Richtfest am Evangelischen Kindergarten

Erst Mitte Oktober mit Bauarbeiten begonnen – Kreis und Ortsgemeinde geben Zuschüsse

Wehbach. Monteur Uwe Pomplitz sprach den zünftigen Richtspruch, aber erst im zweiten Anlauf zerschmetterte das Glas an dem „Rohbau”: Am Samstag wurde am Ersatzbau des evangelischen, eingruppigen Kindergartens neben der Christuskirche in Wehbach Richtfest gefeiert.

In nur zehn Wochen fertiggestellt

Nachdem ersten Spatenstich etwa Mitte Oktober war am Freitag bereits das Dach aufgeschlagen worden. Dass der Bau so schnell „wächst”, liegt an der Fertigbauweise in Holzrahmenkonstruktion. Die Bauzeit bis zur schlüsselfertigen Übergabe soll nur zehn Wochen betragen. So war es nicht verwunderlich, dass die Festgäste mit der Sonne um die Wette strahlten. Pfarrer Eckhard Dierig sprach in seiner Begrüßung von einem „sehr freudigen Ereignis”. Schließlich endet mit dem Bau auch ein langes Kapitel in der Geschichte des Kindergartens. Wie die SZ berichtete, war der Kindergarten vor rund zwei Jahren wegen der beengten Verhältnisse im evangelischen Gemeindehaus an der Christuskirche in Firmenräume in der Nähe des Freibades umgesiedelt worden. Viele Modelle und Varianten waren in den vergangenen Jahren als Lösung für die Kindergartensituation angedacht worden. Daran erinnerten auch Ortsbürgermeister Wolfgang Müller und der Kreisbeigeordnete Franz Weiss in ihren Grußworten. Die Lösung lag dann im Dezember des vergangenen Jahres mit einem Ersatzbau an der Christuskirche vor. „Dann war der Fortgang der Maßnahme sehr zügig und unbürokratisch”, sagte Müller. Die Ortsgemeinde beschloss Anfang April, sich mit 80000 DM an der etwa 440000-DM-Investition zu beteiligen. Der Kreistag bewilligte im September 200000 DM. Den Rest finanziert die Kirchengemeinde. Kreis, Orts- und Kirchengemeinde hätten durch den Bau ein Zeichen gesetzt, dass ihnen die ortsnahe, vorschulische Erziehung sehr viel wert sei, sagte Müller. „Dieses Projekt ist die Lösung, die Sie benötigen”, versicherte Kreisbeigeordneter Weiss den Gästen, darunter Eltern und Elternausschuss. Der Bau sei der „letzte Ersatz- und Neubau” auf Kreisebene, sagte Weiss. Er gehe davon aus, sagte der Kreisbeigeordnete, dass bis 2005 kein Neubau mehr notwendig werde.Vom Kreis seien in den vergangenen vier, fünf Jahren 15 bis 20 Millionen DM für Kindergartenneubauten geflossen, war von Weiss zu erfahren.

Rund 153 Quadratmeter Nutzfläche

Bei dem Ersatzbau für den Ein-Gruppen-Kindergarten in Wehbach, derzeit 18 Kinder, wird eine Nutzfläche von rund 153 Quadratmetern geschaffen. Davon entfallen jeweils rund 42 Quadratmeter auf einen Gruppen- sowie einen Mehrzweckraum. Es entstehen ferner unter anderem Küche und sanitäre Anlagen. In der kommenden Woche werden der Zementestrich und die Versorgungsleitungen gelegt. Der Kindergarten stehe nun da, wo er auch hingehöre, in den Ortskern, freute sich Ortsvorsteher Joachim Hillen. Nach einer langen Planung sei das Projekt jetzt schnell umgesetzt worden, sagte er: „Was lange währt wird endlich gut.” Die Kinder der Einrichtung sangen beim Richtfest unter anderem das „Lied der Handwerker”. rai

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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