Reizvolle Kulisse: Musik und Naturgewalten

Serenadenkonzert am Druidenstein / Musiker der Südwestfälischen Philharmonie beeindruckten nicht nur Petrus

suk Herkersdorf. Ein außergewöhnliches Konzert an einem außergewöhnlichen Ort bot am Sonntag die Musikgemeinde Betzdorf-Kirchen den Musikfreunden, und nicht zuletzt der Vorsitzende der Musikgemeinde, Matthias Nassauer, zeigte sich erfreut darüber, dass zum Saisonabschluss das Serenadenkonzert endlich doch einmal unter freiem Himmel stattfinden konnte. So stieg dieses musikalische Ereignis am Fuße des Druidensteins, zweifellos eine reizvolle Kulisse. Drei Anläufe waren hierfür vonnöten gewesen, und jedesmal öffnete der Himmel vorher seine Schleusen und zwang Musiker und Besucher in die Ausweichräumlichkeiten.

Beim vierten Mal nun wagte man den Gang nach draußen, auch wenn sich die Wolken über dem Druidenstein bedrohlich auftürmten und die anfangs noch lachende Sonne bald verdrängten. Das wechselhafte Gesicht des Wetters passte jedoch zum Konzertprogramm, das auf der kleinen Bühne vor dem Naturdenkmal geboten wurde. Von heiteren und verspielten Mozart-Quartetten über wahrlich facettenreiche Variationen von Benjamin Britten bis zum Quintett von Franz Xaver Süßmeyr für Flöte, Oboe und Streichtrio war hier Abwechslung garantiert.

Die Musiker waren allesamt Mitglieder der Südwestfälischen Philharmonie und demnach erfahrene Meister ihrer Instrumente. Mit großer Virtuosität und Ausdruckskraft intonierten sie die Werke und neben dem homogenen Streichersatz mit Sanae Niino (Violine), Michael Geis (Viola) und Michael Kolfhaus (Cello) war stets genug Entfaltungsspielraum für die beiden Holzbläser Eva-Maria Franken (Flöte) und Patrik Federhen (Oboe). So erklang einmal ein Mozart-Quartett mit Flöte und später mit der Oboe, die mit ihrer Leichtigkeit die Zuhörer verzauberten.

Ein Wechselbad der Gefühle bescherten dagegen die »Variations« für Oboe und Streicher von Britten. Mal dramatisch und mal melancholisch und auch wiederum verspielt setzte dieses Werk besondere Akzente. Und als hätte Petrus seiner Begeisterung über die Musik Ausdruck verleihen wollen, antwortete er mit einem heftigen Gewitter, fast so gewaltig wie die Musik selbst.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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