»Peppi« Schindl schwingt im Jubiläumsjahr das Zepter

Wiener Schmäh bei den Sportschützen Grindel

rai Wehbach. Bereits vor 595 Jahren wurde der Grindel, der ehemals zur früheren Ortsgemeinde Wehbach gehörte, erwähnt. Im Jahre 1790 wird bereits von einem Jäger Dietrich auf dem Grindel berichtet. »Eine Verbindung dieses Schützen zu den Grindeler Sportschützen ist historisch allerdings nicht belegt«, heißt es in der aktuellen Festschrift des Vereins. Fest steht aber, dass die Sportschützen vor 50 Jahren zunächst als »Verein für Geselligkeit« mit dem Hauptzweck der schießsportlichen Betätigung der Mitglieder gegründet wurden und sich schließlich die Ortsbezeichnung Grindel auf die Fahne schrieben. Und das goldene Vereinsjubiläum soll nun gebührend gefeiert werden, unter anderem mit Festkommers und Umzug.

Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren, und nun steht auch der Jubiläumskönig fest. Der gebürtige Wiener Josef »Peppi« Schindl (Niederfischbach) schoss am Samstag auf dem vereinseigenen Schießstand in Wehbach den Vogel ab. Damit schwingt ein erfahrener »Jubelkönig« das Zepter. Denn schon im Jahre 1999 traf Schindl ins Schwarze und regierte die Sportschützen im Millenniumsjahr. Die Chance, dass auch diesmal die Majestät Schindl heißen würde, standen recht gut. Denn auch Ehefrau Monika legte bis zum Schluss auf den hölzernen Aar an. »Eigentlich sollte er mir nur beim Losschießen helfen«, berichtete Monika Schindl, die das Zepter abgeschossen hatte. Ihn habe dann aber der Ehrgeiz gepackt, berichtete die noch ungekrönte Majestät »Peppi«.

Die Insignien wird er am Samstag, 25. Mai, im Rahmen der Proklamation beim Festzug von Schirmherr Bürgermeister Wolfgang Müller empfangen. Von den 32 Schützen, die auf den Vogel angelegt hatten, schossen anschließend vier Männer und drei Frauen um die Majestätswürde. Nach nur vier Stunden fiel der Vogel, »ein schneller Wettkampf«, lobte Vorsitzender Brenner. Die weiteren Insignien sicherten sich: Hilmar Morgenschweiß (Krone), Dieter Windhagen (Reichsapfel), Alfons Hambürger (linker Flügel), Willi Düllmann (rechter Flügel) und Therese Hambürger (Stoß).

Zügig habe auch die Jugend ihre neue Majestät ermittelt, berichtete der Schützenchef. Den Volltreffer landete nach knapp zweieinhalb Stunden Annika Purper. Die Insignienträger: Michaela Brenner (Krone), Caroline Utsch (Zepter), Michael Bähner (Reichsapfel), Sebastian Brenner (linker Flügel), Janette Hambürger (rechter Flügel) und Manuel Böhner (Stoß).

Hervorgegangen sind die Sportschützen Grindel aus dem Wanderverein »Fahrende Gesellen« Grindel. Ein Teil der Wandergesellen betrieb damals bereits Schießsport und fasste im August 1952 den Entschluss, eine Schützenabteilung im Verein zu gründen. »Es war jedoch leider nicht möglich, diese Idee in die Tat umzusetzen, da die Mehrheit der Mitglieder des bereits alteingesessenen Vereins dem Ansinnen nicht zuzustimmen vermochte«, berichtet die Festschrift, die über die Historie und Entwicklung des Vereins und des Ortsteils Grindel informiert. Nach dem Jubelumzug werden die Sportschützen mit Ortsvereinen und befreundeten Schützen das dreitägige Schützenfest mit Festkommers und Königsball in den Hallen der Spedition Herrmann feiern. Dort ist auch ein Schaustellerpark, u.a. mit Autoscooter und Kinderkarussell, vorgesehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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