In der Kugel himmelwärts geschossen

»Skyrider« Attraktion auf Niederfischbacher Kirmes / Gäste auch aus dem Ausland

rai Niederfischbach. Steil ragen die gelb und blau beleuchteten Masten 45 Meter in den Nachthimmel über der Kirmes in Niederfischbach, der Mega-Schleudersitz ist startklar. Zwei Passagiere warten in Rückenlage in einer Stahlrohrkugel am Boden auf ihren Sitzen auf »the point of no return«. Dann der erste Kick für die »Himmelsreiter«: Die Stahlfederkonstruktion katapultiert die Kugel samt Fahrgästen und bei einer Beschleunigung von 0 auf 140 Stundenkilometer in nur zwei Sekunden dem Firmament entgegen.

Begeisterte Schreie der »Skyrider« sind aus der Kugel zu hören, während Live-Bilder aus dem Cockpit auf einem Monitor am Boden zu sehen sind. Bei 65 Metern erreichen die Senkrechtstarter den Scheitelpunkt und die Kabine rast nun im freien Fall in die Tiefe. Vor- und rückwärts rotierte die sich einpendelnde Kugel, kopfüber hängen die Fahrgäste in den Seilen.

Der »Skyrider«, so nennt sich das Riesenkatapult, ist der Höhepunkt bei der Niederfischbacher Kirmes. »Das Hochschießen ist ein tolles Erlebnis«, sagte Ingo Schneider. Das Drehen der Kapsel und der Blick auf Niederfischbach hatte wiederum für Paul Mockenhaupt und Alexander Becker seinen besonderen Reiz. Alle »Himmelsreiter«, mit denen die SZ sprach, schwärmten von einem einmaligen Erlebnis, das jedoch bei einem Flugpreis von 15 Euro pro Person einiges koste - aber das war ihnen der Himmelsritt wert.

Einen tollen Überblick auf den Rummel und die Asdorftalgemeinde eröffnet der »Fliegende Teppich«. Um Fliehkräfte am eigenen Körper zu testen, bietet sich unter anderem eine rasante Berg- und Talfahrt mit dem altbewährten »Schlagerexpress« an. Schnell sei der »Super Hopser«, erzählte die zwölfjährige Laura, die am Samstagnachmittag mit ihren Alterskameraden auf dem Rummel unterwegs war. Am Samstagabend pausenlos im Einsatz waren dann nicht nur die Autoscooter.

Nur wenn griechische Folklore aus den Boxen ertönte, standen die Fahrzeuge still und die Jugend tanzte Arm in Arm Sirtaki auf der »Rennfläche«. Und überall herrschte entlang der Konrad-Adenauer-Straße gute Laune, auf der Föschber Einkaufsmeile pulsierte das Leben bis spät in die Nacht. Biergartenstimmung herrschte auf dem Parkplatz am Altenheim, wo die Band »Flashlight« Coversongs spielte. Der Niederfischbacher Rummel übt auf Menschen aus nah und fern eine große Anziehungskraft aus - auch auf jene Niederfischbacher, die längst weit weg von »Föschbe« ihre Zelte aufgeschlagen haben.

Aus weiten Teilen Deutschlands und sogar aus Schweden und den Niederlanden reisten gebürtige Niederfischbacher wieder eigens zum Rummel an. Und auch gestern lockte der Kirmestrubel Besucher in großer Zahl. Heute und morgen rotieren noch einmal die Kinderkarussells und Fahrgeschäfte unterm Siegerländer Dom, bevor morgen Abend mit dem Verbrennen des »Kirmesmänsch« das Ende der Kirmes eingeläutet wird - aber nur für dieses Jahr.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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