Heilig-Kreuz-Kirche im Korsett

Turm der Kirche muss komplett neu verfugt werden/Gerüst steht bereits

ruth Herkersdorf. Bis unter die Dachrinnen hat die Firma Werth aus Mudersbach die Heilig-Kreuz-Kirche schon eingerüstet. Knapp 20 Meter misst der Turm und ist damit Wind und Wetter besonders ausgesetzt. Die 1960 erbaute Kirche ist in die Jahre gekommen – an einigen Stellen ist der »Lack« ab. Höchste Zeit also, das ortsbildprägende Gebäude unter die Lupe zu nehmen und nach Schwachstellen zu suchen.

Von außen sieht die vom Kirchbauverein errichtete Kirche picobello aus. Doch beim genaueren Hinsehen erkennt man die Schwachstellen sehr schnell. Das Bruchsteingemäuer ist im Lauf der Jahre wasserdurchlässig geworden, die Fugen dichten nicht mehr richtig ab. Daher entschloss sich der Kirchbauverein, jetzt zu sanieren. Gestern trafen sich die Verantwortlichen mit ihrem Architekten und Vertretern des Bistums Trier, das immerhin 60 Prozent der veranschlagten 64000 Euro für die Renovierung zahlt. Den Rest muss der Kirchbauverein selbst aufbringen und bittet daher die Bevölkerung weiter um tatkräftige Unterstützung bei seinem Vorhaben.

Robert Mitchell, Bauingenieur der Bauabteilung des Bistums, traf sich gestern mit Architekt Felix Stolz (Neunkirchen), der für den Kirchbauverein die Planung übernommen hat. Begleitet wurde Mitchell von Dr. Hans-Berthold Busse vom Amt für kirchliche Denkmalpflege und Thomas Düber von der Rendantur. Hans Schmidt und Robert Buschmann vom Kirchbauverein ließen sich von den Bauexperten die nächsten Schritte erläutern und sprachen das weitere Vorgehen ab.

Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten gibt es keinerlei Probleme, so Dr. Busse, dafür ist die Kirche einfach noch zu jung. Allerdings gibt es einige bauliche Mängel. Der gesamt Turm muss ausgefugt werden, da Feuchtigkeit eindringt. Im oberen Bereich, in dem das Mauerwerk frei steht und atmen kann, ist das weniger ein Problem. Doch im unteren Teil, der mit Bimssteinen abgemauert ist, sind die Schäden deutlich sichtbar. Das Mauerwerk »blüht« aus, der Putz fliegt in großen Fetzen von den Wänden. Daher müssen alle Fugen ausgekratzt und neu verfugt werden. Ein enormer Aufwand. Noch ist Robert Buschmann zuversichtlich, dass man die Arbeiten bis zum Kirchweihfest abschließen kann. Doch Dr. Busse will nicht so recht daran glauben.

Das Dach des Turms ist größtenteils in Ordnung. Die Dachrinnen müssen in einigen Abschnitten erneuert werden, Schneefanggitter im Eingangsbereich bilden ein kleines, aber lösbares Problem. Die Abdichtungen, mit denen das Dach am Turm angeschlossen ist, werden erneuert. Alles lösbare Aufgaben, die jedoch ihre Zeit erfordern. Die eigentliche Kirche ist noch gut in Schuss. »Klein, aber fein«, sagte schon Bischof Dr. Reinhard Marx über die Heilig-Kreuz-Kirche bei seiner Visitation im vergangenen Jahr. So soll das bleiben, wünschen sich in Herkersdorf und Offhausen nicht nur die Mitglieder des Kirchbauvereins.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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