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Krankenhaus-Standort: Ministerium setzt sich durch
Neubau kommt nach Hattert

Hier soll es entstehen, das neue Krankenhaus: zwischen dem Bahnhaltepunkt Hattert unmittelbar bei Müschenbach und Hattert selbst. Felder und Wiesen gibt’s hier jedenfalls genug.
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  • Hier soll es entstehen, das neue Krankenhaus: zwischen dem Bahnhaltepunkt Hattert unmittelbar bei Müschenbach und Hattert selbst. Felder und Wiesen gibt’s hier jedenfalls genug.
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  • hochgeladen von Achim Dörner (Redakteur)

sz Kreis Altenkirchen. „Wer das Gold hat, macht die Regeln.“ So lautet eine alte Unternehmer-Weisheit, die sich in gewisser Weise auch auf die Kranken-Diskussion im Westerwald umtexten lässt. Die Formel hier lautet: „Wer das Geld gibt, bestimmt den Standort.“ Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium als mutmaßlich größter Finanzier des Mammut-Projekts hat sich durchgesetzt: Die neue Klinik soll auf der grünen Wiese zwischen Hattert und Müschenbach gebaut werden. Das war die Empfehlung des Gutachtens, das nachträglich vom Ministerium in Auftrag gegeben worden war. Die DRK-Trägergesellschaft Süd-West hatte ursprünglich einen Standort in unmittelbarer Nähe zu Hachenburg favorisiert.

sz Kreis Altenkirchen. „Wer das Gold hat, macht die Regeln.“ So lautet eine alte Unternehmer-Weisheit, die sich in gewisser Weise auch auf die Kranken-Diskussion im Westerwald umtexten lässt. Die Formel hier lautet: „Wer das Geld gibt, bestimmt den Standort.“ Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium als mutmaßlich größter Finanzier des Mammut-Projekts hat sich durchgesetzt: Die neue Klinik soll auf der grünen Wiese zwischen Hattert und Müschenbach gebaut werden. Das war die Empfehlung des Gutachtens, das nachträglich vom Ministerium in Auftrag gegeben worden war. Die DRK-Trägergesellschaft Süd-West hatte ursprünglich einen Standort in unmittelbarer Nähe zu Hachenburg favorisiert.

Die Entscheidung fiel am Montag: Auf Einladung von Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler waren Vertreter des Krankenhausträgers, Landräte, Bürgermeister sowie die Landtagsabgeordneten der Region zu einem Gespräch über die Standortfrage für den Neubau zusammengekommen. Alle Beteiligten hätten ihre Positionen ausgetauscht und deutlich gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung. Dabei seien auch unterschiedliche Positionen zutage getreten. Dennoch hätten sich am Ende alle Teilnehmer darauf verständigt, den Vorschlag der Gesundheitsministerin zu respektieren, den neuen Krankenhausstandort in Hattert/Müschenbach vorzusehen.

„Mir ist sehr wichtig, dass ein neuer Krankenhausstandort eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat. Nur so können ein neuer Standort und die Gesundheitsregion insgesamt erfolgreich sein. Deswegen bin ich dankbar, dass unser Vorschlag von allen respektiert wird. Ich erwarte von den kommunalen Verantwortlichen nun für die Verwirklichung des Neubaus einen Schulterschluss und damit ein Bekenntnis für die gemeinsame Region. Es geht um die gute und zukunftsfähige gesundheitliche Versorgung der Menschen, die nicht an Gemeindegrenzen haltmacht“, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Ministerin ist demnach davon überzeugt, dass die Zusammenlegung zweier Standorte zu einem medizinisch und wirtschaftlich zukunftsfähigen Krankenhaus Signalwirkung für die strukturelle Verbesserung der Krankenhauslandschaft in Rheinland-Pfalz insgesamt entfalten werde.

„Nun gilt es, den weiteren Prozess zügig voranzutreiben und in die konkrete Umsetzung zu kommen. Ich erwarte von den kommunalen Vertretern, dass zeitnah die in Zusammenhang mit dem Grundstück stehenden Modalitäten geklärt werden und vom Träger, dass er auf Basis der Verständigung mit dem Gesundheitsministerium ein Konzept und einen Zeitplan für die nächsten Schritte, insbesondere auch für die bauliche Planung, vorlegt. Wir stehen nach wie vor zu der Zusage, den Neubau finanziell zu fördern, sobald das entsprechende Konzept und die vom Träger noch zu erstellenden Unterlagen geprüft wurden“, betonte Bätzing-Lichtenthäler.

Die Reaktionen auf das vom Krankenhausträger in Auftrag gegebene Gutachten zur Standortfrage hätten gezeigt, dass der favorisierte Standort in Hachenburg in großen Teilen der Bevölkerung – insbesondere in Altenkirchen – keine Akzeptanz findet. Die Expertise, die die Firma BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Frankfurt im Auftrag des Ministeriums angefertigt hat, kam zu dem Ergebnis, dass der „Standort 12 (Hattert/Müschenbach) der zu präferierende“ Standort ist.

Ein wichtiger Punkt hierfür sei die Erreichbarkeit und die Attraktivität für die Mitarbeiter. Eine Erhöhung der Marktanteile zu Lasten anderer Krankenhäuser, die für andere Standorte sprechen könnte, sei dagegen für die Entscheidung aus versorgungspolitischer Sicht weniger relevant und spiele – gestützt auf die Ergebnisse der Expertise – aus dieser Perspektive bei der Standortentscheidung keine hervorgehobene Rolle.

Auch Landrat Dr. Peter Enders meldete sich zu Wort: „Ich respektiere die Entscheidung der Landesregierung für den Krankenhausstandort Hattert. Bekanntermaßen hatte ich eine andere Variante, nämlich Giesenhausen, favorisiert. Aber ich habe auch stets betont, dass die Top-Drei-Standorte in den Bewertungen nur um Millimeter auseinanderliegen. Wenn eine Entscheidung gefallen ist, gilt es, nicht nachzukarten. Alle Beteiligten müssen jetzt nach vorne schauen, um konzeptionelle Fragen und die Finanzierung zu klären im Interesse der Gesundheitsversorgung im Westerwald. Wichtig ist außerdem, dass es auch für das Kirchener Krankenhaus eine Perspektive geben muss.“

Hier soll es entstehen, das neue Krankenhaus: zwischen dem Bahnhaltepunkt Hattert unmittelbar bei Müschenbach und Hattert selbst. Felder und Wiesen gibt’s hier jedenfalls genug.
Hier soll es entstehen, das neue Krankenhaus: zwischen dem Bahnhaltepunkt Hattert unmittelbar bei Müschenbach und Hattert selbst. Felder und Wiesen gibt’s hier jedenfalls genug.
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Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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