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Im privaten Umfeld infiziert
Kirchener Impfarzt in häuslicher Quarantäne

Der Kirchener Impfarzt Dr. Volker Thielmann hat sich nun selbst mit dem Coronavirus infiziert.
  • Der Kirchener Impfarzt Dr. Volker Thielmann hat sich nun selbst mit dem Coronavirus infiziert.
  • Foto: SZ-Archivfoto
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

thor Kirchen. Wenn man die Eindämmung der Pandemie als einen Kampf bezeichnen möchte, dann gehört er zu jenen, die vom ersten Tag an an vorderster Front gestanden haben: Dr. Volker Thielmann aus der Kirchener Gemeinschaftspraxis darf man guten Gewissens mit seinen Kollegen zu jenen Medizinern zählen, die sich nicht wegducken, wenn ein Patient mit Symptomen durch die Tür kommt. Seit einigen Wochen arbeitet Thielmann auch als Impfarzt – doch nun hat es ihn selbst „erwischt“: Entsprechende Testergebnisse waren positiv. Das bestätigte der Hausarzt am Donnerstag auf Anfrage der SZ. Zusammen mit seiner ebenfalls positiv getesteten Frau befindet er sich in häuslicher Quarantäne.

thor Kirchen. Wenn man die Eindämmung der Pandemie als einen Kampf bezeichnen möchte, dann gehört er zu jenen, die vom ersten Tag an an vorderster Front gestanden haben: Dr. Volker Thielmann aus der Kirchener Gemeinschaftspraxis darf man guten Gewissens mit seinen Kollegen zu jenen Medizinern zählen, die sich nicht wegducken, wenn ein Patient mit Symptomen durch die Tür kommt. Seit einigen Wochen arbeitet Thielmann auch als Impfarzt – doch nun hat es ihn selbst „erwischt“: Entsprechende Testergebnisse waren positiv. Das bestätigte der Hausarzt am Donnerstag auf Anfrage der SZ. Zusammen mit seiner ebenfalls positiv getesteten Frau befindet er sich in häuslicher Quarantäne.

Am Tag der zweite Impfung infiziert

Nach eigenen Angaben hat sich Thielmann die Infektion nicht bei der Arbeit eingefangen, sondern im privaten Umfeld, und zwar ausgerechnet an dem Tag, an dem er gerade selbst seine zweite Impfung erhalten hatte. Auch bei seiner Frau, die als Lehrerin an der Grundschule Alsdorf arbeitet, sei das Virus bei diesem Kontakt wohl übergesprungen. Thielmann verweist darauf, dass zu diesem Zeitpunkt eben noch kein vollumfänglicher Schutz gegeben war. Das sei frühestens 14 Tage nach der zweiten Dosis der Fall. Als sich herausgestellt habe, dass sein Kontakt „positiv“ gewesen sei, habe er sofort selbst einen Schnelltest vorgenommen, berichtet Thielmann. Das Ergebnis brachte dann die erste Ernüchterung, ein PCR-Test kurz darauf dann die endgültige Gewissheit. Noch sei unklar, ob es sich bei ihm auch um die britische Mutation handelt, die inzwischen mehrfach im Kirchener Krankenhaus nachgewiesen worden ist. Der Hausarzt hatte sofort eine Sequenzierung in Auftrag gegeben. Mittlerweile habe er leichte Symptome (Halsschmerzen etc.), die aber seien eigentlich nicht der Rede wert: „Mit dieser Symptomatik würde ich abseits von Corona wieder arbeiten gehen“, sagt Thielmann. Seine Frau zeige gar keine Anzeichen. Bei ihr sei die Viruslast ohnehin an der Grenze zu dem, was überhaupt nachweisbar ist.

Grundschule und Praxis betroffen

Die Infektionen der Kirchener haben natürlich Auswirkungen – sowohl auf die Grundschule als auch auf die Praxis. Dort wird schon lange seitens des medizinischen Personals mit FFP2-Masken gearbeitet und darauf geachtet, die Kontakte zu den Patienten auf unter zehn Minuten zu begrenzen. Was nicht immer möglich ist. Auch werden regelmäßig Schnelltests bei allen Mitarbeitern durchgeführt. „Mehr kann man nicht tun“, stellt Thielmann klar. Laut Zeba Parwani, Ärztin im Gesundheitsamt Altenkirchen, wurde das Personal der Kirchener Gemeinschaftspraxis vorsichtshalber in die Kategorie 2 eingestuft. Das heißt eine Selbstbeobachtung für zwei Wochen, zusätzlich sollen alle zwei Tage Antigen-Schnelltests erfolgen, einschließlich PCR-Test. Bei den Patienten habe man in Abstimmung mit Thielmann zehn Personen identifiziert, die man aufgrund von Vorerkrankungen oder auch der Art der Behandlung in der Kategorie 1 einordne. Das bedeute eine zweiwöchige Quarantäne plus Tests.

Notbetreuung an Grundschule läuft weiter

An der Grundschule Alsdorf war nach Bekanntwerden der Infektion zunächst als Vorsichtsmaßnahme die Notbetreuung beendet worden. Diese soll aber weiter angeboten werden, wie einer Eltern-Info zu entnehmen ist. Hier sind es nach Auskunft von Zeba Parwani zwölf Kinder und eine Lehrerin, die aufgrund der Kontakte vom Gesundheitsamt vorsorglich in Quarantäne geschickt werden.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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