Kein Ausruhen auf Radweg und Friedrichshüttengelände

Ortsbeirat Wehbach hat in den nächsten Jahren noch viel vor

thor Wehbach. Viel erreicht, doch kein Anlass, die Hände zufrieden in den Schoß zu legen. So fiel der Rück- bzw. Ausblick von Ortsvorsteher Joachim Hillen aus, als sich die Mitglieder des Ortsbeirats am Donnerstag zu ihrer konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl im Bürgerhaus trafen. Nach der Verpflichtung jedes einzelnen Beiratsmitglieds durch Bürgermeister Wolfgang Müller überreichte dieser die Ernennungsurkunde an Hillen. Der CDU-Mann hatte sich bei der Wahl zum Ortsvorsteher mit 257 zu 206 Stimmen gegen den »Herausforderer« der SPD, Gerardo Tulimiero, durchgesetzt.

Der Sozialdemokrat war am Donnerstag von seinem Fraktionskollegen Willi Stahl zum stellv. Ortsvorsteher vorgeschlagen worden. Dabei hatte Stahl an die »gute Gepflogenheit« in der Vergangenheit erinnert, als auch die zweitstärkste Fraktion mit Posten bedacht wurde: »Wir bitten darum, dass diese Fairness auch hier ankommt.« Doch diese Bitte verhallte ungehört. Die CDU zeigte sich wie schon im Gemeinderat Kirchen unbeeindruckt und kannte kein »Pardon«. So schickte man mit Jochen Horn einen eigenen Kandidaten ins Rennen, der sich mit vier zu drei Stimmen – entsprechend der Sitzverteilung im Ortsbeirat – durchsetzte. Tulimiero äußerte sich enttäuscht, da man doch »gemeinsam« für Wehbach und die Bürger arbeiten wolle.

»Es ist eine ganze Menge passiert«, zog Joachim Hillen eine Bilanz der vergangenen fünf Jahre. Herausragend sei der Bau des Asdorftal-Radwegs gewesen, mit dem Wehbach touristisch erschlossen worden und die Gastronomie aufgeblüht sei. Ferner hob Hillen die komplette Neugestaltung des Friedhofs hervor. Daran habe der Ortsbeirat maßgeblich mitgewirkt. Unter der Rubrik »Positives« vermerkte der Ortsvorsteher zudem den Ausbau der K94, den Verkauf sämtlicher Flächen auf dem alten Friedrichshüttengelände (»ein sehr gesunder Gewerbemix«) und die flächendeckende Einführung von Tempo 30 im Ortsbezirk.

Und was kommt auf Wehbach in den nächsten Jahren zu? Hier nannte Hillen an erster Stelle den Anbau des Toilettengebäudes an das Bürgerhaus. Ohnehin müsse man sich Gedanken über eine Attraktivierung des Hauses machen: »Hier muss einiges geschehen.« Angestrebt wird in den nächsten Jahren auch ein Ausbau der Koblenz-Olper-Straße von der Heinrichbrücke bis zur Dorfmitte. »Da kommt nachts ein Lkw – und man sitzt senkrecht im Bett«, schilderte der Ortsvorsteher den aktuellen Straßenzustand. Freimütig bekannte er in diesem Zusammenhang, dass die geplante Verkehrsberuhigung durch die Rechts-vor-links-Regelung gescheitert sei. »Druck Richtung Mainz« will Hillen in Sachen L280 machen. Hier warteten die Wehbacher immer noch auf den versprochenen Lärmschutz.

Willi Stahl machte abschließend noch auf ein besonderes Ärgernis aufmerksam: die Unordnung einer Firma am Friedhofsweg. Auch Hillen sprach von einem »Schandfleck«: »Wenn ich da vorbei fahre, muss ich mich zwingen, geradeaus zu gucken.« Bürgermeister Müller verwies allerdings darauf, dass Ordnung stets mit subjektivem Empfinden zu tun habe. Ohne eine rechtliche Grundlage könne man nicht einschreiten. Stahl forderte dennoch von der Verwaltung, dieser Firma »permanent auf den Füßen zu stehen«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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