Kita Schelderhütte
Heizungsbauer gefunden

Die Baustelle der neuen Kita in Schelderhütte: Jetzt sind auch die Gewerke Heizung und Sanitär auf den Weg gebracht.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Mudersbach. Im ersten Anlauf hatte es nicht so recht geklappt, jetzt aber hat die Ortsgemeinde Mudersbach für den Neubau der Kita in Niederschelderhütte adäquate Angebote für den Einbau einer Heizungsanlage erhalten. Bei einer ersten Ausschreibung hatte lediglich eine Firma ein Angebot abgegeben – und damit 125 Prozent über der Kostenschätzung gelegen. Grund genug für die Kommune, einen neuen Anlauf zu starten.
Den Zuschlag wird nun, geht es nach dem Bauausschuss, der am Mittwochabend getagt hat, die Fa. Willi Gräf (Siegen) erhalten. 225.000 Euro hat der Betrieb veranschlagt und lag damit 17.000 Euro günstiger als der einzige Mitbewerber.

Beim Gewerk der ebenfalls noch ausstehenden Sanitärinstallationen, auf das sich in der ersten Runde gar kein Unternehmen gemeldet hatte, waren die Vorzeichen andersherum. Die Willi Gräf GmbH rief mit 127.000 Euro gut 4000 Euro mehr auf als der Konkurrent, allerdings hatte dieser nicht alle notwendigen Positionen ausgefüllt, sodass dieses Angebot nicht gewertet werden konnte. Heizungs- und Sanitärarbeiten liegen somit in einer Hand – und deren Kosten insgesamt rund 35.000 Euro unter den im Vorfeld geschätzten Kosten für die Ortsgemeinde. Der Rat muss die vom Ausschuss empfohlenen Vergaben nun noch bestätigen.

Keine LED-Werbetafel am Abzweig zu Birken

„Njet“ sagte der Bauausschuss hingegen zum Standort für eine rund elf Quadratmeter große LED-Werbetafel an der Kölner Straße, gleich am Abzweig zum Ortsteil Birken. Hier ging es darum, über das sogenannte gemeindliche Einvernehmen zu entscheiden. Die Tafel soll, so hatte es die Verwaltung im Vorfeld zusammengetragen, jeden Tag von 5 bis 23 Uhr in Betrieb sein. Allerdings solle es einen zweiten Standort in der Verbandsgemeinde Kirchen geben.

Er sehe die Verkehrssicherheit ein Stück weit gefährdet, führte Frank Schade (Wählergruppe Stötzel) aus, zudem könne dies Nachahmer auf den Plan rufen. Christian Peter (SPD) wies auf den Kreuzungsbereich samt Fußgängerüberweg hin. Beigeordneter Bernhard Steiner vertrat die Auffassung, dass es sich um den Punkt mit dem zweithöchsten Verkehrsaukommen in der Ortsgemeinde handele. „Da muss man sich jetzt schon konzentrieren.“

Abriss der Meinhardt-Hallen stockt

Alle Option offen halten: Das ist hingegen die Devise in Sachen Erschließung des Areals am Hüttenweg, wo gerade der Abriss der alten Meinhardt-Hallen Corona-bedingt ins Stocken geraten ist. Wenn hier die Feuerwehr ein neues Domizil erhalten hat, ist allerdings noch reichlich Platz für einen Investor. Die Frage, die nun im Raum steht: Soll auf der rückwärtigen Seite eine zusätzliche Straße entstehen, um beide Grundstücke anzubinden?

Meinhardt-Hallen müssen weichen

Das Bauamt hat dazu vier Varianten ausgearbeitet. Die Gemeinde könnte dort eine Straße bauen, bevor ein Investor mit im Boot ist. Dann müsste sie die Kosten dafür allerdings alleine übernehmen – bis auf einen geringen Prozentsatz, der über das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ abgedeckt werden könnte.
Variante zwei wäre ein Straßenbau, nachdem das in Rede stehende Areal veräußert wurde. Dann wären die Kosten in etwa fifty-fifty aufgeteilt, da sowohl Investor als auch Gemeinde Grundstücke an der Straße hielten. Vorteil: Man könnte die Baumaßnahme an die Bedürfnisse des Investors anpassen.
Es wäre aber auch denkbar, mit einen – wie auch immer gearteten – Investor einen Erschließungsvertrag abzuschließen und dass der sich dann selbst um den Straßenbau kümmert. Das wird er freilich nicht tun, ohne die Gemeinde zu einer finanziellen Beteiligung zu verpflichten.
Der pragmatischste (und zunächst günstigste) Weg ist aber der: abwarten. Denn es könnte auch sein, dass der Investor zum Ergebnis kommt, dass ihm der Anschluss an den Hüttenweg selbst ausreicht. Dann müsste gar keine Straße gebaut werden. Und genau dafür entschied sich der Ausschuss in seiner Empfehlung an den Rat.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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