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Künftig kurze Wege im Oberkreis
Neuer Wertstoffhof auf Erddeponie

Das Gelände der Erddeponie in Wehbach oberhalb der Umgehungsstraße ist wahrlich groß genug, um auch noch einen Wertstoffhof unterzubringen.  Archivfoto: thor
  • Das Gelände der Erddeponie in Wehbach oberhalb der Umgehungsstraße ist wahrlich groß genug, um auch noch einen Wertstoffhof unterzubringen. Archivfoto: thor
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

thor Wehbach. Wann immer die Einrichtung oder der Bau einer neuen Anlage geplant ist, die irgend etwas mit Müll zu tun hat, ist in der Regel in der Nachbarschaft der Aufschrei laut und der Widerstand groß. In diesem Fall dürfte aber Beifall zu vernehmen sein: Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Altenkirchen plant einen neuen Wertstoff auf dem Gelände der Erddeponie in Wehbach. Der Vorteil liegt auf der Hand: Viele Bürger aus dem Oberkreis können damit künftig auf einen gewissen „Mülltourismus“ verzichten, sind die Wege nach Nauroth doch nicht gerade die kürzesten.

Den positiven Effekt hat auch der Stadtrat Kirchen erkannt. In seiner Sitzung am Montagabend wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan auf den Weg gebracht, wie es der AWB beantragt hatte.

thor Wehbach. Wann immer die Einrichtung oder der Bau einer neuen Anlage geplant ist, die irgend etwas mit Müll zu tun hat, ist in der Regel in der Nachbarschaft der Aufschrei laut und der Widerstand groß. In diesem Fall dürfte aber Beifall zu vernehmen sein: Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Altenkirchen plant einen neuen Wertstoff auf dem Gelände der Erddeponie in Wehbach. Der Vorteil liegt auf der Hand: Viele Bürger aus dem Oberkreis können damit künftig auf einen gewissen „Mülltourismus“ verzichten, sind die Wege nach Nauroth doch nicht gerade die kürzesten.

Den positiven Effekt hat auch der Stadtrat Kirchen erkannt. In seiner Sitzung am Montagabend wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan auf den Weg gebracht, wie es der AWB beantragt hatte. Der Wertstoffhof wird laut den Plänen eher im unteren Bereich des Deponiegeländes entstehen.

Die Hintergründe des Projekts erläuterte AWB-Chef Werner Schumacher gegenüber der SZ. Seit Jahren sei es Beschlusslage im Kreis, aufgrund der flächenmäßigen Ausdehnung drei Wertstoffhöfe vorzuhalten. Nauroth ist derzeit der einzige Standort in Trägerschaft des Kreises. In Kooperation mit der Firma Sita bestand früher auch die Gelegenheit, Abfall und Müll in Katzwinkel abzugeben.

Wehbach bietet sich nach Angaben des Werkleiters aufgrund der bestehenden Deponie geradezu an, für den Raum Altenkirchen (Umkreis 15 km) suche man parallel im Zuge einer Ausschreibung eine weitere Option. Die Wertstoffhöfe wären dann so verteilt, dass es überall im Kreisgebiet kurze Anfahrtswege gebe. „Bürgerfreundlichkeit wird hier großgeschrieben“, fasste Schumacher zusammen.

Mit der geplanten Deponie-Erweiterung in Wehbach habe das Ganze nichts zu tun. Wie von der SZ bereits ausführlich dargestellt, soll sich die Deponie im 3. Bauabschnitt im Bestand erweitern, soll heißen, es wird keine zusätzliche Fläche angepackt. „Die Erddeponie in Wehbach ist etabliert und akzeptiert“, weiß auch Schumacher. Und auch wenn es zwei unabhängige Einrichtungen seien, setze man doch auf Synergie-Effekte. So sollen künftig die Fahrzeug-Waage und der Radlader gemeinsam genutzt werden.

„Wenn es gut läuft“, so der AWB-Leiter, soll der neue Wertstoffhof für den Oberkreis im nächsten Jahr in Betrieb gehen. Größere Hürden sieht er im Antragsverfahren nicht: „Wir müssen ja keinem was aufdrängen.“

Von den Leistungen her ist laut Schumacher das gleiche Portfolio wie in Nauroth geplant, auch wenn die Dimensionen etwas kleiner ausfallen würden. Die Bürger könne also alles vom Restmüll über Grünschnitt und Papier (siehe Kasten rechts) bis hin zum Elektroschrott anliefern. Eine umweltfreundliche Entsorgung ist so garantiert – und auch die CO2-Bilanz der Anlieferung kann sich dann halbwegs sehen lassen

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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