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Michaela Meinhardt neue Direktorin in Kirchen
Pflege mit einem Lächeln im Gesicht

Michaela Meinhardt ist seit wenigen Wochen die neue Pflegedirektorin im Kirchener Krankenhaus. Der persönliche und enge Kontakt zu den Mitarbeiterin ist ihr ein großes Anliegen. Foto: thor
  • Michaela Meinhardt ist seit wenigen Wochen die neue Pflegedirektorin im Kirchener Krankenhaus. Der persönliche und enge Kontakt zu den Mitarbeiterin ist ihr ein großes Anliegen. Foto: thor
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

thor Kirchen. Wer in der Pflege arbeitet, muss definitiv keine Vergnügungssteuer abführen. Der Alltag im Beruf ist hart, fordernd – und nicht selten belastend. Das weiß auch Michaela Meinhardt, die diesen Job seit 34 Jahren kennt. Die Krankenhaus-Welt in rosaroten Farben zu malen, ist nicht ihr Ding. Und dennoch hat sie ein Prinzip: „Mir ist es wichtig, dass Menschen freundlich sind.“ Heißt für die Pflege: Im Zimmer bei den Patienten gehört ein Lächeln ins Gesicht, draußen auf dem Flur darf es etwas ernster sein. Das ist der Anspruch, den Michaela Meinhardt an sich und die Mitarbeiter stellt. Denn seit dem 1. Juni ist die Niederndorferin neue Pflegedirektorin im DRK-Krankenhaus Kirchen. Sie ist Nachfolgerin von Julian Afflerbach, der zu den Dill-Kliniken nach Dillenburg gewechselt ist.

thor Kirchen. Wer in der Pflege arbeitet, muss definitiv keine Vergnügungssteuer abführen. Der Alltag im Beruf ist hart, fordernd – und nicht selten belastend. Das weiß auch Michaela Meinhardt, die diesen Job seit 34 Jahren kennt. Die Krankenhaus-Welt in rosaroten Farben zu malen, ist nicht ihr Ding. Und dennoch hat sie ein Prinzip: „Mir ist es wichtig, dass Menschen freundlich sind.“ Heißt für die Pflege: Im Zimmer bei den Patienten gehört ein Lächeln ins Gesicht, draußen auf dem Flur darf es etwas ernster sein. Das ist der Anspruch, den Michaela Meinhardt an sich und die Mitarbeiter stellt. Denn seit dem 1. Juni ist die Niederndorferin neue Pflegedirektorin im DRK-Krankenhaus Kirchen. Sie ist Nachfolgerin von Julian Afflerbach, der zu den Dill-Kliniken nach Dillenburg gewechselt ist.

Wenn ein Klischee bei Meinhardt zutrifft, dann das: Sie hat den Beruf wahrlich von der Pike auf gelernt und kennt alle Facetten: Voll- und Teilzeit, Nachtdienst, verschiedene Stationen. Die Fortbildungen nicht zu vergessen. „Es gab immer Menschen, die mir zugetraut haben, mehr zu machen“, erzählt sie. Die Chancen hat sie dann auch genutzt und so auch noch ein Studium der Pflegewissenschaften mit Schwerpunkt Management absolviert.

Viele Jahre hat Meinhardt für die Diakonie in Südwestfalen gearbeitet, zuletzt als Abteilungsleiterin im Bethesda-Krankenhaus in Freudenberg. Dort reifte der Entschluss, im Leben nochmal etwas Neues zu wagen. Nun ist es von Niederndorf nach Kirchen nur ein Katzensprung, und wenn man bedenkt, dass es auch Chefärzte gelegentlich die Asdorf „flussabwärts“ zieht, dann kann man auch die „Kontaktanbahnung“ relativ leicht nachvollziehen. Die Gespräche mit der Geschäftsführung in Kirchen seien jedenfalls sehr gut gewesen. Und ja, die familiäre Atmosphäre, von der viel in Kirchen gesprochen werde, habe sie auch so wahrgenommen. Ihr „letztes großes Abenteuer“ nennt Meinhardt die neue Herausforderung.

Wobei: Abenteuer bedeuten immer auch Unwägbarkeiten. Dabei weiß die Pflegedirektorin ziemlich genau, was sie will. Sie sei auf jeden Fall nicht gekommen, um das Rad neu zu erfinden. Vieles laufe bereits im DRK-Krankenhaus. „Hier wird gut gepflegt, hier sind gute Mitarbeiter.“ Aber gelegentlich sei ein Blick von außen ganz hilfreich.

Meinhardt geht es darum, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen und mit ihrer positiven und motivierenden Art voranzugehen. Was nichts mit Naivität oder Blauäugigkeit zu tun hat. Auch angesichts der allgemeinen Personalknappheit in der Pflege „kann nicht jeder Tag gut sein“. Über allem müsse aber die Zufriedenheit der Patienten stehen.

Sie stehe für eine jederzeit offene Kommunkation, sagt Meinhardt. Wichtig ist ihr der Austausch mit allen Stationen und natürlich mit den Ärzten. Apropos Austausch: Auch in der Pflege wird ihrer Meinung nach künftig verstärkt interdisziplinär gearbeitet werden müssen. Ganz neu ist ein Case-Management, mit dem die Abläufe von der Aufnahme des Patienten bis zu seiner Entlassung optimiert werden sollen. Dies sei eine sehr wichtige Schnittstelle.

Meinhardt freut sich, dass in Kirchen im Herbst die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin beginnt (die SZ berichtete), darüber hinaus aber auch im Anästhesie-Bereich. Es versteht sich von selbst, dass ihr die Ausbildung mindestens genauso am Herzen liegt wie das besagte Lächeln. In der Krankenpflegeschule dürfte sie daher öfters zu sehen sein.

Eine größere Baustelle hat Meinhardt allerdings: Im Krankenhaus werden allmählich die Hebammen knapp – dabei arbeitet die Geburtshilfe auf Hochtouren. Es drohe ein Engpass. Die langjährige Lt. Hebamme Petra Unger gehe aus privaten Gründen nach Süddeutschland, und dann sei es so, dass auch Hebammen selbst schwanger würden. Hier die Akquise voranzutreiben, gehört ebenfalls zu den neuen Herausforderungen.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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