Kirchen und Abbeville?

Die französische Delegation besichtigte mit den Gastgebern auch das Kirchener Heimatmuseum.  Foto: rai

rai Kirchen. Die Französisch-Kenntnisse aufzufrischen, das könnte sich jetzt für alle Kirchener lohnen. Denn die ersten Bande zur französischen Stadt Abbeville an der Somme sind geknüpft: Am Wochenende war eine kleine Delegation aus der nordfranzösischen Stadt zu Gast in Kirchen. Pascal Marseille, dessen Ehefrau Corinne, und Elizabeth Sacquepee waren übers Wochenende in Kirchen und nahmen bei ihrer gestrigen Abreise viele Eindrücke mit. Der zentrale Tag der Begegnung und des Kennenlernens war der Samstag.

Rechtsanwalt Pascal Marseille, der in der 26 000-Einwohner-Stadt Abbeville Delegierter für Beschäftigung und Finanzen im dortigen Rat ist, und Elizabeth Sacquepee, Delegierte für Bildung, bekamen morgens im Rathaus viele Informationen, u. a. über kommunale Strukturen, die Stadt, touristische Highlights und Jugendangebote. Sven Wolff vom Stadtbüro hatte dafür eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet. Der Teilnehmerkreis schloss sich mit Stadtbürgermeister Wolfgang Müller, Landrat Michael Lieber, der auch als Dolmetscher unterstützte und über den Landkreis informierte, Wolfgang Otterbach, Prokurist der Firma Pintsch-Bubenzer in Wehbach, und dem Stadtbeigeordneten Rüdiger Brauer.

Die Zusammenkunft hatte noch keinen offiziellen Charakter. Vielmehr ging es darum, in einem persönlichen Kennenlernen sich auszutauschen, Einrichtungen und Strukturen in Kirchen vorzustellen und Möglichkeiten zu erörtern, was überhaupt machbar ist. Dem Austausch im Rathaus folgte eine Stadtrundfahrt zu allen wichtigen und sehenswerten Punkten der Stadt. Beide Seiten betonten, dass in erster Linie über Jugendaustausch Kontakte geknüpft werden sollen. Vereine, beispielsweise aus den Bereichen Sport und Musik, seien ebenfalls wichtige Faktoren, um Freundschaften aufzubauen.

Wolfgang Otterbach erläuterte der SZ die Hintergründe, wie es zu Verbindungen kam. Danach sind seine Cousine und Pascal Marseille schon seit 30 Jahren befreundet. Seither kennt er den Franzosen. Nachdem man in der jüngeren Vergangenheit die Kontakte wieder intensiviert hatte, erklärte Pascal Marseille, dass er schon länger eine Partnerschaft im Visier hat.

So ergaben sich die ersten Kontakte, die nun mit dem Besuch fortgeführt wurden. Auch Stadtbürgermeister Müller merkte an, dass sich in den Gesprächen schnell herausgestellt habe, dass eine Förderung der Begegnung von Jugendlichen und Schüler auf beiden Seiten als wichtig angesehen werde. Die Küstenhauptstadt von Picardie sei eher von Landwirtschaft geprägt. Nordfrankreich wiederum sei ein Landstrich mit Automobilfirmen und Montanindustrie – sehr metallorientiert, zog Otterbach einen Vergleich zur hiesigen Region. Deshalb sei neben dem kulturellen Austausch auch ein Kontakt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten denkbar.Anfang Mai steht ein Gegenbesuch im 550 Kilometer entfernten Abbeville auf dem Programm. Dann wird Stadtbürgermeister Müller mit der Gemeindespitze, Landrat Lieber und Wolfgang Otterbach die nordfranzösische Küstenhauptstadt Abbeville besichtigen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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