Haubergsgenossenschaft sieht sich mit Anzeige konfrontiert
Holzlagerplatz sorgt für Diskussionen

Der neue zentrale Holzlagerplatz der Haubergsgenossenschaft „Oberster Hahnhof“ hat wahrlich stattliche Ausmaße. Über die Größe und die Eingriffe in die Landschaft wird nun kontrovers diskutiert.
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  • Der neue zentrale Holzlagerplatz der Haubergsgenossenschaft „Oberster Hahnhof“ hat wahrlich stattliche Ausmaße. Über die Größe und die Eingriffe in die Landschaft wird nun kontrovers diskutiert.
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thor Hahnhof. Würde man die Fläche einsäen, hätte der SV Adler 09 einen zweiten Trainingsplatz – und könnte wohl fast auf die gleichen Maße wie im Otterbachtal zurückgreifen. In der Tat: Was da am Giebelwald oberhalb von Hahnhof entstanden ist, fällt auf: Die Haubergsgenossenschaft „Oberster Hahnhof“ hat hier einen neuen Holzlagerplatz angelegt. Doch die Größe und der Eingriff in die Landschaft sorgen für Diskussionen. Die Kreisverwaltung Altenkirchen bestätigte auf Anfrage, dass eine Anzeige vorliegt und die Angelegenheit bereits Thema einer Sitzung des Fachbeirats für Naturschutz war. Zu den Einzelheiten wolle man sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht äußern.

Auch bei der BUND-Kreisgruppe stand der Holzlagerplatz am Mittwoch beim Monatstreffen auf der Tagesordnung. Anwesend waren auch einige Anwohner vom Hahnhof, die sich nicht gerade glücklich über die Entwicklung zeigten, zumal mit dem Anlegen des Platzes auch ein massiver Wegeausbau bis unterhalb der Totenbuche verbunden war. Kritik wird auch dahingehend laut, dass bei den Arbeiten ein Hohlweg zugeschüttet und bergbauliche Spuren beseitigt wurden.

Haubergsvorsteher Johannes Wäschenbach wollte die Kritik zwar nicht werten, zumal mit ihm selbst noch niemand gesprochen habe. Er erläuterte aber ausführlich die Hintergründe für das umstrittene Projekt: Schon seit vielen Jahren denke man seitens der Haubergsgenossenschaft über einen zentralen Lagerplatz nach. Das im Privatbesitz befindliche Wiesengrundstück habe sich dafür angeboten. Nachdem er das Amt übernommen habe, sei es sein Ziel gewesen, den Wald hier oben wieder in Ordnung zu bringen: „Davor ist 30 Jahre kaum was gemacht worden.“

Nunmehr aber würden pro Jahr 100 bis 150 Festmeter anfallen, so der Haubergsvorsteher. Und wenn man das Holz vernünftig lagern wolle und auch noch Gassen für Fahrzeuge lasse, bedürfe es dieses Platzes. In der Regel liege das Holz in der Haubergsgenossenschaft drei Jahre.

Für Wäschenbach ist es aber aufgrund der aktuellen Situation auch denkbar, dass hier langfristig Käferholz gelagert werden muss. Das sagte er auch mit Blick darauf, dass im Giebelwald zwischen Niederschelderhütte und Freusburg das Geräusch der Motorsägen alles andere überlagert.

Was aus seiner Sicht weiter für einen zentralen Platz spricht: Bislang lagere das Holz an mehreren Stellen an den Wegen, sodass oft kaum noch ein Durchkommen sei – auch nicht für Rettungsfahrzeuge. Das weiter unten an der Asdorf gelegene Lager der Hövel’schen Rentei sei keine Alternative gewesen, weil es sich hier um ein reines Nasslager handele, so der Haubergsvorsteher.

Wäschenbach ließ im Gespräch mit der SZ indes durchblicken, dass er die Auswirkungen der Baumaßnahme etwas unterschätzt hat – und zwar auch in der Form, dass er nicht zuvor mit der Kreisverwaltung über den neuen Lagerplatz gesprochen hat.

Nun stehe man mit Altenkirchen aber im Dialog, demnächst sei ein Ortstermin anberaumt. Über den Ausgang des Verfahrens wollte Wäschenbach nicht spekulieren, gleichwohl gab er nicht den „Hardliner“: „Wenn alle Stricke reißen, müssen wir das Ganze eben zurückführen.“ <chartag shortcut="z-Autor" tag="autor-7p"> <tab>Thorsten Stahl</tab></chartag>

Der neue zentrale Holzlagerplatz der Haubergsgenossenschaft „Oberster Hahnhof“ hat wahrlich stattliche Ausmaße. Über die Größe und die Eingriffe in die Landschaft wird nun kontrovers diskutiert.
Verbunden mit den Arbeiten war auch ein massiver Wegebau.

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