK-Kreisvorsitzender Dr. Alfred Beth vornahm, ging der Wettbewerb zu Ende.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.