Keltisch Inspiriertes in der Burg

Silberschatten: Harmonisches mit Harfe und Mandola

juli Freusburg. Es war alles gut abgestimmt am Mittwochabend im ausverkauften Musiksaal der Freusburg: In mittelalterlichem Ambiente musizierte das historisch gewandete Duo Silberschatten keltisch beeinflusste Lieder. Mit der nach eigenen Angaben seltenen Kombination von Harfe und Mandola, der kleinen Schwester der Mandoline, gelang Monica Dengler und Max Ferri in ihrem Konzert »Harpa Mystica« ein harmonisches Zusammenspiel. Die Stuttgarter, die sich auch Ombra d’Argento nennen – Ferri stammt aus Mailand –, bereiteten ihren Zuhörern einen entspannenden Abend. Denn diese sollten sich ausdrücklich fallen lassen. »Lassen Sie die Musik einfach auf sich wirken, denken Sie nicht viel nach«, leitete Dengler das Konzert ein.

»Das ist alles gelebte und erlebte Musik«, erklärte Dengler, die zwischen den Liedern immer wieder von keltischer Musik erzählte, die sie bei ihren Kompositionen inspiriere. Die Kelten hätten damals intuitiv Musik gemacht, hätten sich von der Atmosphäre inspirieren lassen, sagte Dengler. Inspirieren, Inspiration und inspirativ – diese Vokabeln fielen insgesamt recht häufig. Die Ausführungen der Harfenspielerin waren teilweise interessant, etwa zur Historie ihres Instruments. An manchen Stellen fielen ihre Exkurse aber auch ein wenig langatmig aus. Die Stimmung jedoch war gut, dazu trug auch die anscheinend spontane Konversation zwischen den Musikern bei.

Einige ihrer Stücke seien von der Küstenlandschaft der Bretagne, von den Felsen und dem Wind beeinflusst, »dem damaligen Ende der Welt«, sagte Dengler. Ihre Musik war aber eher ruhig und harmonisch. Die Harfe sei das magische Instrument gewesen, dass vom Wind gespielt worden sei, erklärte Dengler.

Ein abwechslungsreicher Kontrast zum bisweilen monotonen Spiel des Duos war die Zugabe. Deren Temperament deutete sich schon in der Erklärung des Stücks an, die Ferri in seiner Muttersprache gab: Das Lied für alle Verliebten, für alle, die einmal verliebt waren und die sich verlieben möchten, fiel ein bisschen aus dem Rahmen, war impulsiver als die anderen Stücke.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.