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"Borkenkäfer-Fläche"
Mini-Gewerbegebiet auf dem Molzberg

Auch diese Fichten werden bald den Klang der Motorsägen hören. Die Stadt Kirchen plant an dieser Stelle die Ausweisung einer Gewerbefläche.
  • Auch diese Fichten werden bald den Klang der Motorsägen hören. Die Stadt Kirchen plant an dieser Stelle die Ausweisung einer Gewerbefläche.
  • Foto: thor
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Kirchen. Diese Nachricht dürfte in einem Haus im Kirchener Oberdorf fast für Tränen der Rührung sorgen. Von seinem Wohnzimmer aus hat Werner Becker schließlich einen Panoramablick auf den gegenüberliegenden Molzberg. Hartnäckig und gegen unglaublich viele Anfeindungen hatte der frühere Wirtschaftsförderer dafür gekämpft, einen Teil der Flächen gewerblich zu vermarkten. Letztlich vergeblich.
Seinerzeit war der Borkenkäfer überhaupt kein Thema und nur Forstleuten ein Begriff, nunmehr hat der Schädling auch etliche Fichtenbestände auf dem Molzberg fest im Griff. Und so könnte ausgerechnet der Käfer dafür sorgen, dass das große Ziel von Becker doch noch in Erfüllung geht, zumindest teilweise. Die Stadt plant hier nämlich ein Gewerbegebiet – allerdings nur im Mini-Format.

thor Kirchen. Diese Nachricht dürfte in einem Haus im Kirchener Oberdorf fast für Tränen der Rührung sorgen. Von seinem Wohnzimmer aus hat Werner Becker schließlich einen Panoramablick auf den gegenüberliegenden Molzberg. Hartnäckig und gegen unglaublich viele Anfeindungen hatte der frühere Wirtschaftsförderer dafür gekämpft, einen Teil der Flächen gewerblich zu vermarkten. Letztlich vergeblich.
Seinerzeit war der Borkenkäfer überhaupt kein Thema und nur Forstleuten ein Begriff, nunmehr hat der Schädling auch etliche Fichtenbestände auf dem Molzberg fest im Griff. Und so könnte ausgerechnet der Käfer dafür sorgen, dass das große Ziel von Becker doch noch in Erfüllung geht, zumindest teilweise. Die Stadt plant hier nämlich ein Gewerbegebiet – allerdings nur im Mini-Format.

Auftrag für die Rodung ist bereits erteilt

Im neuen Haushalt der Stadt Kirchen findet sich ein Posten, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, ist der Molzberg (der in Kirchen immer m noch so und nicht anders heißt) doch nach wie vor der berühmte weiße Fleck im Flächennutzungsplan. Im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte Hundhausen kurz die Hintergründe: Demnach gehört der Stadt zwischen dem „Flippolino“ und den Tennisplätzen eine Fläche mit Fichten, die komplett vom Käfer befallen ist. „Da ist alles kaputt“, so Hundhausen. Der Auftrag für die Rodung ist bereits erteilt. Nur einige Laubbäume bleiben stehen. Auf den Rest des Waldes hat die Kommune keinen direkten Zugriff, er ist im Besitz der Haubergsgenossenschaft Molzberg (Familie Schneider). Das kommunale Grundstück hat nach Einschätzung des Stadtbürgermeisters eine Größe von ca. 4000 Quadratmeter und bietet somit durchaus Chancen für eine gewerbliche Entwicklung. „Es gab hier auch schon mal einen Interessenten, ein Labor wollte sich ansiedeln.“

Fläche soll "auf Vorrat" angelegt werden

In Absprache mit Wirtschaftsförderer Tim Kraft sei nun geplant, die Fläche „auf Vorrat“ anzulegen. Das Ziel: Sollte es wieder eine Anfrage geben, hätte man sofort ein Angebot in der Schublade.
Dass Gewerbeflächen in der Verbandsgemeinde Kirchen inzwischen so rar sind wie Haselhühner, sollte sich herumgesprochen haben. Hundhausen wollte aber festgehalten wissen, dass es auf dem Molzberg eher in Richtung Dienstleister gehen wird: „Produzierendes bzw. störendes Gewerbe ist ausgeschlossen.“
Und Werner Becker wird sich jetzt vermutlich zu Weihnachten ein neues Fernglas wünschen.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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