Messergebnisse von der B62 ausgewertet
Raser nur in der Nacht

Ein „Danke“ für Fahrer, die mit dem korrekten Tempo unterwegs sind, und viel Datenmaterial für Politik und Verwaltung: Die Geschwindigkeitsmesstafel stand schon an der B 62 (Foto) und an der Glück-Auf-Straße.
  • Ein „Danke“ für Fahrer, die mit dem korrekten Tempo unterwegs sind, und viel Datenmaterial für Politik und Verwaltung: Die Geschwindigkeitsmesstafel stand schon an der B 62 (Foto) und an der Glück-Auf-Straße.
  • Foto: /Archiv: thor
  • hochgeladen von Marc Thomas

thor Mudersbach. Das war mal eine lohnenswerte Investition: Für rund 2000 Euro hatte die Ortsgemeinde Mudersbach Ende vergangenen Jahres eine Geschwindigkeits-Messtafel angeschafft. Der Clou: Das Teil registriert nicht nur das Tempo der Fahrzeuge in beiden Richtungen, sondern erfasst auch das Verkehrsaufkommen insgesamt. In Mudersbach, das stark von den Pendlerströmen betroffen ist und wo es immer wieder Klagen über zu schnelles Fahren gibt, liefert die Tafel wertvolles Datenmaterial für Politik und Verwaltung.

Nachdem erst kürzlich die Zahlen aus der Glück-Auf-Straße ausgewertet wurden und das Ergebnis feststeht, dass sich dort die überwältigende Mehrheit an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hält, liegen nun auch die Ergebnisse von der wichtigsten Verkehrsader der Ortsgemeinde vor: Zwischen dem 12. und 26. April hing die Messtafel an der B 62 (Ecke Mühlenweg).

"Wir setzen es überall dort ein,
wo der Eindruck entsteht,
es wird zu schnell gefahren."

Bernhard Steiner
1. Beigeordneter

„In Fahrtrichtung Siegen bewegten sich nahezu 96 Prozent aller Fahrzeuge innerhalb der erlaubten Geschwindigkeit“, so die Analyse des Ordnungsamts. Konkret: 52,06 Prozent fuhren zwischen 41 und 50 km/h, 37,55 Prozent zwischen 31 und 40 km/h, 6,23 Prozent waren sogar noch langsamer unterwegs.
In die andere Richtung (Kirchen) sah es etwas anders aus: Hier hielten sich 84 Prozent der Verkehrsteilnehmer an das erlaubte Tempo. 13,17 Prozent hatten ein Tempo zwischen 51 und 60 Tempo drauf. Das erklärt sich damit, dass hier der „erzieherische“ Effekt der Messtafel nicht gegriffen hat. Erwiesen ist, dass viele Autofahrer bei rot aufblinkenden Zahlen den Fuß vom Gas nehmen. Dennoch: Von Raserei kann auch auf den Gegenspur keine Rede sein.

Im Schul- und Berufsverkehr keine überhöhten Geschwindikeiten

So schreibt das Ordnungsamt weiter: „Auffallend ist, dass nahezu sämtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen im oberen Segment (über 60 km/h) in den Nachtstunden erzielt wurden. Insbesondere in den verkehrsreichen Zeiten des Schul- und Berufsverkehrs sind fast keine überhöhten Geschwindigkeiten festzustellen.“ Daher halte man momentan auch keine weiteren Maßnahmen für erforderlich.

Dass die Situation so ist, wie sie ist, mag sicherlich auch mit der Vernunft vieler Fahrer zu tun haben, es liegt aber oft genug auch daran, dass gar nicht schneller gefahren kann. Denn im besagten Messzeitraum hat die Messtafel über 73 000 Fahrzeuge in Richtung Siegen gezählt.

Gerät flexibel nutzen

Erklärtes Ziel der Ortsgemeinde war und ist es, das Gerät flexibel zu nutzen. „Wir setzen es überall dort ein, wo der Eindruck entsteht, es wird zu schnell gefahren“, sagte der 1. Beigeordnete Bernhard Steiner. So weist die Tafel derzeit die Autofahrer in den Schinden darauf hin, ob sie im roten oder im grünen Bereich sind.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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