Harbacher Bürgerhaus soll neues Treppenhaus erhalten

Jugendraum erfordert Anbau / Fördermittel beantragt

Harbach. Fast zwölf Jahre ist das Bürgerhaus nun schon alt und immer noch nicht abbezahlt. Da plant der Gemeinderat schon den ersten Anbau. Über dem Sitzungssaal befindet sich nämlich ein Abstellraum, der künftig als Jugendraum genutzt werden soll. Um dort hin zu gelangen, führt eine Treppe direkt an der Hausmeisterwohnung vorbei. Um dem guten Mann das ständige Gerenne vor seiner Wohnung zu ersparen, plant die Gemeinde nun, ein separates geschlossenes Treppenhaus direkt neben dem Haupteingang anzubauen. Bauamtsleiter Dr. Ulf-Roman Netzel stellte das Vorhaben gestern Abend während der Ratssitzung vor. Rund 70 Quadratmeter ist der künftige Jugendraum groß – groß genug, um Harbachs Jugend zu »beherbergen«. Finanziert werden soll der Anbau (Pultdach-Erschließung) mit Hilfe von Fördermitteln des Landes und einer gehörigen Portion Eigenleistung. Dr. Netzel empfahl dem Rat, Mittel aus dem I-Stock zu beantragen, da aus dem Dorferneuerungsprogramm eher weniger Zuschüsse zu erwarten seien. Einen Haken hat das Ganze: Der Antrag für den I-Stock muss bis zum 15. September vorliegen, so dass mit einem Baubeginn nicht vor Mai 2002 zu rechnen ist. Rund 100000 DM, so hofft Ortsbürgermeister Hans Dücker, kommen von Mainz. »Wenn es mit den Fördermitteln nicht reichen sollte, müssen wir halt die Ärmel noch weiter hochkrempeln«, sagte Dücker und legte damit die Marschroute fest. Schließlich will die Gemeinde sich nicht unnötig weiter verschulden. Auch Harbach wurde jetzt um eine Stellungnahme zum Vollzug der Richtlinie 79/409 EWG gebeten. Nicht-Eingeweihten ist diese Richtlinie besser als »Vogelschutzrichtlinie«–bekannt. Der Rat hält es hier wie die meisten Gemeinden im Kreis: Er ist nicht sonderlich begeistert, sich zum »Sklaven« übertriebener Naturschutzbestimmungen zu machen. So empfahl der Rat, einen 800 Meter breiten »Sicherheitsabstand« von der Wohnbebauung zu belassen. Die bestehenden »Überfluggenehmigungen«– und »Landeerlaubnisse«–für die kleinen gefiederten Harbacher bleiben natürlich weiterhin bestehen. Ebenso das Wohnrecht. Dann ging’s recht schnell mit der Sitzung zu Ende. Für die Ausbesserung verschiedener Straßenabschnitte (Am Kuhwäldchen, Im Oberdorf, Buswende, Kohlschladerweg und Wegscheide) billigte der Rat rund 17200 DM (O-Ton Dücker: »Mehr darf’s wirklich nicht kosten«) und mit einer Stellungnahme zum Flächennutzungsplan (Das Grundstück am Ortseingang von Harbach soll nicht von der K88 aus erschlossen werden) endete die Sitzung. Zum Schluss noch etwas Kulturelles: Am 3. März 2002 gastiert das Siegtalquartett im Bürgerhaus, und der rührige Ortsbürgermeister hat jetzt schon Sorge, dass das Bürgerhaus für dieses Ereignis zu klein sein könnte. Ein zweites Treppenhaus leistet dafür keine wirkliche Abhilfe. ruth

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.