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Cannabispflanzen gezogen?
Hanfplantage in der Einliegerwohnung

David M. soll eine Cannabisplantage betrieben haben.

nb Koblenz/Kirchen. Am 7. März klickten in Kirchen die Handschellen – die Polizei nahm David M. fest. Und mit der Festnahme machten die Beamten einer „professionellen“ Cannabisplantage ein Ende.
So sieht es zumindest die Staatsanwaltschaft, die Anklage gegen den heute 38-Jährigen erhoben hat. Gestern Nachmittag war Prozessauftakt vor der 1. Strafkammer des Landgerichts in Koblenz.
Wohl im Sommer 2019, ganz genau sei das nicht mehr einzugrenzen, habe David M. (Name von der Redaktion geändert) mit der Zucht der Pflanzen begonnen, und zwar in seiner damaligen Wohnung in Geisweid. Samen, Luftfilter, Anzuchtzelte, Leuchten etc. – das alles habe David M. angeschafft, so die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, die dem ganzen Unternehmen somit das Label „professionell“ verpasste.

nb Koblenz/Kirchen. Am 7. März klickten in Kirchen die Handschellen – die Polizei nahm David M. fest. Und mit der Festnahme machten die Beamten einer „professionellen“ Cannabisplantage ein Ende.
So sieht es zumindest die Staatsanwaltschaft, die Anklage gegen den heute 38-Jährigen erhoben hat. Gestern Nachmittag war Prozessauftakt vor der 1. Strafkammer des Landgerichts in Koblenz.
Wohl im Sommer 2019, ganz genau sei das nicht mehr einzugrenzen, habe David M. (Name von der Redaktion geändert) mit der Zucht der Pflanzen begonnen, und zwar in seiner damaligen Wohnung in Geisweid. Samen, Luftfilter, Anzuchtzelte, Leuchten etc. – das alles habe David M. angeschafft, so die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, die dem ganzen Unternehmen somit das Label „professionell“ verpasste.

Mutmaßlicher Betreibet von Cannabisplantage vor Gericht

Die illegale „Hobbygärtnerei“ machte demnach sogar einen Umzug von David M. mit: von Geisweid siegabwärts nach Kirchen. Equipment und Pflanzen müssen, darauf ließen die Ausführungen schließen, viel Raum in der kleinen Wohnung eingenommen haben. Und das Unternehmen sei von Erfolg gekrönt gewesen: 546 Gramm Marihuana habe der Beschuldigte, selbst Betäubungsmittel-Konsument, abgeerntet und bereits mehr als 30 neue Setzlinge gezogen. Die Ernte habe David M. gewinnbringend weiterverkauft, einige seiner Kunden müssen sich ebenfalls vor dem Kadi verantworten.
Seine Drogen-Geschäfte, so die Anklage weiter, habe der 38-Jährige „abgesichert“ – und zwar mit einem Schlagring.
David M. schwieg am ersten Verhandlungstag zu den Vorwürfen, ließ aber seinen Werdegang Revue passieren.

Mit 19 Jahren angefangen zu kiffen

Seine Kindheit sei eigentlich glücklich gewesen, so der Angeklagte. Insbesondere ein Schulwechsel führte aber zu ersten Probleme. Mit 19 Jahren habe er dann angefangen, neben der Arbeit zu kiffen. Zudem sei sein Stiefbruder stark amphetaminabhängig gewesen. Er selbst, berichtete David M., habe dann auch Amphetamin konsumiert, das aber wieder aufgegeben. Mit dem Kiffen allerdings habe er weitergemacht. Der Stiefbruder wiederum habe dann sogar mit Heroin angefangen.
Eine Firma, die die beiden jungen Männer gemeinsam betrieben, ging kaputt, David M. hangelte sich zunächst von Job zu Job. Später dann habe er noch eine Ausbildung gemacht und als einer der besten seines Jahrgangs beendet. Die darauf folgende Stelle sei aber dem Brexit zum Opfer gefallen.
Auf den Jobverlust reagierte David M. nach eigener Aussage so: „Ich habe dann halt immer mehr gekifft, immer mehr gekifft.“ Zeitweilig habe er auch, wie sein Stiefbruder, Heroin konsumiert.
„Wie soll es denn weitergehen?“, wollte Richter Thomas Metzger von David M. wissen. „Ich würde gerne eine Therapie machen“, so die Antwort des Angeklagten. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt, dann wird es umfangreiche Zeugenvernehmungen geben.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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