Klein – aber ausgeglichen

Rat Harbach verabschiedete gestern den Haushalt 2006

thor Harbach. Klein, überschaubar, ausgeglichen – so präsentiert sich der Haushalt 2006 der Ortsgemeinde, der gestern Abend im Bürgerhaus vom Rat einstimmig verabschiedet wurde. Während andernorts mit Millionen jongliert wird (und Millionen auf der Minus-Seite stehen), pflegt man in dem reinen Wohndorf weiterhin die finanzielle Bescheidenheit. So hatte es der Rat unter Vorsitz von Ortsbürgermeister Andreas Buttgereit mit einem Zahlenwerk zu tun, das im Verwaltungshaushalt ein Volumen von 319500 Euro und im Vermögensetat von 46700 Euro besitzt.

Die Überschaubarkeit nutzte dann auch Michael Dützer von der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Kirchen, um den Haushalt höchst ausführlich darzustellen. Schwerpunkt der Einnahmen bleibt für Harbach weiterhin der Anteil an der Einkommensteuer (127000 Euro). Dem stehen gerade einmal 36000 Euro an Grund- und nur 2500 Euro an Gewerbesteuer gegenüber. Immerhin fließen rund 98000 Euro an Landeszuweisungen in den dünnen Geldbeutel der Gemeinde.

Umlagen fordern ihren Tribut

Doch wie gewonnen, so zerronnen: Über 177000 Euro müssen die Harbacher wieder in Form von diversen Umlagen abführen. An der Unterhaltung der Kindergärten in Niederfischbach beteiligt man sich mit 24000 Euro, 18000 Euro werden für die Sonderumlage Grundschulen fällig. So blieb unterm Strich nichts anderes übrig, als auf die Rücklage zurückzugreifen, damit der Haushaltsausgleich erreicht wird. Knapp 32000 Euro mussten dem Sparstrumpf entnommen werden.

15000 Euro für Friedhof

Im Vermögensplan für 2006 sticht als einzige nennenswerte Investition der Punkt »Baumaßnahmen am Friedhof« hervor, für den 15000 Euro eingestellt wurden. Nach Mitteilung von Ortsbürgermeister Buttgereit sind das in erster Linie Kosten für einen neuen Fußweg. Gleichwohl halte man an einem Gesamtkonzept für den Friedhof fest. Um die Kosten im Rahmen zu halten, seien eventuell wieder Eigenleistungen geplant.

Der Rat beschloss gestern auch den »Wunschzettel« der Ortsgemeinde, besser bekannt als Investitionsprogramm. Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Absichtserklärungen für die nahe Zukunft. Dass man diesem Plan nicht allzu große Bedeutung zumessen sollte, zeigt das Beispiel der Dorferneuerung. Seit 1993 lässt die Ortsgemeinde immer viel Geld (insgesamt 130000 Euro) in grauer Theorie aufnehmen, doch verwirklicht wurden die Renaturierung des Hinhäuser Bachs und weitere Maßnahmen noch nicht. »Aufgrund der allgemeinen finanziellen Lage ist das in sehr weite Ferne gerückt«, stellte Michael Dützer klar. Die Ratsmitglieder nahmen es zur Kenntnis und stimmten auch dem so genannten »Investitionsprogramm« zu.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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