SZ

Bürgermeister-Kandidat Andreas Hundhausen im Interview
„Meiner Heimat etwas zurückgeben“

Andreas Hundhausen ist seit sieben Jahren Stadtbürgermeister in Kirchen. Nun möchte er in Personalunion auch das Amt des VG-Bürgermeisters ausüben.
  • Andreas Hundhausen ist seit sieben Jahren Stadtbürgermeister in Kirchen. Nun möchte er in Personalunion auch das Amt des VG-Bürgermeisters ausüben.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Kirchen. Er tritt an, um neben der Stadt auch die Verbandsgemeinde Kirchen zu führen: Andreas Hundhausen ist fast so etwas wie der „natürliche“ Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt. Hier stellt er sich den Fragen der SZ.

Wann war für Sie der Zeitpunkt gekommen, um Ihren Hut in den Ring zu werfen?
Oh, eine gute Frage. Also wir haben in den Parteigremien nach der Beisetzung von Maik Köhler natürlich über das Thema sprechen müssen, weil das Kommunalwahlgesetz so ist, wie es ist, dass man innerhalb von drei Monaten neu wählen muss. Auch wenn es ein äußerst trauriger Anlass war, mussten sich alle damit beschäftigen. Und in diesem Zusammenhang bin ich dann gefragt worden.Warum möchten Sie Bürgermeister werden?

thor Kirchen. Er tritt an, um neben der Stadt auch die Verbandsgemeinde Kirchen zu führen: Andreas Hundhausen ist fast so etwas wie der „natürliche“ Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt. Hier stellt er sich den Fragen der SZ.

Wann war für Sie der Zeitpunkt gekommen, um Ihren Hut in den Ring zu werfen?

  • Oh, eine gute Frage. Also wir haben in den Parteigremien nach der Beisetzung von Maik Köhler natürlich über das Thema sprechen müssen, weil das Kommunalwahlgesetz so ist, wie es ist, dass man innerhalb von drei Monaten neu wählen muss. Auch wenn es ein äußerst trauriger Anlass war, mussten sich alle damit beschäftigen. Und in diesem Zusammenhang bin ich dann gefragt worden.

Warum möchten Sie Bürgermeister werden?

  • Ich habe in den letzten sieben Jahren hier in Kirchen als Stadtbürgermeister, so denke ich, gute Arbeit geleistet. Und aus dieser Erfahrung heraus habe ich natürlich ein Interesse daran, dass die Verbandsgemeinde Kirchen weiter auf einem guten Weg bleibt. Da möchte ich meine Erfahrung und Kompetenz einbringen, weil ich genauso wie Maik Köhler von der Pike auf Orts- bzw. Stadtbürgermeister war und daher weiß, wo den Ortsgemeinden der Schuh drückt.

Sie sprachen von einem guten Weg, sehen Sie denn auch Schwächen der Verbandsgemeinde?

  • Die Verbandsgemeinde muss dringend bei dem Thema Gewerbeflächen aufholen. Wir merken schon, dass die Nachfrage steigt, nicht nur von Unternehmen vor Ort, sondern auch aus dem Siegerland, die sich hier niederlassen wollen. Da sage ich aber auch: Wir haben mit Tim Kraft einen hervorragenden Wirtschaftsförderer, der das gut im Blick hat und die richtigen Schritte auf den Weg gebracht hat, wo eine wissenschaftliche Basis erarbeitet werden soll, wie sich die Wirtschaft hier weiterentwickeln soll. Da müssen wir einfach mehr tun. Was die Verwaltung insgesamt angeht, ist sicherlich die Digitalisierung das große Thema der nächsten Jahre. Wir müssen aber auch den Spagat schaffen zu Menschen, die nicht so internetaffin sind, und denen die Leistungen weiterhin klassisch anbieten.

Wo Schwächen sind, sind auch Stärken. Wo liegen die?

  • Wir haben viele große Ortsgemeinden, dafür nicht viele. Das macht die Zusammenarbeit einfacher. Ich glaube schon, dass wir eine schlagkräftige Truppe sind und wir als Wohn- und Gewerbestandort in den letzten Jahren auch gewonnen haben. Da ist kein Neid entstanden, wenn mal zum Beispiel in Niederfischbach eine Wohnbaufläche entstanden ist. Alle freuen sich, wenn Menschen in die Verbandsgemeinde ziehen und ich glaube, diese Atmosphäre sollten wir beibehalten. Es ist auch gut, wenn es nicht um Parteipolitik geht, sondern alle Ortsbürgermeister an einem Strang ziehen. Mit Blick auf die Verwaltung muss man sehen, das ist ja eine ziemlich junge Truppe geworden, zusätzlich gibt es die Erfahrung der Älteren. Das hat großes Potenzial, und da können wir als Kommunalpolitik auch stolz drauf sein,

Was bringen Sie für eigene Stärken mit?

  • In jedem Fall das Handwerkszeug, um Bürgermeister zu werden. Nicht nur wegen meiner Zeit als Stadtbürgermeister, sondern auch wegen meines Studiums der Sozialwissenschaften, ein Mix aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Wie haben Sie den Wahlkampf bislang empfunden?

  • Besonders, aber auch sehr anstrengend. Mir macht Wahlkampf immer Spaß, weil man immer mit noch mehr Menschen in Kontakt kommt, wenngleich das durch die Corona-Pandemie schwierig ist. Was ich immer gut finde, sind die unglaublich vielen positiven Rückmelden aus allen Gemeinden, und noch nicht mal aus der Partei heraus. Gerade hat mich noch eine Nachricht aus Harbach erreicht, wo mein Wahlkampf gelobt wird. Aber wie gesagt: Es ist diesmal anders.

Sie setzen ganz bewusst auf den Slogan „Einer von uns“. Warum?

  • Erst einmal: Der Slogan ist entstanden, bevor der Gegenkandidat von der CDU nominiert worden ist. Weil es um das Gefühl geht, ich bin in der Verbandsgemeinde groß geworden, kenne die Strukturen, die Vereine, die Unternehmen. Und kann durchaus sagen, dass ich von hier bin und dass es meine Heimat ist. Ich will auch meiner Heimat etwas zurückgegeben, indem ich mich für sie einsetze.

Sehen Sie durch den sicher auch etwas härter geführten Wahlkampf auch Auswirkungen auf das politische Klima in der Verbandsgemeinde?

  • Dass Wahlkampf auch mal mit harten Bandagen geführt wird, ist eigentlich in Ordnung. Aber ich werde kein Negative-Campaining machen, ich werde den Gegenkandidaten nicht schlecht machen. Das ist nicht mein Stil, dazu bin ich zu bodenständig. Ich will meine Stärken in den Vordergrund stellen. Ich bin auch nicht nachtragend. Nach der Wahl, unabhängig von ihrem Ausgang, müssen wir alle wieder zusammenfinden, weil es darum geht, eine Verbandsgemeinde nach vorne zu bringen. Das Ziel haben wir eigentlich alle gemein, nur die Wege dahin sind manchmal unterschiedlich.

Ihr Bauchgefühl für den 6. Juni?

  • In meinem Umfeld ist bei allen das Bauchgefühl gut, deshalb ist auch meines gut.
Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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