»Habe mich mit euch immer sehr wohl gefühlt«

Sparkassenleiter Krohmann blickt auf erfülltes Berufsleben

goeb Kirchen. Eine Steuerfrau löst den Steuermann ab. Barbara Ritter-Ruß tritt als Geschäftstellenleiterin der Sparkasse in Kirchen die Nachfolge von Dieter Krohmann an, der nach 44 Jahren Tätigkeit für das Geldinstitut – davon 22 Jahre in Kirchen – am Freitag in den Ruhestand verabschiedet wurde (die SZ berichtete kurz).

Viele Weggefährten, aber auch langjährige Kunden waren am Freitag zur Verabschiedung bzw. Einführung in das Hotel Zum weißen Stein in Katzenbach gekommen: Bürgermeister Wolfgang Müller (Kirchen) ließ sich die Gelegenheit zum Austausch ebensowenig nehmen wie der Sparkassenvorstand Dr. Michael Kaufmann und der neue Vorsitzende Dr. Andreas Reingen. Auch Personalratsvorsitzender Erhard Schneider sowie Gebietsleiter Horst Knautz waren zugegen.

Vater war Volksschullehrer

Dr. Reingen ließ die Wirkungsgeschichte Dieter Krohmanns Revue passieren. »Lust und Liebe für diesen Beruf« habe er, Krohmann, verspürt, sagte Reingen, indem er aus dem Bewerbungsschreiben Krohmanns an die Sparkasse zitierte. Das war im Jahr 1959. Die höfliche Formulierung, schloss Dr. Reingen, gehe wohl auf den Einfluss des Vaters zurück, der als Volksschullehrer einen guten Ruf besaß.

Nach der Ausbildung in Betzdorf folgte die Kaufmannsgehilfenprüfung 1961 an der IHK Montabaur. Über eine Tätigkeit in Niederfischbach gelangte Krohmann nach Betzdorf, wo er seine Vorliebe für das Wertpapiergeschäft vertiefen konnte. Einem einjährigen Fachlehrgang 1966 in Mainz folgte die Leitung der Geschäftsstelle in Elkenroth, später die stellv. Leitung der Niederlassung Betzdorf über 13 Jahre.

Konsequenz und Beharrlichkeit

Die Stelle in Kirchen trat Dieter Krohmann 1981 an, damals freilich noch unter räumlich beengten Verhältnissen im Haus an der Lindenstraße. Beeindruckend das Zahlenwerk des Geschäftsvolumens in dieser Zeit. Es stieg von 81 Mill. DM 1981 auf heute 150 Mill. e. Er habe mehr getan als seine Pflicht, fand Reingen. Mit Konsequenz und Beharrlichkeit habe er die Niederlassung stets nach vorn gebracht. Krohmann arbeitete auch zwei Legislaturperioden im Personalrat mit.

Nicht einmal laut habe man ihn erlebt, charakterisierte Persoanlrat Schneider den geschätzten und bescheidenen Mitarbeiter. Immer sei das Wohl der Kollegen vorgegangen. »So etwas findet man unter den jungen ehrgeizigen Leuten nur noch selten.« Er hoffe, ihn auf Pensionärstreffen wiederzusehen. Nun habe er reichlich Zeit für sein Hobby, die Klassische Musik und das Joggen. Wie alle Redner würdigte Schneider auch die Leistung von Ehefrau Elisabeth Krohmann, die ihren Mann immer kräftig unterstützt habe.

Glückliche Hand und alles Gute

Dieter Krohmanns Rede war zu entnehmen, wie sehr er das Team in Kirchen schätzt. »Ich habe mich mit euch allen zusammen, vor allem in menschlicher Hinsicht, immer sehr wohl gefühlt«, sagte der zukünftige Pensionär, und er blicke auf ein erfülltes Berufleben zurück. Er wünschte seiner Nachfolgerin eine glückliche Hand und alles Gute.

Die externe und interne Ausschreibung der Stelle mit Bravour genommen hat Barbara Ritter-Ruß. Sie besuchte das Freiherr-vom-Stein -Gymnasium Betzdorf-Kirchen, absolvierte eine Lehre als Bankkauffrau und arbeitete bis 1990 in Betzdorf, ehe sie auf die Sparkassenakademie bei Mainz wechselte, wo sie sich zur Sparkassen-Fachwirtin ausbilden ließ. Frau Ritter-Ruß leitete die Filiale in Elkenroth und ging 1999 nach Altenkirchen, wo sie die Abteilung Marketing- und Vertriebssteuerung übernahm. Die Mutter einer fünfjährigen Tochter gilt als Expertin in Sachen Kreditgeschäfte.

Die Niederlassung in Kirchen bedient etwa 10000 Kunden, davon etwa ein Drittel Geschäftskunden. Im vergangenen Jahr feierte man dort bereits das 75-jährige Bestehen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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