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Mudersbach und Brachbach arbeiten zusammen
Pumptrack als neues Aushängeschild

Mudersbacher und Brachbacher trafen sich an der Grube Ecke, um das gemeinsame Projekt zu erläutern. Foto: thor
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thor Mudersbach/Brachbach. Es klingt wie ein perfekt aufeinander abgestimmtes Projekt, dabei ist es purer Zufall. Oder besser ausgedrückt: ein glücklicher Zufall. In Mudersbach in Reihen der CDU rauchten seit einigen Monaten die Köpfe, wie man vor Ort ein Angebot für junge Radfahrer machen könnte, während parallel und völlig unabhängig voneinander in Brachbach die Vorbereitungen zur Gründung des MTB-Vereins „Schachts Päddchen“ liefen. Und so wäre es höchst fahrlässig gewesen, nicht beide Initiativen zusammenzuführen – was nun der Fall ist: An der Grube Ecke, oberhalb der Sieg und damit genau auf der Grenze der beiden Gemeinden, soll ein sogenannter Pumptrack entstehen, ein Rundkurs mit Bodenwellen und Steilkurven. Ein interkommunales Projekt wie aus dem Lehrbuch.

thor Mudersbach/Brachbach. Es klingt wie ein perfekt aufeinander abgestimmtes Projekt, dabei ist es purer Zufall. Oder besser ausgedrückt: ein glücklicher Zufall. In Mudersbach in Reihen der CDU rauchten seit einigen Monaten die Köpfe, wie man vor Ort ein Angebot für junge Radfahrer machen könnte, während parallel und völlig unabhängig voneinander in Brachbach die Vorbereitungen zur Gründung des MTB-Vereins „Schachts Päddchen“ liefen. Und so wäre es höchst fahrlässig gewesen, nicht beide Initiativen zusammenzuführen – was nun der Fall ist: An der Grube Ecke, oberhalb der Sieg und damit genau auf der Grenze der beiden Gemeinden, soll ein sogenannter Pumptrack entstehen, ein Rundkurs mit Bodenwellen und Steilkurven. Ein interkommunales Projekt wie aus dem Lehrbuch.

"Optimale Lage"

Nachdem CDU-Fraktionssprecher Markus Köhler die Idee per Antrag schon am Donnerstag im Mudersbacher Gemeinderat vorgestellt hatte, fand am Samstag ein Ortstermin an der Grube Ecke statt, bis in die 80er Jahre ein Ort der Wasserversorgung. Köhler sprach von einer „optimalen Lage“. Niemand werde hier gestört. „Wichtig ist, dass der Pumptrack öffentlich und jederzeit nutzbar ist.“ Laut Köhler sollen bei der Umsetzung alle Beteiligten mit ins Boot geholt werden, auch Forst und Jagd. Die Fläche selbst befindet sich aber im Eigentum der Ortsgemeinde Mudersbach.

Begegnungsstätte für Jung und Alt

Carolin Hoffmann ergänzte, dass mit einer solchen Anlage kaum Eingriffe in die Natur verbunden seien. Die Mindestgröße liege bei 1000 Quadratmeter, hier sei sogar deutlich mehr vorhanden. Nach Rücksprache mit Experten plädiere man für einen Pumptrack aus Asphalt, auch wegen der Folgekosten. Rundherum solle aber alles begrünt werden, sagte Hoffmann. Das Schöne an einem Pumptrack: Nicht nur Biker, sondern auch Skater und Rollerfahrer könnten sich hier austoben. An der Ausarbeitung des Konzepts war auch Jennifer Nebeling maßgeblich beteiligt: „Mir ist es wichtig, das hier eine Begegnungsstätte für Jung und Alt entsteht.“

Hohe Zuschüsse winken

Unterstützung dürfen sich die beiden Kommunen auch vom Bauamt und der Wirtschaftsförderung in Kirchen erhoffen. Deren Leiter Tim Kraft hat dabei schon signalisiert, dass durchaus der eine oder andere Fördertopf angezapft werden kann. Erfahrungen aus anderen Gemeinden zeigen, dass nur 20 Prozent an Eigenmitteln bei den Kosten erforderlich sind. Der Pumptrack wäre also alles andere als ein finanzielles Abenteuer. Uli Merzhäuser in seiner Funktion als 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde hofft zwar auf ein schnelles Verfahren, zumal hier kein FFH- oder Vogelschutzgebiet vorhanden ist, Markus Köhler warnte aber vor allzu großer Hektik: „Man sollte das alles sauber auf den Weg bringen.“

Gemeinden rücken zusammen

„Wir rücken immer näher zusammen“, freute sich Franz Bauschert (SPD Mudersbach) über die grenzüberschreitende Kooperation. Seit 50 Jahren sei er nun im Rat: „Aber dass wir je so schön zusammen gestanden haben, habe ich noch nie erlebt.“ Auch Fraktionssprecher Christian Peter betonte, dass es letztlich egal sei, wer oder welche Fraktion die guten Ideen habe. Hauptsache, man ziehe an einem Strang.

Unterstützung vom MTB-Verein

„Von Brachbacher Seite kann ich nur sagen, dass damit bei mir offene Türen eingerannt werden“, sagte Ortsbürgermeister Steffen Kappes. Natürlich werde sich auch Brachbach an den „überschaubaren“ Kosten beteiligen. Und sollte eines Tages tatsächlich noch der Siegtal-Radweg Wirklichkeit werden, läge der Pumptrack direkt an diesem. Lukas Zöller, Vorsitzender des MTB-Vereins, sieht hier ein „wunderbares Projekt“ und kündigte an: „Wir werden das sicher auch mit Manpower und sonstiger Hilfe unterstützen.“

Auch Gebäude hat Potenzial

Nicht aber nur das Außengelände, sondern auch das alte Gebäude des Wasserwerks selbst bietet durchaus weitere Entwicklungschancen – trotz seines morbiden Charmes. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand könnten die Räumen durchaus wieder genutzt werden.

Angesichts des neuen Schulterschlusses von Mudersbach und Brachbach sprach Steffens Kappes am Ende noch eine offene „Drohung“ aus: „Wenn wir uns irgendwann zusammentun, sind wir die fünftgrößte Gemeinde im Kreis.“

Mudersbacher und Brachbacher trafen sich an der Grube Ecke, um das gemeinsame Projekt zu erläutern. Foto: thor
Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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