Neuer Anbau löst unhaltbare Zustände ab

Endlich moderne Toiletten am Bürgerhaus

thor Wehbach. »Es war schon seit langer Zeit der Wunsch des Ortsbeirats, hier Abhilfe zu schaffen«, meinte gestern Joachim Hillen bei einem Pressetermin am Bürgerhaus. Damit meinte der Wehbacher Ortsvorsteher die »historische« Toilettenanlage in der guten Stube des Stadtteils. Gemeinsam mit den Kollegen aus dem Ortsbeirat konnte er nun endlich den neuen Anbau mit einem modernen »stillen Örtchen« vorstellen. Hillen empfand den Besuch der Toiletten zuletzt als »menschenunwürdig«, was nicht weiter verwundert, stammten diese doch noch aus den Anfangstagen des Gebäudes. Und da die ehemalige Schule (so die ursprüngliche Nutzung) 1911 eingeweiht wurde, kann man sich auch als Nicht-Wehbacher vorstellen, wie es da ausgesehen hat.

Regelmäßig Absagen erhalten

Wie gesagt: Der Ortsbeirat war schon lange in dieser Sache aktiv und hatte in schöner Regelmäßigkeit Anträge auf Zuschüsse aus dem I-Stock in Mainz gestellt – und ebenso regelmäßig war die Absage gekommen. Im vergangenen Jahr hatte ein Sachbearbeiter im Ministerium dann offensichtlich ein Einsehen. Der Bewilligungsbescheid flatterte ins Haus, und die Wehbacher fackelten nicht lange. Sofort wurde die Ausschreibung vorgenommen und Anfang des Jahres mit den Arbeiten begonnen. Etliche heimische Firmen waren am Werk, doch nicht nur. Ausdrücklich lobte Hillen die Mitarbeiter des Kirchener Bauhofs.

Auch die Ortsbeiratsmitglieder halfen tatkräftig mit: Rund 30 Stunden an Eigenleistungen wurden in das Umfeld investiert. Überall, wo es im Außenbereich notwendig war, wurde der Pinsel geschwungen und ordentlich sauber gemacht. Der Anbau, in dem die neuen Toiletten untergebracht sind, ist knapp 90 Quadratmeter groß und natürlich auch behindertengerecht konzipiert. »Der passt sich gut in die örtlichen Gegebenheiten ein«, meinte Hillens Stellenvertreter Joachim Horn. Nach Auskunft von Rüdiger Brauer, dem 1. Stadtbeigeordneten, hat der Bau 75000 Euro gekostet (aus dem I-Stock des Landes kamen 25000 Euro).

Gute Auslastung

Hillen verwies nochmals auf die gute »Auslastung« des Bürgerhauses und damit die Notwendigkeit der neuen Anlagen. Rund 25 Mal pro Jahr werde die Einrichtung privat vermietet, hinzu kämen zahlreiche Veranstaltungen. Bis auf den Freitag seien in der Woche täglich Vereine vor Ort. So ist es auch kein Wunder, dass das Bürgerhaus weiterhin Schwerpunkt der Investitionen in Wehbach bleibt – sofern diese aufgrund leerer Kassen möglich sind. Gerne würde der Ortsbeirat auch im Inneren einiges erneuern, an erster Stelle die Küche, die seinerzeit bei der Übergabe des Hauses an den Ort eher »zusammengeschustert« wurde. Rüdiger Brauer machte dabei deutlich, dass sich ohne Eigenleistungen auch künftig kaum etwas bewegen lasse.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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