Nur gemeinsam macht Tourismuswerbung Sinn

Freudenberg und Niederfischbach setzen auf den Radweg

ruth Niederfischbach. Zu einem »Brainstorming« im Landhotel Bähner trafen sich am vergangenen Mittwoch die Mitarbeiter der Agenda-Gruppe, die sich schon seit einiger Zeit mit der Vermarktung des Radwegs beschäftigen. Mit am Tisch im Pavillon saßen Niederfischbachs Ortsbürgermeister Matthias Otterbach, sein Kollege aus Freudenberg, Eckhardt Günther, der seinen stellvertretenden Bauamtsleiter Michael Längler mitgebracht hatte, der Geschäftsführer der Westerwald-Touristik, Christoph Hoopmann, und Bernd Arnold, seines Zeichens Geschäftsführer des Landhotels Bähner und gleichzeitig der Aktionsgemeinschaft. Arnolds Bilanz nach der grenzübergreifenden Unterredung: »Sehr erfreulich – nur schade, dass die maßgebenden Leute der Wirtschaftsförderung nicht mit am Tisch saßen«.

Baubeginn noch in diesem Jahr

Wie überall, so sind auch in Niederfischbach und Freudenberg die Füllhörner leer. Daher wollen die Verantwortlichen in Zukunft gemeinsam versuchen, etwas auf die Beine zu stellen. Freudenberg will mit dem Bau des Radwegs noch in diesem Jahr beginnen, um wieder mit Rheinland-Pfalz »vernabelt« zu sein. Problematisch dürfte nur das Stück zwischen Oberasdorf und dem Klärwerk werden, denn das ist in Landesbesitz. Hier besteht noch einiger Klärungsbedarf auf Behördenebene, wie Ortsbürgermeister Matthias Otterbach andeutete. Ansonsten zeigen beide Kommunen guten Willen und wollen zusammen den Radweg und damit die Region vermarkten.

Erster konkreter Erfolg für die Gesprächsrunde: Die Rheinland-Pfalz-Touristik will eine Erlebniskarte drucken lassen, in die auch der nördliche Zipfel von Rheinland-Pfalz aufgenommen wird – und Freudenberg. Da die Stadt an der Landesgrenze einiges an Kulturellem zu bieten hat, wäre es geradezu töricht, dieses Potenzial im Werbegeschäft zu verschenken. Niederfischbach wirbt mit seinem Radweg und Freudenbergs Attraktionen, im Gegenzug wirbt Freudenberg mit dem Radweg als »Tor zum Westerwald«.

Potenzial Kurzurlauber

Weitere Überlegungen in Verbindung mit der Gastronomie sollen folgen. »Wir müssen unsere Randlage in ein Plus umwandeln«, fordert Arnold entschieden. »Wir haben eine tolle Autobahnanbindung und können den hohen Bekanntheitsgrad von Freudenberg nutzen, um schneller überregional bekannt zu werden.« Arnold könnte sich vorstellen, einen Film über die Region zu drehen und diesen Hotels in ganz Deutschland anzubieten. »Es gibt sehr lebendige Visionen. Wichtig ist, dass die Barrieren im Kopf der Menschen verschwinden. Ich sehe große Potenziale für Kurzurlauber«, so der Geschäftsführer, hier müsse man einhaken.

Bernd Arnold beobachtet die Aktivitäten rund um den Radweg genau. »Hier wird tolle Arbeit geleistet. Ich denke da nur an die geplante Tunnelbeleuchtung im Freudenberger Teil des Radwegs. Es gibt Ansätze, den Radweg attraktiver zu gestalten. Wenn uns dies gelingt, können wir Menschen im Umkreis von 50 Kilometern zu Tagesausflügen in unsere Region motivieren.«

Geld zusammen legen

Arnold und Otterbach sind einer Meinung, wenn es um die Finanzierung der Werbung geht. »Es macht keinen Sinn, dass jeder seinen eigenen Flyer heraus gibt. Wenn nur so wenig Geld im Topf ist, ist es besser, das Geld zusammen zu legen, um in den Markt hinein zu kommen«, so Arnold. Genau so sieht das auch Otterbach, und der muss es wissen, schließlich arbeitet er hauptberuflich beim Finanzamt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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