»Kein ,RLP–Tag’ in Kirchen«

SPD–Verbandsgemeindefraktion:

Kein Interesse mehr an Ausrichtung/Zu hohe Kosten

maha Kirchen. Wie die Mitglieder der SPD–Verbandsgemeindefraktion gestern Abend in einer Pressekonferenz mitteilten, werden sich die Genossen in der Sitzung am kommenden Donnerstag gegen eine Ausrichtung des Rheinland-Pfalz-Tages in Betzdorf und Kirchen im Jahr 2004 aussprechen. Wie Fraktionssprecher Dr. Berthold Mengel erläuterte, ständen die Kosten für die Verbandsgemeinde Kirchen in keiner Relation zu dem Nutzen.

Dr. Mengel: »Das von der Staatskanzlei vorgestellte Veranstaltungskonzept sieht vor, dass sowohl der große Festumzug als auch die große Showbühne in Betzdorf positioniert werden sollen.« Nach den Vermutungen der Kirchener Sozialdemokraten geht der zu erwartende Besucherstrom somit vollends an Kirchen vorbei. Ratsmitglied Helmut Ermert dazu: »Hier in Kirchen sollen lediglich ein ökumenischer Gottesdienst und der Empfang des Ministerpräsidenten stattfinden. Das zieht jedoch keine Menschenmassen an«.

»Unserer Überzeugung nach ist in dieser Planung für die Verbandsgemeinde Kirchen kein wirklicher Nutzen an der Veranstaltung zu erkennen«, unterstrich auch die Mudersbacher Ortsbürgermeisterin Brigitte Göbel die Argumentation ihrer Parteifreunde. »Insbesondere für die Ortsgemeinden ist hier wirklich kein Gewinn zu kalkulieren.« Erschwerend kommt für die SPD hinzu, dass die heiß begehrten Großsponsoren, die in früheren Jahren einen Großteil der zu erwartenden Kosten übernommen hätten, für Betzdorf–Kirchen gar nicht zur Verfügung ständen.

Dr. Mengel weiter: »Auch wenn die Durchführung des Tages für unsere Region große Bedeutung besitzen würde, müssen wir die bittere Realität akzeptieren. Es ist schlimm und schade, aber in Anbetracht der unzähligen Haushaltslöcher geht es im Moment leider nicht anders. Wir können nicht auf der einen Seite Gelder für die Schulen streichen und auf der anderen Seite dieses Geld in eine solche Veranstaltung stecken.«

Auch logistisch dürfte die Durchführung des »RLP–Tages« im nördlichsten Zipfel des Landes nach Ansicht der SPD nur sehr schwer umsetzbar sein. Dr. Mengel: »An dem Tag müssen über 5000 Betten zur Verfügung stehen.« Bislang hatte sich auch die SPD in den Diskussionen immer für die Durchführung des Tages ausgesprochen. Eine »Augen-zu-und-durch«-Mentalität helfe aber nicht weiter. »Das können wir unseren Bürgern nicht zumuten,« meint der Fraktionschef.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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