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Bebauungsplanverfahren für Niederschelderhütte geändert
Neuer Plan für die „Neue Mitte“

So könnte das Gelände an der Adolfstraße gegenüber des Rewe-Marktes eines Tages aussehen, wenn sich die Gemeinde Mudersbach denn mit den bisherigen Grundstückseigentümern einigen kann. Visualisierung: Büro Horstmann + Hoffmann
  • So könnte das Gelände an der Adolfstraße gegenüber des Rewe-Marktes eines Tages aussehen, wenn sich die Gemeinde Mudersbach denn mit den bisherigen Grundstückseigentümern einigen kann. Visualisierung: Büro Horstmann + Hoffmann
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thor Mudersbach. Hinter dem Kreisel hat es begonnen, vor dem Kreisel soll es weitergehen: Die Umgestaltung von Niederschelderhütte wird sich bekanntlich nicht nur an der Neuansiedlung von Geschäften und Gewerbe festmachen. Am Mittwoch hat sich Mudersbacher Gemeinderat erneut mit dem Bebauungsplan für die „Neue Mitte Niederschelderhütte“ beschäftigt. Beschäftigen müssen, wie es eigentlich korrekt wäre. Notwendig geworden ist schließlich ein formaler Kurswechsel: Das vereinfachte Aufstellungsverfahren wird in ein Regelverfahren geändert.

Dazu hat man sich entschlossen, weil im Gebiet u. a. Altlasten und Spuren des frühen Bergbaus vermutet werden. Auch die Nähe zur Sieg und zum FFH-Gebiet spielt eine Rolle. „Es geht darum, rechtssicher weiterzumachen“, sagte Ortsbürgermeister Maik Köhler.

thor Mudersbach. Hinter dem Kreisel hat es begonnen, vor dem Kreisel soll es weitergehen: Die Umgestaltung von Niederschelderhütte wird sich bekanntlich nicht nur an der Neuansiedlung von Geschäften und Gewerbe festmachen. Am Mittwoch hat sich Mudersbacher Gemeinderat erneut mit dem Bebauungsplan für die „Neue Mitte Niederschelderhütte“ beschäftigt. Beschäftigen müssen, wie es eigentlich korrekt wäre. Notwendig geworden ist schließlich ein formaler Kurswechsel: Das vereinfachte Aufstellungsverfahren wird in ein Regelverfahren geändert.

Dazu hat man sich entschlossen, weil im Gebiet u. a. Altlasten und Spuren des frühen Bergbaus vermutet werden. Auch die Nähe zur Sieg und zum FFH-Gebiet spielt eine Rolle. „Es geht darum, rechtssicher weiterzumachen“, sagte Ortsbürgermeister Maik Köhler. Das wollte aber Jens Stötzel von der gleichnamigen Wählergruppe nicht so einfach abnicken. Er war der Einzige, der schwerwiegende Bedenken vortrug und am Ende gegen den Änderungsbeschluss stimmte.

Doch der Reihe nach: Planer Rainer Hoffmann hatte den Ratsmitgliedern noch einmal kurz vorgestellt, was in Niederschelderhütte konkret geplant ist. Drei Flächen sollen angepackt werden: gegenüber des alten Verwaltungsgebäudes der Charlottenhütte, gegenüber des Rewe-Markts oberhalb der Sieg und natürlich das Bauhof-Feuerwehr-Areal. Was die Fläche an der Adolfstraße anging, präsentierte Hoffmann einen Entwurf, der eine Überkragung der Sieg auf Höhe der Hochwasser-Schutzmauer vorsieht. Hier könnte sich auch ein kleiner gastronomischer Betrieb ansiedeln. Jens Stötzel aber ging die Sache viel zu schnell, zumal der Bebauungsplan die Grundlage für millionenschwere Investitionen sei. Da wäre es allemal richtig gewesen, die Sache im Bauausschuss vorzuberaten. „Das Vorgehen halte ich für nicht ganz glücklich“, so der Fraktionssprecher. Überhaupt hätte nach Meinung von Stötzel von Anfang an ein Regelverfahren eingeleitet werden müssen. Zudem konnte er nicht nachvollziehen, warum der Plan erst eineinhalb Jahre nach dem formalen Aufstellungsbeschluss veröffentlicht wurde. Die größten Bauchschmerzen hatte Stötzel aber wegen des Widerstands in der Bevölkerung: „Drei Grundstückseigentümer sagen njet.“

Ortsbürgermeister Köhler verstand die Welt nicht mehr: Erst kritisiere Stötzel, dass ihm die Umsetzung des Förderprogramms „Ländliche Zentren“ zu langsam gehe, nun solle alles verschoben werden. „Es geht nur um eine Formalie“, sagte Köhler, die grundlegenden Dinge einschließlich der Bürgerbeteiligung hätten schon alle stattgefunden. „Wir können die Uhren nicht wieder auf Null stellen.“ Und was die benötigten Flächen angehe: „Ziel ist es, die Grundstücke im Dialog mit den Eigentümern zu erwerben. Alles andere wird sich zeigen.“

Stötzel aber blieb bei seiner Kritik („Sie machen es sich zu einfach“) und beantragte eine Vertagung. Diese lehnte der Rat mit großer Mehrheit ab. In der logischen Konsequenz stimmte der Vorsitzende der Wählergruppe dann gegen das Änderungsverfahren.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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