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Projekt „Bahnhofstraße Kirchen“
„Keine Überraschungen“

Nach monatelangem Hü und Hott könnte der Grundstücksverkauf an der Kirchener Bahnhofstraße nun bald endlich realisiert werden. Die alte Heizzentrale wird dann weichen, um Platz für Neubauten zu schaffen.
  • Nach monatelangem Hü und Hott könnte der Grundstücksverkauf an der Kirchener Bahnhofstraße nun bald endlich realisiert werden. Die alte Heizzentrale wird dann weichen, um Platz für Neubauten zu schaffen.
  • Foto: thor
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

thor Kirchen. Wenn nicht noch über das Wochenende ein geheimer Bote die winterlichen Straßenverhältnisse im Westerwald in Kauf nimmt, um einen Umschlag in den Briefkasten der Kreisverwaltung Altenkirchen zu werfen, dann ist das Projekt „Bahnhofstraße Kirchen“ endlich den entscheidenden Schritt weitergekommen.

Am 11. Dezember vergangenen Jahres war das sogenannte Interessensbekundungsverfahren auf den Weg gebracht worden. Einen Monat lang hatten Investoren Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. „Es gab keine Überraschungen“, hieß es am Freitag aus der Kreisverwaltung. Mit anderen Worten: Bis auf diejenigen Unternehmer, die das Projekt vor fast zwei Jahren überhaupt erst angestoßen und bereits jede Menge Geld und Planungsleistungen investiert haben, hat niemand angeklopft.

thor Kirchen. Wenn nicht noch über das Wochenende ein geheimer Bote die winterlichen Straßenverhältnisse im Westerwald in Kauf nimmt, um einen Umschlag in den Briefkasten der Kreisverwaltung Altenkirchen zu werfen, dann ist das Projekt „Bahnhofstraße Kirchen“ endlich den entscheidenden Schritt weitergekommen.

Am 11. Dezember vergangenen Jahres war das sogenannte Interessensbekundungsverfahren auf den Weg gebracht worden. Einen Monat lang hatten Investoren Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. „Es gab keine Überraschungen“, hieß es am Freitag aus der Kreisverwaltung. Mit anderen Worten: Bis auf diejenigen Unternehmer, die das Projekt vor fast zwei Jahren überhaupt erst angestoßen und bereits jede Menge Geld und Planungsleistungen investiert haben, hat niemand angeklopft.

Auf Druck der CDU

Dieses Verfahren war vor allem auf Druck der CDU zustande gekommen, die sich dem Grundstücksverkauf zuvor monatelang versperrt hatte. Die Christdemokraten rühmten sich damit, auf diese Weise ein „transparentes, offenes Verkaufsverfahren, verbindliche Bauziele und einen Verkauf mindestens zum Bodenrichtwert“ ermöglicht zu haben.

Folgendes hatte die Kreisverwaltung in ihre öffentliche Bekanntmachung hineingeschrieben: „Der beabsichtigte Grundstücksverkauf erfolgt mit der Zielsetzung und Zweckbindung, dass auf den vorstehend aufgeführten Grundstücken in zwei Bauabschnitten einerseits ein Gebäude für altersgerechtes Wohnen in Form einer Senioren-WG sowie Wohnungen für den freien Immobilienmarkt und andererseits in einem zweiten Bauabschnitt Praxen, eine Schule für Pflegeberufe sowie Wohnapartments für die Pflegeschülerinnen und -schüler entstehen sollen. Der Landkreis fordert als unverbindliches Erstangebot einen Kaufpreis, der sich an dem Bodenrichtwert zu orientieren hat.“

Drei Investoren aus Kirchen, einer aus Siegen

Genau das war die Konzeption, die die heimischen Investoren – drei kommen aus Kirchen, einer aus Siegen (in zwei Projektgruppen) – von Anfang an auf den Tisch gelegt hatten. Die Stadt Kirchen hatte das Vorhaben von Anfang an aktiv begleitet, will man sich doch weiter als Gesundheitsstandort etablieren und profilieren. Kein Wunder also, dass Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen darauf hofft, dass jetzt schnell die letzte Restfeuchte aus den Tüchern verschwindet, es bedarf letztlich nur noch der Zustimmung der DRK-Trägergesellschaft: „Es ist nicht nur städtebaulich für uns sehr wichtig, sondern auch für die Versorgung der Menschen, gerade die Älteren.“ Vor allem aber sei die Krankenpflegeschule für das DRK-Krankenhaus von „unschätzbarem Wert“, betonte Hundhausen nochmals den Stellenwert der eigenen Ausbildung. Fazit: „Nicht nur Kirchen profitiert davon, sondern die gesamte Region.“ Der Stadtbürgermeister ging auch nochmals auf den Preis ein, zu dem die Investoren die Grundstücke erwerben: Nie habe etwas anderes als der Bodenrichtwert im Raum gestanden: „Von Anfang an war sichergestellt, dass hier nichts unter der Hand günstig verkauft wird.“

Die Stadt Kirchen selbst wird die Restflächen übernehmen, wobei Hundhausen noch Gesprächsbedarf ankündigte, was den Preis der „unantastbaren“ Grünflächen an der Sieg betrifft.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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