Karussell der Namen beginnt sich zu drehen

thor Kirchen. Wenn die Sitzung des Verbandsgemeinderats am Donnerstag eines hatte, dann wohl eine abschreckende Wirkung: Der Mitarbeiter der Kirchener Verwaltung, der noch kurz zuvor seine Kandidatur auf die Ausschreibung des hauptamtlichen Beigeordneten angekündigt hatte, machte gestern Mittag wieder einen Rückzieher – eben wegen jener Sitzung und ihres Verlaufs. Nachdem er festgestellt habe, dass sich keine der „Parteien“ aufeinander zubewegt habe, halte er eine Bewerbung für sinnlos.

Nun wäre Kirchen nicht Kirchen, wenn nicht schon – wie gestern angedeutet – die Namen einiger Personen kursieren würden, die als Beigeordnete in Frage kommen könnten. Dazu zählt neben Ordnungsamtsleiter Rainer Kipping nach Informationen der SZ auch Christoph Weber, der Geschäftsführer der Freizeitbad Molzberg GmbH. In dieser Funktion hat der Mudersbacher in den vergangenen Jahren das extrem komplizierte Verfahren zum Neubau an vorderster Front begleitet. Weber hat sich dabei nicht nur wirtschaftliche Kompetenzen erarbeitet, sondern erfreut sich – bitte aufhorchen – sowohl in Kirchen als auch in Betzdorf großer Wertschätzung. „Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich dazu nichts sagen“, äußerte sich Weber gegenüber der SZ. Immerhin: Er persönlich sieht seine Arbeit auf dem Molzberg nach Fertigstellung des Bades als erfüllt an: „Auch wenn die GmbH als Betreiber bestehen bleibt, bedarf es sicherlich nicht mehr eines Geschäftsführers in Vollzeit.“

Ein anderer Name auf dem Karussell: Maik Köhler, Ortsbürgermeister von Mudersbach. Von ihm war Ähnliches zu hören: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagte der Christdemokrat zu einer möglichen Kandidatur. Viele in der CDU hätten Köhler bereits im Sommer gerne als Bürgermeister-Kandidat gesehen. Er wäre jemand, den man „gegen Stötzel“ aufbauen könnte – allerdings müsste die CDU dann in der Tat mit dem Vorwurf der politischen Machtspiele leben.

Vordergründig dürfte es aber zunächst darum gehen, dass im VG-Rat wieder die Sachlichkeit einzieht. CDU-Sprecher Ulrich Merzhäuser bedauerte zwar Stötzels Ankündigung nach der Sitzung, den gewählten Beigeordneten mit anderen Geschäftsbereichen als in der Ausschreibung vorgesehen auszustatten, gleichwohl hofft er nach wie vor auf Gesprächsbereitschaft: „Ich werde ihn auf jeden Fall zu uns in die Fraktion einladen. Da ist noch nicht aller Tage Abend.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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