Mit Steckleiter und »Seilbahn« gerettet

Löschzug Harbach demonstrierte Rettung und Brandbekämpfung in einem Wohnhaus

fram Harbach. Spektakuläres bot der Löschzug Harbach unter Wehrführer Karl-Josef Weber bei seiner diesjährigen Abschlussübung im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Müller, Kirchens Wehrleiter Dietmar Urrigshardt und zahlreichen Harbacher Bürgerinnen und Bürgern.

Der angenommene Ernstfall: Zur Mittagszeit kommt es in einem Wohnungshaus zu einem Fritteusenbrand. In der Wohnung im zweiten Obergeschoss befindet sich ein Ehepaar, das sich nach vergeblichen Löschversuchen vor dem rasch um sich greifenden Feuer auf den Balkon rettet. Der Fluchtweg durchs Treppenhaus ist vom Feuer versperrt. Durch eingeatmeten Rauch verliert die Ehefrau das Bewusstsein. Im ersten Obergeschoss befinden sich zwei weitere Personen. Die eine versucht, über das Treppenhaus zu fliehen, stürzt dort und verletzt sich schwer, während die andere unter Schock in der Wohnung zurückbleibt.

Diszipliniert und systematisch machte sich der Löschzug gemeinsam mit dem DRK Niederfischbach an die Rettung. Zwei Atemschutztrupps wurden am Zielort sofort für die Rettung der Personen auf dem Balkon eingeteilt. Die unverletzte Person konnten die Feuerwehrleute über die Steckleiter herunterholen. Die verletzte »Ehefrau«, in der Übung eine Puppe, hatte da ein aufwändigeres »Gefährt«: Sie wurde auf der Trage fünf Meter tief abgeseilt. Ein dritter Atemschutztrupp kümmerte sich indessen um die Suche und Bergung der zwei Personen im ersten Obergeschoss. Das DRK nahm sie zur weiteren Versorgung in Empfang.

Mit Wasser aus einem Unterflurhydranten über ein 1 C-Rohr demonstrierte die Harbacher Feuerwehr, wie der Brand im Wohnhaus von einer naheliegenden Werkstatt ferngehalten und schließlich gelöscht wird. »Der Löschzug Harbach hat sein Material sinnvoll eingesetzt«, beurteilte Wehrleiter Urrigshardt bei der anschließenden Versammlung im Bürgerhaus den Schaueinsatz. Die Harbacher Bürger dürfen sich also sicher fühlen. Das Abseilen der Trage hat die Truppe in der Form erstmalig bei einer Abschlussübung vorgenommen.

Wolfgang Müller bedankte sich für den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehr. Er fand wie Wehrführer Weber lobende Worte für die Kreisausbilder Rudolf Jung und Konrad Jung, die auch den 23 Mann starken Löschzug Harbach zu einer schnellen, lebensrettenden Mannschaft gemacht haben. Fünf Hilfeleistungen und eine Brandbekämpfung hat die Feuerwehr in diesem Jahr bereits hinter sich.

Die Abschlussübung ist in Harbach immer ein Grund zum Feiern, und so trafen sich Gastgeber und Dorf, die Feuerwehren aus Friesenhagen, Niederfischbach und Freudenberg am Abend im Bürgerhaus zum größten Feuerwehrabschlussfest in der Verbandsgemeinde.

Josef Löcherbach wurde in diesem Rahmen für seine 65 Jahre Mitgliedschaft im Löschzug Harbach geehrt. Urkunden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Adolf Bender, Johannes Linke, Alfred Schmidt, Hermann Rode und Artur Bätzel ausgehändigt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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