Heitere Melodien

Für „heitere Musik in unserer Kirche“ sorgten am Sonntag Petra Böer (2. v. l.) und die Musiker des „vergnügten Streichquartetts“. Foto: rai
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rai Mudersbach. Nicht von einem so getragenen und ernsten Charakter, wie man es vielleicht gewohnt ist, dafür leicht, beschwingt und heiter erfüllten die Klänge von Orgel und Streichinstrumenten am Sonntag die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Mudersbach – und die Melodien kamen gut an. Sie berührten die Seelen der Besucher auf eine besondere Weise, da die Kirche auch eine hervorragende Akustik bot. Das nutzten Petra Böer, die die „lustige Orgel“ spielte, und das „vergnügte Streichquartett“ für ihre Darbietungen.

Das Nachmittagskonzert war überschrieben mit „Heitere Musik in unserer Kirche“ und bot „pfiffige Werke und das querbeet“, wie Initiatorin Petra Böer der SZ sagte. Konzerte im Advent oder in der Passionszeit sind nichts Außergewöhnliches. Die Organistin dachte, dass es nicht immer etwas ganz so Ernstes sein müsse – und fand ihre musikalischen Mitspieler in dem Streichquartett mit Markus Jung, Wolfgang Groos (beide Violine), Markus Diehl (Viola) und Anja Vogel (Violoncello). Das Projektorchester aus Siegen hat schon bei Auftritten des von Böer geleiteten Mudersbacher Kirchenchores mitgewirkt.

Für „heitere Musik in unserer Kirche“ hatten die Musiker sich sehr schöne Werke vorgenommen. In flotter Leichtigkeit kamen die Streicher mit Stücken daher, die einen Bogen von Wolfgang Amadeus Mozart über Johann Sebastian Bach bis Joseph Haydn spannten. Anspruchsvoll und ansprechend zugleich. Die wohl bekannteste Melodie, die von den Streichinstrumenten erzeugt wurde, war Bachs „Jesus bleibet meine Freude“. Bei dieser Art von Musik war natürlich Antonín Dvoráks „Humoresque“ Pflicht und Kür zugleich.

„Heitere Musik in unserer Kirche“ passe durchaus in die fünfte Jahreszeit, meinte Dechant Pfarrer Ludwig Hoffmann, der für die frohe Botschaft beim Konzert verantwortlich war. Solche Klänge hätten „auch in der Kirche ihre Berechtigung“. Für ihn steht fest, dass Lustiges und Heiteres auch vor Gott zu hören sein darf. Der Pfarrer zitierte aus dem 16. Psalm: „… weil doch alles, was aus Liebe geschieht, ist vor Gott gut.“

Breitgefächert war das Spektrum an Epochen auf der einen Seite und Komponisten auf der anderen, als Petra Böer die Orgelpfeifen mit Luft flutete. Sie hatte mit dem 1. Satz aus dem Flötenkonzert des Komponisten Christian Heinrich Rinck das Konzert eröffnet. Sehr passend zum Nachmittagskonzert kam der „Kaffeeklatsch“ aus Haydns „Fünf Stücke für die Flötenuhr“ daher. Mal heiter-tirilierend, dann wieder fröhlich-wuchtig und mit virtuosen Läufen erfüllte die Organistin das Kirchenschiff mit den Melodien, die schließlich mit „Toccata In Seven“ von John Rutter verhallten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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