Langes Warten für ein Stück Wildschwein

Schlachtfest in Freusburg findet immer mehr Zuspruch/Jagdhornbläser zu Gast

thor Freusburg. »Dieter, das machst Du ja richtig andächtig.« Der so Gelobte schaute kurz hoch und lächelte etwas gequält, hatte er doch gerade Stress pur. Freusburgs Ortsvorsteher Dieter Braß stand schließlich hinter der Wurst- und Fleischtheke, und da ging es alles andere als entspannt zu, sorgte er doch zusammen mit seinen Mitstreitern für die Ausgabe der im wahrsten Sinne des Wortes heiß begehrten Portionen.

Zum 4. Mal hatte gestern der Förderverein Freusburg zur Erhaltung geschichtlicher und kultureller Werte zum Schlachtfest an der alten Schule eingeladen. »Leu, bringt üch ön Döbchen med, ed gefd Wurschdebröh ömsosd« – dieser Einladung des Vorsitzenden Heinz-Robert Stettner wurde wahrlich Folge geleistete. Kaum einer verließ das Fest ohne Korb, Tasche oder Thermoskanne, natürlich nicht ohne vorher ausgiebig an Ort und Stelle gekostet zu haben.

Vier Schweine hatte Metzgermeister Achim Peter gemeinsam mit Hans Zöller und Josef Jendrek zu Mett-, Blut- und Leberwurst sowie Schwartemagen verarbeitet. Außerdem gab es rund 50 Liter Wurstsuppe. Das besondere »Highlight«, so Stettner, sei wieder die 55 Kilo schwere Wildsau gewesen, die in kleinen Bratenstücken mit Püree, Rotkohl und Preiselbeeren angeboten wurde.

Auch hier galt die Devise: Wer zu spät kommt, den bestraft nicht nur das Leben, sondern auch der Hunger der Anderen. Bereits gegen 13 Uhr hieß es: Wildschwein ausverkauft! Wer zuvor noch Glück hatte, ein Stück zu ergattern, musste längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Kein Wunder, konnte das Menü doch locker mit dem berühmten Wild-Gulasch der Hatzfeldts mithalten. Unermüdlich waren knapp 20 Helfer des Fördervereins im Einsatz, um die vielen Gäste zu bewirten.

Wichtigste Einnahmequelle

Stettner erinnerte daran, dass der Erlös aus dem Schlachtfest die wichtigste Einnahmequelle des Fördervereins ist. Man wolle im Schatten der Freusburg auch künftig Veranstaltungen anbieten, so z.B. mit heimischen Künstlern. Denn »noch« wolle man sich nicht überregional engagieren. Dass es ein rundum gelungenes Fest wurde, lag nicht nur am schönen Herbstwetter, sondern auch an den Auftritten der Parforce-Hornbläser Morsbach-Mühlenthal, die für die passende Musik sorgten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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