Rund 1 Millionen Euro Investition
Rathaus Kirchen wird saniert

Das Kirchener Rathaus, das aus dem Alt- und dem 1992 angegliederten Neubau besteht, ist technisch in die Jahre gekommen. Mit Unterstützung des Landes ist nun eine umfangreiche Sanierung geplant.
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thor Kirchen. Manchmal muss man im Leben auch mal an sich denken – das gilt sogar für eine Kommunalverwaltung. Nachdem die Verbandsgemeinde Kirchen jährlich viel Geld in Schulen, Feuerwehren und Kanäle investiert, ist sie nun selbst an der Reihe. Genauer gesagt: das Rathaus. Das Verwaltungsgebäude hat fast 30 Jahre auf dem Buckel (eingeweiht 1992). Und auch wenn es äußerlich noch top dasteht, sind Ausstattung und Technik doch schon lange nicht mehr auf dem Stand der Zeit.
Jetzt aber wird richtig Geld in die Hand genommen: Knapp 1 Million Euro sind es, die in Brandschutzmaßnahmen, die Klimatisierung und die IT-Infrastruktur investiert werden. Möglich wurde das Ganze erst durch eine Landesförderung in Höhe von 375.000 Euro. Bei einem Ortstermin im Rathaus erinnerte Beigeordneter Ulrich Merzhäuser daran, dass Projekt und die Antragsstellung noch von Maik Köhler initiiert wurden. Ziel sei es gewesen, verschiedene Maßnahmen zu bündeln, erklärte Büroleiter Michael Dützer.

Brandschutz ist teuer

„Ausschlaggebend war aber der Brandschutz“, berichtete „Hochbauer“ Frank Reifenrath. Die Auflagen waren in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, Auflagen, die in den 90er-Jahren noch niemand kannte. Decken in den Fluren sollen erneuert und Rettungswege verbessert werden. So ist u. a. der Bau einer neuen Außentreppe vorgesehen. Brandschutz sei immer eine teure Angelegenheit, betonte Reifenrath: „Es war klar, dass da viel auf die Verbandsgemeinde zukommt.“ Mit gut 321.000 Euro ist es der größte Einzelposten.

In den Büros der Werke behelfen
sich die Mitarbeiter mit mobilen
Klimageräten und Ventilatoren.	Foto: thor
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    Klimageräten und Ventilatoren. Foto: thor
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Im Zuge der Arbeiten werden die Büros im Dachgeschoss klimatisiert. Nicht selten herrschen dort an heißen Sommertagen Temperaturen von bis zu 35 Grad. Und eigentlich sollten doch auch die dort untergebrachten Kämmerer und Mitarbeiter der Werke stets einen kühlen Kopf bewahren. Die Betroffenen behelfen sich derzeit mit Ventilatoren und mobilen Klimaanlagen. Der Ratssaal selbst wird übrigens nicht angepackt: Hier darf es auch weiterhin „heiß hergehen“.

Neue Fußböden und Digitalisierung

Im Sanierungspaket enthalten sind ferner neue Fußböden und Malerarbeiten. Bauamtsleiter Tim Kraft stellte klar: „Wir müssen den Mitarbeitern einen Arbeitsplatz anbieten, der die heutige Zeit widerspiegelt.“ Jede öffentliche Verwaltung stehe auch im Wettbewerb zur Wirtschaft. So ist die Verbandsgemeinde auch schon seit Jahren dabei, sukzessive die Büroausstattung zu verbessern, unter anderem sollen irgendwann alle Schreibtische höhenverstellbar sein.

Und dann wäre noch die Digitalisierung: 1997 hatte die Verwaltung die erste LAN-Verkabelung erhalten. Diese war für 70 Arbeitsplätze vorgesehen, inzwischen sind es 110. Auch in diesem Bereich wurde provisorisch immer mal wieder nachgerüstet. Die neue Verkabelung soll die Verwaltung nun fit für die digitalen Anforderungen der Zukunft machen.

Die Arbeiten werden allesamt im laufenden Betrieb erfolgen. Bis Ende Dezember müssen die Arbeiten begonnen haben, wobei mehrere Bauabschnitte geplant sind. Der Abschluss ist für 2023 geplant.
Unabhängig davon benötigt das Rathaus auch eine neue Heizung: Denn während im Sommer geschwitzt wird, wird im Winter gerne auch mal gefroren – wenn die Anlage mal wieder ausgefallen ist. Und Frank Reifenrath hofft inständig, dass man für die neue Heizung überhaupt einen Anbieter findet.

Das Kirchener Rathaus, das aus dem Alt- und dem 1992 angegliederten Neubau besteht, ist technisch in die Jahre gekommen. Mit Unterstützung des Landes ist nun eine umfangreiche Sanierung geplant.
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Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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