Im Straßencafé herrschte wieder traditioneller Hochbetrieb

»Dienstagsfrauen« sammelten für Kindergärten

rai Herkersdorf. Ein paar Tausend Euro in nur vier Stunden für den guten Zweck erwirtschaften, darin sind die »Dienstagsfrauen« des VfL Herkersdorf/Offhausen wahre Meisterinnen: Vergangenen Sonntag war es wieder soweit, als die Frauen zum 21. Mal ihr Straßencafé »Am Südhang« öffneten. Dafür hatten sich die insgesamt 25 Aktiven wieder mächtig ins Zeug gelegt. Eine Doppelgarage und deren Vorplatz glich der Bekleidungsabteilung eines Kaufhauses. Auf etlichen Ständern hingen gebrauchte Hosen, Hemden und Pullover, die auf neue Besitzer warteten.

Schon seit einem dreiviertel Jahr waren bei den »Dienstagsfrauen« Kleidungsstücke für den Basar abgegeben worden. Daneben hatten die Frauen auch Stände mit selbst gemachten Postkarten und dekorativen Gestecken aufgebaut. Ein Schnäppchen konnten die zahlreichen Besucher aus nah und fern auch auf einem Flohmarkt machen, dessen Erlös ebenfalls für den guten Zweck bestimmt war. Wie in der Vergangenheit ist das Geld auch diesmal wieder für Kindergärten im bolivianischen Sucre sowie für ein Kinderheim in Chile bestimmt. Über die aktuelle Lage in den vier Kindergärten in Sucre informierte Renate Otterbach. Sie hat selbst etliche Jahre in Bolivien gelebt und hält weiterhin den Kontakt zu den Einrichtungen. Diese werden mit dem Erlös des Straßencafés die Speisung der 550 Kinder finanzieren. Im vergangenen Jahr konnten die »Dienstagsfrauen« rund 4000 eals bisheriges Rekordergebnis überweisen.

Wenn das Straßencafé seine Pforten öffnet, dann herrscht nicht nur »Am Südhang« Hochbetrieb, sondern auch bei Marlies Böhmer, die traditionell ihre Küche in den Dienst der guten Sache stellt. Nonstop stehen die Frauen dann an der Spüle, um für Nachschub beim Geschirr zu sorgen. Wäre eine Spülmaschine nicht einfacher? »Wir sind schneller als jede Spülmaschine«, antwortet Marlies Böhmer, die gerade zum xten Mal einer der drei Kaffeemaschinen befüllt, die ebenfalls pausenlos liefen.

Über fehlende Arbeit konnte auch Gabi Zielke nicht klagen: Die Friseurmeisterin brachte für den guten Zweck die Haare der Cafébesucher in Form.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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