16500 Euro Spendengelder übergeben
„Ohne Klickerverein läuft nichts“

Die beeindruckende Summe von 16 500 Euro spendete der Kirchener Klickerverein auch in diesem Jahr wieder für karitative Zwecke. Die Vertreter der Einrichtungen und Organisationen nahmen die Schecks auf dem Kirmesfeld entgegen.
  • Die beeindruckende Summe von 16 500 Euro spendete der Kirchener Klickerverein auch in diesem Jahr wieder für karitative Zwecke. Die Vertreter der Einrichtungen und Organisationen nahmen die Schecks auf dem Kirmesfeld entgegen.
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nb Kirchen. In den Jahren zuvor hatte meist die Sonne gefehlt, dieses Mal waren es zunächst die Schecks. „Damit wäre dann die Veranstaltung beendet“, scherzte Gerhard Schmidt, Vorsitzender des 1. Kirchener Klickervereins. Aber keiner musste Sorge haben: Kassierer Bernd Kipping hatte die symbolischen Formulare mit den eindrucksvollen Zahlen darauf dann doch schnell parat.

Und so konnte am Sonntagmittag eine weitere Spendenübergabe des Klickervereins über die Bühne – oder besser: das Kirmesfeld – gehen.

Mitgliedsbeiträge, die Bewirtschaftung beim Frauenkarneval der kfd, das Mitmischen beim Kirchener Stadtfest und zuvorderst das Skatturnier mit großer Tombola: Auf diese Weise hat der Klickerverein auch in den vergangenen Monaten wieder Euro um Euro für den guten Zweck zusammengesammelt. Und die Summen sind legendär: 16 500 Euro konnten am Sonntag an Vereine und Einrichtungen übergeben werden. Und es galt: Dafür bedankten und freuten sich „alte Bekannte“, denn der Klickerverein steht auch in Sachen Spenden zu seinen Traditionen.

5000 Euro gingen wieder an das Philippinen-Projekt des Vereins „Wir bringen Zukunft“. Ein sichtlich gerührter Gerhard Schmidt übergab das Wort an Norbert Rink, Vorsitzender des Hilfsvereins. Und der hatte Gäste mitgebracht: den Sozialarbeiter Zandro Rhyme Banez und den fünfjährigen Rommel. An dem Jungen von den Philippinen war zu sehen, was Spendengelder bewirken können. Der kleine Junge litt an Wirbelsäulentuberkulose. Die Wirbel waren bereits stark geschädigt, schon in näherer Zukunft wäre er mit Sicherheit im Rollstuhl gelandet.

Doch Rink berichtete, wie geholfen wurde. An mehreren deutschen Kliniken blitzte „Wir bringen Zukunft“ zunächst ab, bis sich ein Arzt am Uniklinikum in Leipzig entschloss, die Operation zu wagen. Der siebeneinhalbstündige Eingriff am 21. Mai verlief reibungslos und besser als erwartet. Voraussichtlich bis September wird Rommel nun in Deutschland bleiben, sich von der OP erholen und u. a. Physiotherapie bekommen.

Über 5000 Euro konnte sich einmal mehr auch die Betzdorfer Tafel freuen – die Einrichtung, die bis dato am häufigsten von den Damen und Herren mit den blauen T-Shirts bedacht wurde. Tafel-Leiter Bruno Georg fasste das Ganze in einen knackigen Slogan: „Ohne den Klickerverein läuft bei der Tafel gar nichts.“

Rund 70 Ehrenamtler sorgen dafür, dass es bei der Tafel rund läuft. In den Verbandsgemeinden Kirchen, Betzdorf-Gebhardshain, Daaden-Herdorf und Wissen werden Lebensmittel eingesammelt und jeden Mittwoch an Bedürftige verteilt. Außerdem gibt es an diesem Tag für die Tafelbesucher ein leckeres Mittagessen – alles jeweils für einen kleinen Obolus.

Um die Lebensmittel ordentlich transportieren zu können, ist die Tafel auf ein entsprechend ausgestattetes Gefährt angewiesen. Für den Transporter fallen regelmäßig Kosten an, z. B. für Reparaturen. Entsprechend groß ist die Dankbarkeit dafür, dass auf die Spendenfreude des Klickervereins Verlass ist.

Die „Gelbe Villa“ in Kirchen will die Gelder – auch in diesem Fall 5000 Euro – nutzen, um im wahrsten Sinne Löcher zu stopfen. Denn Gregor Scheliga, Leiter der Tagesstätte für psychisch kranke Menschen, berichtete, dass eben auch an der „Gelben Villa“ der Zahn der Zeit nagt: „Das Gebäude bröckelt an vielen Stellen.“

Scheliga, der den Scheck gemeinsam mit seiner Frau Agnieszka entgegennahm, stellte die Arbeit der Caritas-Einrichtung vor. Hier finden psychisch kranke Menschen eine wichtige Anlaufstelle. Hier wird ihnen jeden Tag Halt, Gesellschaft und Möglichkeit zur Kreativität geboten.

1500 Euro überreichte der Klickerverein schließlich an die Tschernobyl-Nothilfe der Caritas – sozusagen schon eine „Dauerspende“. Die Nothilfe bietet dreiwöchige Erholungsfreizeiten für Kinder und Jugendliche aus Weißrussland an.

Stefanie Breiderhoff nahm den Scheck „stellvertretend für die Gasteltern“ entgegen. „Klein, bescheiden, aber sehr, sehr herzlich“ – so gehe es bei der Nothilfe zu. Auch hier ist die Spende bestens aufgehoben: Mit dem Geld wird die Hälfte der Fahrtkosten der Kinder aus Weißrussland gedeckt.

Nach der Spendenübergabe ließen es sich Verein und Gäste gleich neben den Klickerbahnen gut gehen. Und es wurde sicherlich auch angestoßen auf die nächste halbe Millionen. Denn diese magische Gesamtspenden-Schallmauer hatte der Klickerverein, wie berichtet, schon im vergangenen Jahr durchbrochen.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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