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Projekt an der Bahnhofstraße
Millionenprojekt in Kirchen auf der Zielgeraden

Für die Investoren und das Projekt insgesamt wäre es ein großer Vorteil, wenn der vorzeitige Abriss der alten Heizzentrale an der Kirchener Bahnhofstraße genehmigt würde.
  • Für die Investoren und das Projekt insgesamt wäre es ein großer Vorteil, wenn der vorzeitige Abriss der alten Heizzentrale an der Kirchener Bahnhofstraße genehmigt würde.
  • Foto: thor
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Kirchen. Will man das große Bauprojekt an der Bahnhofstraße (Demenz-WG, Senioren-Wohnungen, Krankenpflegschule etc.) mit einem 400-Meter-Lauf vergleichen, dann lassen die vor vielen, vielen Monaten gestarteten Akteure bald die letzte Kurve hinter sich. Dass es bis dahin eine Kombination aus Hindernis- und Hürdenlauf war, muss an dieser Stelle nicht noch einmal thematisiert werden. Die Hoffnung ist nun die, dass auf der Zielgeraden freie Sicht herrscht.
„Keine Überraschungen“
Hinter den Kulissen sind die Notare eifrig dabei, die Kaufverträge vorzubereiten – sowohl für beide Investorengruppen als auch für die Stadt Kirchen. Der Rat hatte in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag für ein Schallschutz-Gutachten vergeben.

thor Kirchen. Will man das große Bauprojekt an der Bahnhofstraße (Demenz-WG, Senioren-Wohnungen, Krankenpflegschule etc.) mit einem 400-Meter-Lauf vergleichen, dann lassen die vor vielen, vielen Monaten gestarteten Akteure bald die letzte Kurve hinter sich. Dass es bis dahin eine Kombination aus Hindernis- und Hürdenlauf war, muss an dieser Stelle nicht noch einmal thematisiert werden. Die Hoffnung ist nun die, dass auf der Zielgeraden freie Sicht herrscht.

„Keine Überraschungen“

Hinter den Kulissen sind die Notare eifrig dabei, die Kaufverträge vorzubereiten – sowohl für beide Investorengruppen als auch für die Stadt Kirchen. Der Rat hatte in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag für ein Schallschutz-Gutachten vergeben. Und nachdem Bernd Decker, Geschäftsführer der DRK-Krankenhausgesellschaft Süd-West, schon 2019 gebetsmühlenartig betont hatte, dass man auf das Erbaurecht an den Grundstücken ohne Wenn und Aber verzichten werde, wurde das jetzt nochmals von seinem Nachfolger Prof. Dr. Andreas Lahm gegenüber der SZ bestätigt. An dieser Position des DRK habe sich nichts geändert. Was insofern nicht verwundert, wartet der Krankenhausträger doch sehnsüchtig auf neue Räume für die Krankenpflegeschule, um dem Nachwuchs ein besseres Umfeld bieten zu können.

Kreisverwaltung Altenkirchen zeigt sich irritiert

Und doch wäre die Bahnhofstraße nicht die Bahnhofstraße, wenn es nicht bis zuletzt leichte Irritationen geben würde. Denn kein Grundstück kann ohne Vermessung verkauft werden. Und zudem muss die gesamte Fläche gedrittelt werden. Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen sah sich nicht in der Pflicht: „Ich kann ja keine Vermessung auf einem fremden Grundstück beauftragen.“ Und zeigte mit dem Finger nach Altenkirchen.

Wo sich Büroleiter Norbert Schmauck in der Kreisverwaltung leicht irritiert zeigte: „Das ist mir komplett neu, dass es daran hakt.“ Der Kreis werde bei diesem Verfahren nur in einer „juristischen Sekunde“ Eigentümer der Fläche sein, habe aber ansonsten mit der Sache überhaupt nichts zu tun. Die Verfügungsgewalt liege momentan noch beim DRK. „Ich habe aber überhaupt keine Bedenken, dass die Stadt die Vermessung durchführt“, sagte Schmauck. Ansonsten warte der Kreis einfach auf die Kaufverträge, die dann noch einmal final den Kreisausschuss passieren müssten.

Vermessung in Kirchen soll zügig angeleiert werden

Hundhausen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt nur für den Bereich der Parkplätze den Bodenrichtwert zahle, für die Grünflächen Richtung gebe es einen „abgespeckten“ Preis.
Nun war am Freitag zufällig Prof. Lahm in Kirchen – so konnte der Stadtbürgermeister das Thema „Vermessung“ auch direkt ansprechen. Dieser habe erkennen lassen, dass vonseiten des DRK ebenfalls keinerlei Einwände bestehen. Also werde die Stadt zügig die Vermessung anleiern, sagte Hundhausen.
Auch die entsprechende Investorengruppe wird sich zeitnah mit den Verantwortlichen des Krankenhauses treffen, um Einzelheiten für die Krankenpflegeschule zu besprechen. Klar ist: Die ursprüngliche einmal ins Auge gefasste Fertigstellung Mitte 2023 wird nicht mehr zu realisieren sein. Was auch daran liegt, dass der Kreis Altenkirchen inzwischen für quälend lange Baugenehmigungsverfahren bekannt ist.

Hilfreich wäre hierbei grünes Licht für einen vorzeitigen Abriss der alten Heizzentrale – am besten noch in diesem Jahr. So könnte wenigstens ein Teil der verlorenen Zeit auf der Zielgeraden wieder aufgeholt werden. Doch das ist dem Vernehmen nach bislang vom Kreis als „Sekunden-Besitzer“ der Fläche abgelehnt worden.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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