Post Mudersbach: Abgeordnete wollen helfen

Schwarz und Rosenbauer setzen sich für den Erhalt der Filiale ein

sz Mudersbach. Die Deutsche Post AG muss ihrer Verpflichtung zu einer flächendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen im ländlichen Raum nachkommen. Diese Forderung stellen die Abgeordneten des Landtages Rheinland-Pfalz in einem fraktionsübergreifenden Antrag, der im Rahmen der nächsten Plenarsitzung am 5. November 2003 verabschiedet wird. Gestern gingen in der Redaktion zwei Pressemitteilungen der beiden heimischen Abgeordneten ein; sowohl MdL Josef Rosenbauer (CDU) als auch MdL Franz Schwarz (SPD) sprechen sich vehement dafür aus, die Post in Mudersbach zu erhalten.

So wird die Landesregierung laut Rosenbauer aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die Post sich an die Vorgaben der Post-Universaldienstleistungsverordnung hält und den ländlichen Raum mit Postfilialen oder -agenturen in angemessener Zahl versorgt. Der Antrag geht laut Schwarz auf eine Initiative der Sozialdemokraten zurück.

»Wir haben im ländlichen Raum erhebliche Probleme, die Postversorgung sicherzustellen. Die Post teilt uns immer wieder mit, dass wir in Rheinland-Pfalz noch ein vergleichsweise flächendeckendes Filial- und Agenturnetz haben«, berichtet Schwarz. Als selbstständiges Unternehmen entscheide die Deutsche Post nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Schwarz bezweifelt daher, dass Briefe von Politikern und eine vom Gemeinderat verfasste Resolution an die Adresse des Vorstandsvorsitzenden der Post, Dr. Klaus Zumwinkel, entscheidenden Einfluss auf die Unternehmenspolitik haben werden. Einzig die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn habe durch ihre Aufsichtsfunktion die Möglichkeit, gegen die Schließung zu intervenieren. »Leider fehlen in der Resolution des Ortsgemeinderates Mudersbach gegen den Abbau der Postversorgung die konkreten Fakten, um sich im Landtag gezielt für Mudersbach einsetzen zu können«, so Schwarz. Er habe sich daher an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchen, Wolfgang Müller, sowie Ortsbürgermeisterin Brigitte Göbel gewandt und um die Zahlen der bisherigen Inanspruchnahme der Filiale gebeten. Weiter bittet er um Auskunft darüber, ob es konkrete Hinweise von Unternehmen bzw. Postkunden gibt, die bereit wären, in Zukunft die Postfiliale stärker als bisher in Anspruch zu nehmen. Schwarz fragt weiter, ob der Rückgang der Inanspruchnahme möglicherweise mit den bisherigen Öffnungszeiten in Zusammenhang stehen könnte.

Unterstützung verspricht auch Josef Rosenbauer. »Das Bundesunternehmen Deutsche Post AG darf seine Entscheidungen über Schließung oder Erhalt seiner Filialen nicht ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien fällen. Die Post hat einen Versorgungsauftrag. Sie muss sich auch nach sozialen und strukturpolitischen Aspekten richten. Das Vorhandensein einer Einrichtung der Post trägt nicht nur erheblich zur Steigerung der Lebens- und Wohnqualität auf dem Land bei, sondern ist auch für Wirtschaft und Handel ein wichtiger Faktor, wenn es um die Attraktivität eines Standortes geht. Eine Mindestversorgung mit Postdienstleistungen muss daher gewährleistet sein«, fordert Rosenbauer.

Sein Bestreben: »Die Ortsgemeinde Mudersbach muss eine Anerkennung als Gemeinde mit zentralörtlicher Funktion anstreben. Diese Einstufung bedeutet finanzielle Hilfen durch das Land, vor allem aber sichert sie die Existenz der Postfiliale Mudersbach. Dafür werde ich mich einsetzen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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