Grüne Damen und Herren verabschiedet
Patienten Zeit und ein Lächeln geschenkt

Pflegedirektorin Michaela Meinhardt und Krankenhauspfarrerin Jutta Braun-Meinecke verabschiedeten Hildegard Hild, Renate Jung und Paul Kötting (v. r.).
  • Pflegedirektorin Michaela Meinhardt und Krankenhauspfarrerin Jutta Braun-Meinecke verabschiedeten Hildegard Hild, Renate Jung und Paul Kötting (v. r.).
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

rai Kirchen. Zuhören können, das ist eine wichtige Eigenschaft der grünen Damen und Herren. Ebenso eine kleine Besorgung erledigen oder einen Brief schreiben: In unzähligen Stunden haben das auch vier ehrenamtlich Aktive der christlichen Krankenhaushilfe gemacht, die am Freitag bei einer Andacht verabschiedet wurden.

Teilweise seit 28 Jahren im Dienst

„Es hat bereichert“: So sah es Renate Jung aus Niederdreisbach, nachdem sie und drei Mitstreiter verabschiedet wurden. Jahrzehnte haben sie sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten in den Dienst der christlichen Krankenhaushilfe in der DRK-Klinik Kirchen gestellt und waren für Patienten da. So auch Hildegard Hild aus Mudersbach, die sich dadurch auszeichnete, dass sie samstags, wenn es am wenigsten Besuche gibt, für Patienten da war.
Gründungsmitglied Paul Kötting aus Steineroth war seit 1993 im Dienst, wegen Corona aber hängen die grünen Kittel, die den Namen geben, seit März 2020 am Haken.

Grüne Damen und Herren schenken Lächeln

Krankenhauspfarrerin Jutta Braun-Meinecke begrüßte in der St.-Michael-Kirche; Sozialarbeiterin Brigitte Mockenhaupt-Weber, die die Hilfe für die Caritas leitet, gab einen geistigen Impuls: „Das Geschenk des Lächelns“ bewirke so viel und sei eine Ermutigung für die niedergeschlagene Seele. Das griff Braun-Meinecke auf: „Ein Impuls, der ganz viel mit ihrem Tun im Zusammenhang steht.“
Nun sei die Zeit für Lob und Dank, sagte sie und erinnerte an das Wirken: „Sie alle gehören zu den Urgesteinen der christlichen Krankenhaushilfe.“ Bei unzähligen Besuchen hätten sie zahllose Patienten begleitet. Die Scheidenden hätten dafür Stunden freier Zeit investiert, mit ihren persönlichen Gaben den Dienst ausgefüllt und das Antlitz der Krankenhaushilfe mitgeprägt: „Ihr Gottvertrauen hat Sie gütig sein lassen, und Sie haben gelebt, was in dem Impuls angesprochen wurde.“ Das Grün der Kittel sei die Farbe der Hoffnung, sagte die Pfarrerin: „Die christliche Hoffnung begleitet Sie weiter.“

Menschlichkeit erhalten

Die Damen und Herren seien so wichtig für die Patienten, sagte Michaela Meinhardt, die seit einem Jahr Pflegedirektorin ist. Wenn die Tätigkeit nicht von der Pandemie eingeschränkt sei, nähmen die Damen und Herren sich Zeit, um zuzuhören und zu fragen, wo geholfen werden kann. „Zeit zu haben für Menschen in einer besonderen Lebenssituation“, erkannte Meinhardt an, die an die Taktung im Pflegedienst erinnerte: „Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist ein Beitrag dazu, dass der Faktor Menschlichkeit in einem Krankenhaus nicht verloren geht.“

Ehrenamtliche Helfer willkommen

Bei dem Gottesdienst waren Anja Schneider-Schuhen und Karin Zimmermann (beide Caritas) mit von der Partie, die früher die Gruppe geleitet hatten. Zimmermann dankte für die „wunderbare Arbeit“. Mikel Marz aus Wissen hatte den grünen Dienst selbst bei einem Krankenhausaufenthalt erlebt – und gab dies als „grüner Herr“ an Patienten weiter. Für die Scheidenden gab es Präsente und eine Sonnenblume, die ein lächelndes Gesicht zeigte – wie es die Aktiven so oft gemacht haben, wenn sie an ein Krankenbett kamen. Bei der Andacht gedachte man auch der erst jüngst verstorbenen Gisela Denker aus Niederdreisbach, die ebenfalls aktiv war und „zu uns gehörte“, so Pfarrerin Braun-Meinecke.
Aktuell gibt es noch fünf grüne Damen und zwei grüne Herren, zudem einige Interessierte. Wer sich selbst bei der christlichen Krankenhaushilfe einbringen möchte, wendet sich an Mockenhaupt-Weber oder Braun-Meinecke.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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