Die Gemeinde wird lebendig bleiben
Pfarrer Dierig in den Ruhestand verabschiedet

Besonders eng war der scheidende Kirchener Gemeindepfarrer Eckhard Dierig (r.) mit seinen Kollegen aus dem Nord-Ost-Konvent verbunden. (v. l.): das Betzdorfer Pfarrerteam Heinz-Günther Brinken und Anja Karthäuser, Pfarrerin Jutta Braun-Meinecke (KH-Kirchen), Pfarrer Marcus Tesch (Wissen) und Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg).
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  • Besonders eng war der scheidende Kirchener Gemeindepfarrer Eckhard Dierig (r.) mit seinen Kollegen aus dem Nord-Ost-Konvent verbunden. (v. l.): das Betzdorfer Pfarrerteam Heinz-Günther Brinken und Anja Karthäuser, Pfarrerin Jutta Braun-Meinecke (KH-Kirchen), Pfarrer Marcus Tesch (Wissen) und Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg).
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sz Kirchen. Dass man es sich nach 38 Jahren segensreicher Arbeit als Gemeindepfarrer im Ruhestand durchaus gut gehen lassen darf, hatten die Kinder der Evangelischen Kita aus Kirchen und Wehbach durchaus im Blick: „Jetzt kannst Du Jäger werden, ‘ne Eisenbahn fernsteuern und Dir Süßigkeiten selber machen!“

Abschiedgottesdienst wurde auch gestreamt

War auch Corona-bedingt nur ein kleiner „großer“ Abschied möglich, so hatten die Kirchengemeinde Kirchen und ihre Mitarbeitenden, Gruppen, Chöre und Einrichtungen doch alles gegeben, um ihrem langjährigen Gemeindepfarrer Eckhard Dierig doch einen festlichen Abschied mit viel Dank und Anrührendem zu bieten. So kamen im Abschiedsgottesdienst in der Lutherkirche (er wurde parallel auch gestreamt für die Vielen, die nicht direkt dabei sein konnten) der reizende Gemeindenachwuchs per Video zu Wort und konnte fröhlich Erinnerungen, Lebensperspektiven und Dankesworte (auch musikalisch) übermitteln.

Mit einer theologisch-literarischen Predigt trat Eckhard Dierig, dienstältester Pfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen, zum letzten Mal offiziell auf die Kanzel. Der vorgegebene Predigttext aus der Geschichte von Josef und seinen Brüdern lieferte Dierig die Impulse rund um „Abschied und Veränderungen“.

Die Gemeinde steht vor Veränderungen

„Auch die Gemeinde Kirchen steht vor großen Veränderungen, die Angst machen könnten“, betonte Dierig angesichts von Pfarrstellenwechsel und der anstehenden Verschmelzung der Gemeinde mit den Nachbarn aus Freusburg (die Fusion zum 1. Januar 2022 ist „eingetütet“): „Aber die Gemeinde wird lebendig bleiben! Gott selbst wird es zum Guten fügen!“

Für seinen Abschiedsgottesdienst in der Lutherkirche – hier hat Dierig fast zwei Generationen von Gemeindegliedern in Freud und Leid begleitet und war 1986 vom damaligen Präses Manfred Kock eingeführt worden – hatte sich der künftige Pensionär viele musikalische Wünsche erfüllen lassen, die in die Liturgie und Predigt die wohl gewählten Worte unterstrichen. Chorleiterin und Organistin Karin Endrigkeit, Posaunist Matthias Nassauer und Vokalistin Petra Schmidt gaben alten und neuen Chorälen in vokaler und instrumentaler Weise besonderen Klang.

Open-Air-Empfang am Bürgerhaus

Superintendentin Andrea Aufderheide nahm die offizielle Entpflichtung des engagierten Pfarrkollegens vor und erinnerte an die vielen besonderen Gaben und Dienste des Kircheners, der auch für eine Wahlperiode als Superintendent des Kirchenkreises Altenkirchen wirkte.

Mit dem Abschied von Pfarrer Eckhard Dierig nach 28 Dienstjahren in Kirchen ist auch ein Neuanfang verknüpft. Pfarrerin Sabine Keim (am 6. Juni gewählt) wird ab Herbst die Gemeinde leiten.
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Die Vielfalt eines Pfarrerlebens (so lange wie Eckhard Dierig hatte nie zuvor ein Pfarrer in der Gemeinde an der Sieg gewirkt) offenbarte sich auch beim sich dem Gottesdienst anschließenden Open-Air-Empfang am Wehbacher Bürgerhaus. Hier kamen stellvertretend für viele Weggefährten Menschen aus Gemeinde, Kirchenkreis, der Ökumene, dem Kommunalwesen und auch der Partnerschaft zusammen. Mit dankbaren Worten und phantasievollen Geschenken wurde der Abschied von Eckhard Dierig, der nun gen Norden ziehen wird, begleitet.

Pfarrerin Sabine Keim ist Nachfolgerin

Der frischgewählte Bürgermeister Andreas Hundhausen, die Pfarrkollegen aus dem Nord-Ost-Konvent, Superintendentin Andrea Aufderheide, der stellvertretende Presbyteriumsvorsitzende Michael Lanfer, aber auch die aus dem fernen Brandenburg angereisten langjährigen Freunde aus Kirchens Partnergemeinde Grüneberg-Teschendorf (Kirchenkreis Oberes Havelland): sie alle ließen die Nuancen eines reichen Pfarrerlebens aus ihrer Perspektive Revue passieren. Sie bauten daraus ein buntes Gesamtbild, das von einem sichtlich gerührten Eckhard Dierig in wenigen Worten und dafür stark musikalisch erwidert wurde: „Es war schön, einfach schön, endgültig vorbei, aber schön. Winde drehen, Menschen gehen; was war, kann uns keiner mehr nehmen. Denk an unsre Zeit, sie war schön!“ ließ er die Puh-dys für sich singen/sprechen.

Unter „uns Pastorentöchtern“ plauderte Laura Dierig als jüngste der Pfarrerskinder die Besonderheiten einer Kindheit in einem Evangelischen Pfarrhaus aus. Ihre charmant-humorvolle Blickweise trieb bei Vielen das berühmte „Abschiedstränchen“ ins Auge und auch Pfarrerin Sabine Keim, die jüngst gewählte Nachfolgerin Eckhard Dierigs, die im Herbst an die Sieg kommen wird, bekam eindrucksvoll vorgestellt, dass der nun scheidende Gemeindepfarrer tiefe Spuren hinterlassen hat. Auch für sie gilt, was Laura Dierig zu Weihnachten 2021 denkt: „Es wird ein anderes Weihnachtsfest als in vielen Jahren zuvor werden …“

Besonders eng war der scheidende Kirchener Gemeindepfarrer Eckhard Dierig (r.) mit seinen Kollegen aus dem Nord-Ost-Konvent verbunden. (v. l.): das Betzdorfer Pfarrerteam Heinz-Günther Brinken und Anja Karthäuser, Pfarrerin Jutta Braun-Meinecke (KH-Kirchen), Pfarrer Marcus Tesch (Wissen) und Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg).
Mit dem Abschied von Pfarrer Eckhard Dierig nach 28 Dienstjahren in Kirchen ist auch ein Neuanfang verknüpft. Pfarrerin Sabine Keim (am 6. Juni gewählt) wird ab Herbst die Gemeinde leiten.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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