Junge Filmemacher waren in Mudersbach unterwegs

Thema »Freizeitgestaltung von Jugendlichen«:

Teenager zogen am Wochenende im Rahmen eines Workshops mit Kamera und Mikro durch die Gemeinde / Interviews mit Bürgern

rai Mudersbach. »Ruhe am Set, Ton ein, Kamera läuft«: Mehr als zwölf Nachwuchs-Filmemacher zogen am vergangenen Wochenende – mit Kamera und Mikro ausgestattet – kreuz und quer durch die Gemeinde Mudersbach und rückten das Thema »Freizeitaktivitäten und -gestaltung von Jugendlichen« auf vielfältige Weise in den Sucher der professionellen Filmkamera.

Drei Stunden Material gesammelt

»Die Interviews haben am meisten Spaß gemacht«, stellte der 16-jährige Benjamin Zießow nach Abschluss der »Dreharbeiten« am Samstagnachmittag am digitalen Schneidetisch in den Räumen der BBS-Außenstelle Mudersbach fest. »Und auch das Schneiden ist eine interessante Sache«, ergänzte der gleichaltrige Simon Gerhardus.

Etwa drei Stunden Rohmaterial hatten die Nachwuchs-Filmemacher inzwischen im Kasten. Jetzt ging es darum, die besten Aufnahmen und das inhaltlich Wichtigste zu einem kleinen Film zusammenzuschneiden. »Es wird ein Film mit einer Spielzeit zwischen 10 und 15 Minuten«, sagte Simone Schnipp vom Landesfilmdienst in Mainz.

Sie war mit drei digitalen Kameras und umfangreichem PC-Equipment zu dem Workshop angereist und gab den Jugendlichen wertvolle Ratschläge rund ums Filmemachen. Zu dem dreitägigen Projekt hatte das Bündnis für Begegnung und Frieden aus Niederschelderhütte/Niederschelden im Rahmen der Jugendarbeit und mit Unterstützung des Jugendschutzes des Kreises Altenkirchen eingeladen.

Zum Auftakt des Filmprojekts am Freitagabend stand erst einmal Theorie auf dem Programm. Dabei machte Simone Schnipp die Jugendlichen mit Kameraführung, Schnittplan und viel Wissenswertem rund ums Filmen vertraut. Und es gibt vieles, worauf Filmemacher achten müssen, wie Simon Gerhardus berichtet.

Der richtige Winkel zur Sonne

Ruhige Hand an der Kamera und richtiger Winkel zur Sonne nannte er exemplarisch und stellte fest: »Wir haben hier schöne Erfahrungen gesammelt.« Aber auch was und wo gefilmt werden sollte und welche Fragen den Interviewpartnern, in diesem Fall die Mudersbacher, gestellt werden sollten, mussten entsprechend dem Regieplan erörtert werden.

Am Samstagmorgen starteten die Jugendlichen, unterteilt in zwei Gruppen und mit Mikro und Kamera in der Hand, zu den unterschiedlichen »Locations«. In der Turnhalle wurde »Basketball« abgedreht, die kürzlich eingeweihte Skateranlage sowie Tischtennis wurden ebenso ins Bild gerückt. Und mancher Mudersbacher Einwohner selbst wurde unverhofft zum »Hauptdarsteller« in dem Film. »Die Leute waren sehr aufgeschlossen und haben uns gerne die Fragen beantwortet«, berichtete Benjamin Zießow. Was tun nach ihrer Vorstellung Jugendliche heutzutage in ihrer Freizeit? Sportliche Aktivitäten und Diskos besuchen, antworteten beispielsweise einige Befragte in die Kamera.

Den Kirmesplatz asphaltieren

Ziemlich geteilt seien die Antworten auf die Frage gewesen, ob heutzutage genug für die Jugend geboten werde. Die Nachwuchsfilmemacher wollten aber auch wissen, was in Mudersbach für Jugendliche noch getan werden könnte? Als Anregung wurde u.a. geäußert, den Kirmesplatz zu asphaltieren, damit die Jugend die Fläche nutzen kann. Die heutigen Erwachsenen erklärten auf die Frage, womit sie früher als Kind gespielt haben, die Spielsachen aus alter Zeit. Und früher habe man wegen der geringen Verkehrsbelastung noch auf der Straße spielen können, erfuhren die Jugendlichen.

Dass die Nachwuchsfilmemacher voller Elan bei der Sache waren, freute auch Wulf Paulus vom Bündnis und Horst Schneider-Czenkusch vom Jugendschutz der Kreisverwaltung. Die beiden schauten den Jugendlichen, die aus Mudersbach, Niederschelderhütte, Niederschelden und Betzdorf kamen, bei ihren Drehs und beim Schneiden über die Schulter. Dem Workshop war ein medienpädagogischer Vorbereitungstag beim Landesfilmdienst vorausgegangen.

Kreative Beschäftigung mit Medien

Die Idee zu dem Filmprojekt war Ende 2002 in der Jugend-AG des Bündnisses entstanden, erzählte Paulus. Ziel der Aktion sei es, den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich inhaltlich und auf kreative Art unter fachkundiger Leitung mit Medien zu beschäftigen, so Horst Schneider-Czenkusch.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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