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Pfarrerwechsel wirkt sich auf Beisetzung Maik Köhlers aus
Kein reibungsloser Übergang

Derzeit wird im Niederfischbacher Pfarrhaus noch fleißig renoviert. Doch davon lassen sich die Pfarrer Dr. Augustinus Jünemann und Markus Christoph Watrinet nicht abhalten: Sie treten zum 1. März ihren Dienst auf der „Insel“ an.
  • Derzeit wird im Niederfischbacher Pfarrhaus noch fleißig renoviert. Doch davon lassen sich die Pfarrer Dr. Augustinus Jünemann und Markus Christoph Watrinet nicht abhalten: Sie treten zum 1. März ihren Dienst auf der „Insel“ an.
  • Foto: Thorsten Stahl
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

thor Kirchen. Nachdem sich die Umsetzung der Synode im Bistum bislang als sehr dornenreicher Weg erwiesen hatte – jedenfalls für die Verantwortlichen in Trier –, soll in diesem Jahr endlich „freies“ Gelände erreicht werden. Dazu gehören auch und gerade die personellen Veränderungen in den Pfarrgemeinden und Pfarreiengemeinschaften. Was ganz zu Anfang für den 1. Januar 2020 geplant war, soll nun endlich am 1. März vollzogen werden.
„Neuzugänge“ Jünemann und Watrinet Konkret heißt das: Laut Ankündigung des Bistums werden dann die Pfarrer Dr. Augustinus Jünemann und Markus Christoph Watrinet, von Rupertsberg im Dekanat Bad Kreuznach kommend, ihren Dienst auf der Trier’schen Insel aufnehmen.

thor Kirchen. Nachdem sich die Umsetzung der Synode im Bistum bislang als sehr dornenreicher Weg erwiesen hatte – jedenfalls für die Verantwortlichen in Trier –, soll in diesem Jahr endlich „freies“ Gelände erreicht werden. Dazu gehören auch und gerade die personellen Veränderungen in den Pfarrgemeinden und Pfarreiengemeinschaften. Was ganz zu Anfang für den 1. Januar 2020 geplant war, soll nun endlich am 1. März vollzogen werden.

„Neuzugänge“ Jünemann und Watrinet

Konkret heißt das: Laut Ankündigung des Bistums werden dann die Pfarrer Dr. Augustinus Jünemann und Markus Christoph Watrinet, von Rupertsberg im Dekanat Bad Kreuznach kommend, ihren Dienst auf der Trier’schen Insel aufnehmen. Jünemann soll die Pfarrverwaltung für die Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach und zusätzlich die der Pfarreiengemeinschaft Heller-Daadetal übernehmen, die bisher Dechant Rudolf Reuschenbach innehat. Watrinet wird ihm hier als Kooperator zur Seite stehen. Ein reibungsloser Übergang sieht freilich anders aus – ohne eine Schuldzuweisung an die beiden „Neuzugänge“. Denn zu allem Überfluss wirkt sich die derzeitige Situation auch noch auf die Beisetzung von Maik Köhler aus.

Renovierungsarbeiten am Pfarrhaus

Zunächst einmal könnte man vermuten, dass der 1. März doch noch nicht in Stein gemeißelt ist. Denn zum Weggang der beiden Geistlichen ist auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Rupertsberg zu lesen: „Wann genau beide auf der ,Trierer Insel’ anfangen werden, hängt damit zusammen, wann das dortige Pfarrhaus bezugsfertig ist.“ Gemeint ist Niederfischbach als „Sitzgemeinde“ des Pfarrers, wo derzeit in der Tat Renovierungsarbeiten laufen.
Wie das Bistum am Dienstag auf Anfrage der SZ erklärte, werden Jünemann und Watrinet in Kauf nehmen, dass sie für einen gewissen Zeitraum in einer kleinen Baustelle leben müssen, der 1. März sei fix. „Zu diesem Zeitpunkt wird sich das Haus noch in der Sanierung befinden. Doch es ist ihnen wichtig, zügig mit ihren neuen Aufgaben zu beginnen“, teilte Julia Fröder von der Pressestelle des Bistums in Koblenz mit.

Gemeindereferentin begleitet Beerdigung

Nach Angaben der Rupertsberger ist die Nachfolge von Jünemann und Watrinet nicht geklärt, man befürchtet eine längere Vakanz. Eine Vakanz, die auf den ersten Blick auch schon in der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach vorhanden zu sein scheint, hat doch Pfarrer Christoph Kipper bereits das Siegerland verlassen.
Wie berichtet, wird Prüm in der Eifel für den gebürtigen Saarländer die nächste Station sein, ursprünglich hatte ein heimatnaher Wechsel nach St. Wendel im Raum gestanden. Das Bistum bestätigte, dass Kipper bereits nach Prüm umgezogen ist. Da Niederfischbach/Mudersbach derzeit ohne Pfarrer ist, wird ein solcher auch nicht die Beisetzung von Maik Köhler auf dem Friedhof in Niederschelderhütte begleiten. Diese Aufgabe übernimmt nun Gemeindereferentin Maike Merker.
Die Nachricht hat sich inzwischen nicht nur in Mudersbach herumgesprochen und – um es vorsichtig auszudrücken – allüberall für leichtes Stirnrunzeln gesorgt. Was nicht mit einer fehlenden Wertschätzung der Gemeindereferentin zu tun hat, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass hier ein langjähriger Ortsbürgermeister und Bürgermeister zur letzten Ruhe geleitet wird, zudem aus einer tief gläubigen Familie stammend.

Pfarrer Kipper bis Ende des Monats im Dienst

Und die Falten könnten sich noch vertiefen, denn Umzug hin oder her: „Pfarrer Kipper versieht aber bis Ende des Monats seinen Dienst in Niederfischbach/Mudersbach“, so Julia Fröder.
Warum Kipper die Entscheidung so getroffen hat, wird nur er wissen. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die Aufgabe beispielsweise an Pfarrer Helmut Mohr (Kirchen) zu delegieren, ebenfalls ein Wegbegleiter von Maik Köhler über viele Jahre. Da es sich um eine Trauerfeier auf einem kommunalen Friedhof handelt, wäre noch nicht einmal das offizielle Einverständnis des örtlichen Pfarrers notwendig gewesen. Fröder: „In jedem Fall haben die Wünsche der Angehörigen zunächst die oberste Priorität.“

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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