»Lange Wasserstrecke« bei Übung aufgebaut

Harbacher Wehr »zapfte« den Löcherbach an und verlegte über 300 Meter Schlauch

rai Harbach. Eine so genannte »lange Wasserstrecke« stand am Samstagnachmittag bei der Jahresabschlussübung der Feuerwehr Harbach im Mittelpunkt des Geschehens. Denn für das angenommene Szenario, ein ausgedehnter Brand eines Doppelhauses im Ortsteil Hinhausen, musste das natürliche Wasserreservoir »Löcherbach« angezapft werden. Allerdings galt es dabei, eine Strecke von rund 300 Metern und etwa zusätzlich 35 Höhenmeter zu überwinden. Und am Ende muss das Löschwasser noch mit einem bestimmten Druck aus den Strahlrohren spritzen.

Die Ausgangssituation erinnerte an einen Dachstuhlbrand, der vor rund fünf Jahren nur einen Steinwurf vom jetzigen Übungsobjekt entfernt die Feuerwehrleute in Atem hielt. Das Drehbuch sah nun vor, dass aufgrund eines technischen Defekts im Doppelwohnhaus Weier/Mockenhaupt ein Küchenbrand entsteht. Personen befinden sich nicht im Haus. Der Brand wird erst bemerkt, als der Dachstuhl bereits brennt.

Die von den Gruppenführern Konrad Jung und Rudolf Jung ausgetüftelte Übung erforderte große Mengen Löschwasser, die über Unterflurhydranten, aus Tanklöschfahrzeugen und dem Löcherbach herbeigeschafft werden sollten. Hierfür bauten die insgesamt 21 Harbacher Feuerwehrleute eine Tragkraftspritze am Bachlauf auf und verlegten über 250 Meter B-Schlauch.

Als Verstärkerpumpe schalteten die sofort nachalarmierte Feuerwehr Niederfischbach, die mit einigen Leuten anrückte, eine weitere TS 8/8 zwischen. Parallel dazu unternehmen die Harbacher und Niederfischbacher Feuerwehrleute Schnellangriffe, um ein Übergreifen der imaginären Flammen zu verhindern und den »roten Hahn« zu bekämpfen.

Vor zahlreichen Schaulustigen und stillen Beobachtern, darunter Bürgermeister Wolfgang Müller und Verbandsgemeinde-Wehrleiter Dietmar Urrigshardt, demonstrierten die Floriansjünger ihr Handwerk.

Ehrungen vorgenommen

Beim Feuerwehrball am Samstagabend im Bürgerhaus stand dann das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Das Treffen boten den Rahmen für Ehrungen, die Wehrführer Karl-Josef Weber vornahm. Mit einem Präsentkorb wurde der aktive Feuerwehrmann Werner Cirotzki geehrt. Er war im Frühjahr in Anerkennung von 35-jähriger Pflichttreue mit dem goldenen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet worden. Als passive Mitglieder wurden Dieter Winkel (25 Jahre) und Alfons Reifenrath (50 Jahre) geehrt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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