Rat Friesenhagen stellt sich vehement gegen Windpark
„Nicht mit uns, Altus: Wir wehren uns“

Nein zu den Plänen des Hauses Hatzfeldt und der Firma Altus: Deutlicher hätte sich der Rat Friesenhagen nicht positionieren können. Das Archivfoto zeigt den Windpark am Hartenfelser Kopf.
  • Nein zu den Plänen des Hauses Hatzfeldt und der Firma Altus: Deutlicher hätte sich der Rat Friesenhagen nicht positionieren können. Das Archivfoto zeigt den Windpark am Hartenfelser Kopf.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

damo Friesenhagen. Dass die Ortsgemeinde das gemeindliche Einvernehmen zum Bau des Altus-Windparks nicht erteilen würde, ist keine Überraschung – das hatte sich seit Monaten abgezeichnet. Wie heftig aber die Kritik an der Kreisverwaltung ausfallen würde, war vor der Ratssitzung am Mittwochabend nicht abzusehen. Und so darf sich der neue Landrat Peter Enders auf massiven Druck aus dem Wildenburger Land einstellen – falls sich der Kreis nicht doch noch auf die Seite der Gemeinde schlägt.

Denn bei aller Kritik setzt die Gemeinde (vorerst) auf einen Konsens: Ortsbürgermeister Norbert Klaes hat Enders und seine neuen Beigeordneten bereits ins Wildenburger Land eingeladen, um ihm die Argumente der Gemeinde gegen die sieben Windräder rund um Steeg zu verdeutlichen. „Wir wollen den Landrat bitten, sich auf die Seite der Gemeinde zu stellen.“

Klingt versöhnlich, ist sicher auch so gemeint – aber ist dennoch unverhandelbar. Sollte der Kreis nämlich der Allianz aus dem Haus Hatzfeldt und der Firma Altus grünes Licht für den Windpark geben, wird die Gemeinde klagen – daran bestand gestern Abend im Rat kein Zweifel. Und Adressat der Klage wäre die Behörde, die die – in den Augen der Gemeinde zu Unrecht erteilte – Genehmigung zu verantworten hat: die Kreisverwaltung.

Die Friesenhagener sind der festen Überzeugung, das gemeindliche Einvernehmen auf Grundlage guter Argumente versagt zu haben. Schließlich haben sie sich kompetente Unterstützung geholt: Die Gemeinde hat einen Fachanwalt hinzugezogen, und der hat die Genehmigungsunterlagen geprüft und einige Ansatzpunkte gefunden.

Im Wesentlichen stützt die Gemeinde ihr Nein auf drei argumentative Säulen:

• den Artenschutz,

• das Landschaftsschutzgebiet,

• das Orts- und Landschaftsbild.

Zu allen drei Punkten lieferte der Jurist Andreas Lukas gewichtige Argumente. Und mehr noch: Er warf der Kreisverwaltung an einigen Stellen Verfahrensfehler und kam auf diverse Ungereimtheiten zu sprechen.

Gerade deshalb warnte er aber zugleich vor zu viel Euphorie. Denn es werde deutlich, dass die Firma Altus Druck auf die Kreisverwaltung aufbaue: „Wir haben gute Argumente. Aber wir müssen uns auf einen harten Kampf einstellen.“ Dazu scheinen Klaes und der Rat bereit zu sein: „Nicht mit uns, Altus. Wir wehren uns.“ Die vielen Zuhörer quittierten es mit Applaus (ausführlicher Bericht folgt).

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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