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Eine Woche Wartezeit in Kirchen
Mit einem Snickers zur Zulassungsstelle

Wer dieser Tage die Dienste der Zulassungsstelle in Kirchen in Anspruch nehmen muss, sollte langfristig planen. Die Wartezeit liegt coronabedingt derzeit bei rund einer Woche. Foto: rai
  • Wer dieser Tage die Dienste der Zulassungsstelle in Kirchen in Anspruch nehmen muss, sollte langfristig planen. Die Wartezeit liegt coronabedingt derzeit bei rund einer Woche. Foto: rai
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

thor Kirchen. Wer dieser Tage im Oberkreis ein Fahrzeug ab- oder anmelden möchte, muss nicht nur eine geeignete Maske in petto haben, sondern auch einen Vorrat eines bestimmten Schokoriegels. Denn bei den Zulassungsstellen gilt momentan die Devise „Wenn’s mal wieder länger dauert.“ Das ist natürlich der Coronakrise geschuldet, allerdings gibt es in der Region schon gewisse Unterschiede.

Klar ist: Ohne Terminvergabe geht derzeit überall gar nichts. Das wusste auch ein Kirchener, der sein neues Auto anmelden wollte. Also schrieb er vergangene Woche zunächst brav eine Mail an die Zulassungsstelle vor Ort, die antwortete ebenfalls schriftlich mit Verweis auf Telefonnummern, unter denen es Termine gibt.

thor Kirchen. Wer dieser Tage im Oberkreis ein Fahrzeug ab- oder anmelden möchte, muss nicht nur eine geeignete Maske in petto haben, sondern auch einen Vorrat eines bestimmten Schokoriegels. Denn bei den Zulassungsstellen gilt momentan die Devise „Wenn’s mal wieder länger dauert.“ Das ist natürlich der Coronakrise geschuldet, allerdings gibt es in der Region schon gewisse Unterschiede.

Klar ist: Ohne Terminvergabe geht derzeit überall gar nichts. Das wusste auch ein Kirchener, der sein neues Auto anmelden wollte. Also schrieb er vergangene Woche zunächst brav eine Mail an die Zulassungsstelle vor Ort, die antwortete ebenfalls schriftlich mit Verweis auf Telefonnummern, unter denen es Termine gibt. Der Kirchener probierte sein Glück, kam aber nach diversen Anrufen mit Besetztzeichen erst am nächsten Tag durch. Die Auskunft: Bis einschließlich diese Woche Donnerstag seien alle Termine vergeben. Gut, dachte sich der Mann, dann bitte Freitag – wobei der Neu-Ruheständler allerdings zur Kenntnis nehmen musste, dass dies ein Feiertag ist. Dann Montag? Nein, nicht möglich, Termine für nächste Woche würden erst später vergeben.

Der Kirchener, schon leicht den Kaffee auf, versuchte es dann auf Anraten bei der Zulassungsstelle in Altenkirchen. Aber auch dort sah es nicht viel besser aus.

Parallel zur Neuanschaffung eines fahrbaren Untersatzes war nun aber auch der alte Wagen privat verkauft worden – an einen Mann aus Neunkirchen. Gemütlich tranken Verkäufer und Käufer noch einen Kaffee, dann telefonierte der Hellertaler mit der Zulassungsstelle in Siegen. Und glaubt man den Schilderungen aus Kirchen, dann wurde ein Termin noch am selben Tag angeboten. Das war dann sogar dem Neunkirchener zu spontan, sodass er die An- bzw. Ummeldung von AK auf SI am Morgen darauf vornehmen ließ.

Und tatsächlich: Eine Anfrage der SZ beim Kreis Siegen-Wittgenstein bestätigte das zügige Tempo. Zwar seien auch hier nach wie vor Terminvergaben notwendig, die Wartezeit liege aber in der Regel bei einem Tag, sagte Pressesprecher Torsten Manges.

Dass die Erfahrung des Kircheners wohl kein Einzelfall und auch nicht stark übertrieben ist, zeigte die Nachfrage bei Bürgermeister Maik Köhler. Ja, die Wartezeit liege derzeit bei einer Woche. Was aber allein dem Infektionsschutz geschuldet sei. „Wir können ja schlecht 50 Mann in den Vorraum setzen oder draußen in der Schlange stehen lassen.“ Mit den getroffenen Maßnahmen schütze man nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Kunden.

Nachdem zu Beginn der Einschränkungen im März nur ein Schalter geöffnet war, sind es nun derer wieder zwei. Alle zehn Minuten würden zwei Termine vergeben, teilte Köhler mit. Wobei er zum einen darauf hinwies, dass die räumlichen Kapazitäten in Kirchen nun einmal begrenzt seien, zum anderen im Frühjahr ein hohes Anmelde-Aufkommen herrsche, weil neben Autos auch Motorräder und Anhänger „aktiviert“ würden.

Wer also im Kreis Altenkirchen den Besuch einer Zulassungsstelle plant, sollte momentan eher langfristig denken und sich vielleicht schon vor dem Kauf einen Termin sichern – oder eben genug Schokoriegel zu Hause haben.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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