SZ

Touristische Vision mit viel Potenzial
Hängebrücke zur Freusburg

Etwa von dieser Stelle aus könnte die Hängeseilbrücke hinüber zur Freusburg gebaut werden. Der Hang ist durch Rodungsarbeiten in Folge der Käferschäden bereits stark gelichtet. Der genaue Standort gehört aber zu den vielen offenen Fragen.
2Bilder
  • Etwa von dieser Stelle aus könnte die Hängeseilbrücke hinüber zur Freusburg gebaut werden. Der Hang ist durch Rodungsarbeiten in Folge der Käferschäden bereits stark gelichtet. Der genaue Standort gehört aber zu den vielen offenen Fragen.
  • Foto: thor
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

thor Freusburg. Die Idee klingt erstmal leicht ambitioniert bis verrückt, die Umsetzung aber wäre der oft zitierte Leuchtturm bzw. das Alleinstellungsmerkmal, das dem Kreis Altenkirchen im Tourismus fehlt. Die Fraktion der Bündnisgrünen im Kirchener Stadtrat ist am Donnerstagabend mit der Idee einer knapp 300 Meter langen Hängeseilbrücke zur Freusburg aufgeschlagen, und zwar von der Hub aus, die Burbach überspannend. Für die Kirchener wäre dies über den Brühlhof ein ganz neuer und vor allem spektakulärer Weg, um zur Freusburg zu kommen.Zwar ist dies erst einmal nur ein Denkanstoß, dennoch wurde den anderen Ratsmitgliedern schon eine mehrseitige Ausarbeitung überreicht. Diese stammt von Initiator Jochen Krüger;

thor Freusburg. Die Idee klingt erstmal leicht ambitioniert bis verrückt, die Umsetzung aber wäre der oft zitierte Leuchtturm bzw. das Alleinstellungsmerkmal, das dem Kreis Altenkirchen im Tourismus fehlt. Die Fraktion der Bündnisgrünen im Kirchener Stadtrat ist am Donnerstagabend mit der Idee einer knapp 300 Meter langen Hängeseilbrücke zur Freusburg aufgeschlagen, und zwar von der Hub aus, die Burbach überspannend. Für die Kirchener wäre dies über den Brühlhof ein ganz neuer und vor allem spektakulärer Weg, um zur Freusburg zu kommen.Zwar ist dies erst einmal nur ein Denkanstoß, dennoch wurde den anderen Ratsmitgliedern schon eine mehrseitige Ausarbeitung überreicht. Diese stammt von Initiator Jochen Krüger; der Freusburger Architekt sitzt für die Grünen als sachkundiger Bürger im Bauausschuss. „Den Hang hinter der Burg hatte ich eigentlich schon immer im Auge“, erzählte Krüger im Gespräch mit der SZ. Dann habe er die vor Jahren gebaute Hängebrücke über die Geierlay-Schlucht im Hunsrück besucht („da herrschte ein unwahrscheinlicher Betrieb“) und anschließend einen Bericht über eine ähnliche Konstruktion im Harz gesehen.

Die Brücke über die Geierlay-Schlucht im Hunsrück hat sich binnen kürzester Zeit zu einem absoluten Besuchermagneten entwickelt.
  • Die Brücke über die Geierlay-Schlucht im Hunsrück hat sich binnen kürzester Zeit zu einem absoluten Besuchermagneten entwickelt.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

Steigende Besucher- und Übernachtungszahlen

Also machte sich der Freusburger an die Arbeit und lieferte eine mehr als ordentliche Vorlage ab. Der Titel: „Eine neue Attraktion für Kirchen.“ Steigende Besucher- und Übernachtungszahlen seien zu erwarten, ebenso positive Effekte für den Einzelhandel. Wobei der Architekt in seiner Präsentation auch sehr deutlich macht, welch überregionales Potenzial eine solche Hängebrücke besitzen würde. Sie würde übrigens, darauf weist Krüger ausdrücklich hin, auch schon vom Siegtal aus zu sehen sein. „Es gibt natürlich noch Fragen ohne Ende“, sagt Fraktionssprecher Kurt Möller. Und ja, die Idee sei in der Tat ungewöhnlich. Als Krüger mit dem Projekt in die Fraktion gekommen sei, habe man auch erst gedacht: „Hmm, was ist das denn?“ Aber abseits von Druidenstein und Ottoturm könnte hier etwas installiert werden, „das der Region insgesamt gut tut“, so Möller. Natürlich habe man sich auch mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit beschäftigt. Den Grünen sei durchaus bewusst, dass man damit dem Individualverkehr fördere, letztlich aber sehe man die Vorteile einer solchen Attraktion überwiegen.

Klettergarten und Rundweg

Vorstellbar ist laut der Präsentation, dass im Bereich des Hubenhofs ein Wanderparkplatz angelegt wird, es könnten parallel ein Klettergarten oder ein Rundweg über Brücke und Wilhelminenweg mit Bildtafeln zur Geschichte von Freusburg und Kirchen entstehen. Kurt Möller jedenfalls ist fest davon überzeugt, dass es erstmal eines starken Impulses bedarf, um Folgeentwicklungen und auch -investitionen den Weg zu ebnen.Die bereits angesprochenen Fragen tauchen auch in Krügers Konzept auf: Wie steht es mit dem Grundbesitz? Wie ist die Akzeptanz in der Bevölkerung? Welche Kosten würden entstehen? Gibt es Fördermöglichkeiten? etc. Die Hängeseilbrücke im Hunsrück hat nach Angaben von Krüger ca. 1,2 Millionen Euro gekostet – inzwischen ist sie aber auch von fast genauso vielen Besuchern beschritten worden.


Thema kommt in Bauausschuss

Auch Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen wurde am Donnerstag zum ersten Mal mit dieser Vision konfrontiert. Sein erster Kommentar: „Wenn wir den Tourismus im Bauchladen vor uns hertragen, müssen wir irgendwann auch mal etwas machen.“ Sicherlich sei eine Vielzahl von Fragen zu klären, deshalb werde er das Thema auch für eine erste Beratung auf die Tagesordnung des nächsten Bauausschusses setzen. Hundhausen: „Ich finde es jedenfalls löblich, wenn Fraktionen Ideen einbringen.“ Nach der Sommerrodelbahn sei die Brücke nun das zweite Projekt, das auf seinem Schreibtisch liege.

Etwa von dieser Stelle aus könnte die Hängeseilbrücke hinüber zur Freusburg gebaut werden. Der Hang ist durch Rodungsarbeiten in Folge der Käferschäden bereits stark gelichtet. Der genaue Standort gehört aber zu den vielen offenen Fragen.
Die Brücke über die Geierlay-Schlucht im Hunsrück hat sich binnen kürzester Zeit zu einem absoluten Besuchermagneten entwickelt.
Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

13 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen