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Künftig nur noch zwei Altersklassen
Neues Kita-Gesetz kann kommen

In der Kita "Im Wiesengrund" in Herkersdorf/Offhausen muss eine neue Mensa gebaut werden.
  • In der Kita "Im Wiesengrund" in Herkersdorf/Offhausen muss eine neue Mensa gebaut werden.
  • Foto: Thorsten Stahl
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

thor Kreis Altenkirchen. Nur wenige Eltern werden es mitbekommen, was das neue Kita-Zukunftsgesetz, das zum 1. Juli in Rheinland-Pfalz in Kraft tritt, für eine riesige Arbeit im Hintergrund verursacht hat. Das kam in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreises zur Sprache, in der es auch um die Bedarfsplanung für das Jahr 2021/22 ging.

Der Aufwand wird allein daraus ersichtlich, dass in den vergangenen Wochen und Monaten alle Kitas nochmals genauestens unter Lupe genommen wurden, weil eine neue Betriebserlaubnis notwendig wurde. Hier und da müssen nach der „Kontrolle“ Anpassungen vorgenommen werden. Ein gutes Beispiel ist die Kita „Im Wiesengrund“ Herkersdorf/Offhausen, wo eine neue Mensa gebaut werden muss.

thor Kreis Altenkirchen. Nur wenige Eltern werden es mitbekommen, was das neue Kita-Zukunftsgesetz, das zum 1. Juli in Rheinland-Pfalz in Kraft tritt, für eine riesige Arbeit im Hintergrund verursacht hat. Das kam in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreises zur Sprache, in der es auch um die Bedarfsplanung für das Jahr 2021/22 ging.

Der Aufwand wird allein daraus ersichtlich, dass in den vergangenen Wochen und Monaten alle Kitas nochmals genauestens unter Lupe genommen wurden, weil eine neue Betriebserlaubnis notwendig wurde. Hier und da müssen nach der „Kontrolle“ Anpassungen vorgenommen werden. Ein gutes Beispiel ist die Kita „Im Wiesengrund“ Herkersdorf/Offhausen, wo eine neue Mensa gebaut werden muss. Jedem Kind werden künftig eine mindestens siebenstündige Betreuung und ein Mittagessen angeboten.

Eine wichtige Änderung ist die, dass die bisherigen Gruppentypen aufgelöst werden. Unterteilt wird nur noch in Kinder unter und über zwei Jahren. Dafür werden jeweils Platzzahlen definiert. „Es geht hier nicht um die pädagogische Arbeit“, sagte der zuständige Kreisbeigeordnete Klaus Schneider in der Sitzung. Es sei auch weiterhin eine Gruppenarbeit möglich, die Entscheidung liege bei den Kita-Leitungen vor Ort.

Der Kreis plant "eher defensiv"

Was die konkrete Bedarfsplanung angeht, orientiert sich der Kreis auch am Elternverhalten der Vergangenheit. Und hier ist es nach wie vor so, dass Kleinkinder eher selten zur Betreuung in den Kitas angemeldet werden. „Wir liegen da weiter deutlich unter dem Landesdurchschnitt“, sagte Schneider. Dementsprechend hieß es auch in der Verwaltungsvorlage: „Zusammenfassend ist es daher folgerichtig, im Hinblick auf die vor Ort benötigten Betreuungsangebote für Kinder unter zwei Jahren zunächst eher defensiv zu planen.“ Ginge der Kreis zu optimistisch an die Sache heran, könnten unter Umständen anteilige Personalkosten gekürzt werden.

Insgesamt werden im AK-Land 5174 Plätze in 79 Kitas vorgehalten: Auf den Ü2-Bereich entfallen 5020, für Unter-Zweijährige stehen 133 zur Verfügung, zudem 21 im Hort. Eine Ganztagsbetreuung können 2704 in Anspruch nehmen. Rein rechnerisch gibt es in beiden Altersgruppen Unterdeckungen: Bei den Älteren fehlen kreisweit 229 Plätze, bei den Kleinen 83.

Die einzelnen Verbandsgemeinden

Referatsleiter Stephan Wagener warf auch noch einen Blick in die einzelnen Verbandsgemeinden:

  • Betzdorf-Gebhardshain: „Hier kann man sehen, wie schwierig Bedarfsplanung ist“, sagte Wagener. Zuletzt seien viele Geflüchtete nach Betzdorf gezogen, das merke man auch in den Kitas. Es gebe auch einen höheren Bedarf für die Betreuung jüngerer Kinder. „Wir sind froh, wenn die neue Kita in Betzdorf an den Start geht.“ Etwas entspannter wertete der Referatsleiter die Situation in der Alt-VG Gebhardshain. Eventuell aber stehe eine Erweiterung der Kita in Rosenheim an, da die Kinderzahlen in Malberg stark steigen würden.
  • Daaden-Herdorf: Hier zeigt sich laut Wagener der größte Bedarf in den beiden Städten Herdorf und Daaden – eben genau dort, wo auch die Arbeitsplätze vorhanden seien. In Daaden sei im vergangenen Jahr die neue Waldgruppe an den Start gegangen, die bislang einzige im Kreis. In den Gemeinden im Umland sei der Bedarf nicht so hoch.
  • Kirchen: „Es ist überall voll, es ist überall eng“: So fasste Wagener die Lage im Grenzgebiet zum nordrhein-westfälischen Oberzentrum Siegen zusammen. Günstiger Wohnraum und die Beitragsfreiheit hätten viele Familien über die Landesgrenze gelockt. Wagener verwies auf die laufenden Baumaßnahmen in Niederschelderhütte und Kirchen und die Planungen in Brachbach.
Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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