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Amt mit besonderer Verantwortung
Sabine Keim neue Pfarrerin der Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg

Sabine Keim (vorne, links) wurde bei einem Festgottesdienst von Superintendentin Andrea Aufderheide (vorne, rechts) als neue Pfarrerin der ev. Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg eingeführt.
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  • Sabine Keim (vorne, links) wurde bei einem Festgottesdienst von Superintendentin Andrea Aufderheide (vorne, rechts) als neue Pfarrerin der ev. Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg eingeführt.
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rai Kirchen/Niederfischbach. Für Sabine Keim ist die neue Stelle als Pfarrerin etwas Besonderes. Nicht allein deshalb, weil ihre Kirchengemeinde Kirchen/Freusburg zum Jahreswechsel aus den Gemeinden Kirchen-Wehbach und Freusburg-Niederfischbach hervorgegangen ist. Etwas Neues in ihrer langjährigen Tätigkeit als Seelsorgerin ist es auch, weil die 55-jährige Pfarrerin erstmals einer eigenen Gemeinde vorsteht. Der pfarramtliche Dienst ist ihr wohlvertraut. Viele Jahre war sie als Pfarrerin mit besonderen Aufgaben in Gemeinden aktiv, z. B. wenn Pfarrer erkrankt ausfielen. „Manchmal waren das zwei Pfarrstellen gleichzeitig“, sagte Keim. Von diesen Erfahrungen dürfte sie an ihrer neuen Wirkungsstätte profitieren.

rai Kirchen/Niederfischbach. Für Sabine Keim ist die neue Stelle als Pfarrerin etwas Besonderes. Nicht allein deshalb, weil ihre Kirchengemeinde Kirchen/Freusburg zum Jahreswechsel aus den Gemeinden Kirchen-Wehbach und Freusburg-Niederfischbach hervorgegangen ist. Etwas Neues in ihrer langjährigen Tätigkeit als Seelsorgerin ist es auch, weil die 55-jährige Pfarrerin erstmals einer eigenen Gemeinde vorsteht. Der pfarramtliche Dienst ist ihr wohlvertraut. Viele Jahre war sie als Pfarrerin mit besonderen Aufgaben in Gemeinden aktiv, z. B. wenn Pfarrer erkrankt ausfielen. „Manchmal waren das zwei Pfarrstellen gleichzeitig“, sagte Keim. Von diesen Erfahrungen dürfte sie an ihrer neuen Wirkungsstätte profitieren.

Zuständig für 3400 Gemeindemitglieder

Nach dem Ausscheiden von Pfarrer Eckhard Dierig (Kirchen/Wehbach) und Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg/Niederfischbach) wurde eine Pfarrstelle von der Landeskirche aufgehoben. Keim ist nun für alles zusammen und die 3400 Gemeindemitglieder allein zuständig. Seit Oktober im Dienst, wurde sie am Sonntagnachmittag bei einem Festgottesdienst vor der Gemeinde und im Beisein von ev. Pfarrern, Vertretern der kath. Kirche und der ev.-freiklirchlichen Gemeinde Kirchen in der Luther-Kirche in Kirchen von Superintendentin Andrea Aufderheide eingeführt.

Nach ihrer Wahl werde Keim nun die verbliebene Pfarrstelle der Kirchengemeinde mit Dienstsitz in Kirchen unbefristet übertragen, sagte die Superintendentin. Bei ihrer bisherigen Tätigkeit habe Keim auch die Bedeutung und Notwendigkeit einer aufsuchenden Gemeindearbeit kennengelernt, aber auch einen Arbeitsschwerpunkt in der Seelsorge im Brennpunkt und in der Förderung von Dialog und Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen setzen können.

Keim studierte ev. Theologie in Bielefeld

Gespräche mit Menschen an Lebenstiefstpunkten und in Krisensituationen gehörten zu ihren Aufgaben. Keim habe alle pfarramtlichen Dienste ausgeübt. Sie habe auch Strukturveränderungen in Kirchengemeinden und auf Kirchenkkreisebene kennengelernt und begleitet, genauso, wie sie für den Kirchenkreis Altenkirchen in gleicher Weise gelten würden und herausfordernd seien, so Aufderheide.

Mit Blick auf Keims bisherige Vita stellte die Superintendentin fest: „Es tut unserer Kirche gut, dass wir an Ihren vielfältigen Gaben und Erfahrungen Anteil nehmen dürfen.“ Aufderheide: „Sie werden gebraucht. Hier bei uns im Kirchenkreis und in Ihrem neuen Dienst als Pfarrerin der Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg.“ Keim studierte ev. Theologie an den theologischen Hochschulen in Bielefeld und Wuppertal, dazwischen studierte sie in Heidelberg und Tübingen. 1995 legte sie das zweite Staatsexamen ab.

Angesichts einer „Pfarrerschwemme“ sei es damals schwierig gewesen, direkt eine Pfarrstelle zu bekommen, sagte sie. Aufderheide hatte erwähnt, dass die neue Pfarrerin neben der Familienzeit als „Pastorin im Ehrenamt“ in Gemeinden tätig war und als ausgebildete Lehrerin für das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ in den Niederlanden unterrichtete. Zuletzt war sie von 2013 bis 2021 als Pfarrerin mit besonderem Auftrag tätig. Pfarrerin Keim predigte darüber, was Christen tragen – nämlich „herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld“.

Bürgermeister will Notfallseelsorge aufleben lassen

Bei der Nachfeier hieß Michael Lanfer die neue Pfarrerin willkommen. Lanfer ist der stellv. Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses der Kirchengemeinde. Lanfer, aktiver Sänger im Kirchenchor Wehbach, erinnerte, dass man aus den beiden Kirchenchören einen machen möchte. In seinem Grußwort erinnerte Kreisbeigeordneter Tobias Gerhardus daran, welche besondere Aufgabe es ist, eine Gemeindepfarrerin zu sein, denn dieses Amt habe Verantwortung für alle.

Bürgermeister Andreas Hundhausen wünschte Keim in seinem Grußwort alles Gute. Er nutzte die Gunst der Stunde, um vor der Superintendentin auf die Situation der schlecht vorhandenen Notfallseelsorge hinzuweisen. Hundhausen, selbst aktiver Feuerwehrmann, ist es ein Herzensanliegen, die Notfallseelsorge wieder aufleben zu lassen, für Feuerwehren und Rettungsorganisationen, aber auch für Betroffene und Angehörige: „Das ist wirklich wichtig.“

Sabine Keim (vorne, links) wurde bei einem Festgottesdienst von Superintendentin Andrea Aufderheide (vorne, rechts) als neue Pfarrerin der ev. Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg eingeführt.
Der Kirchenchor unter der Leitung von Helmut Kipping umrahmte den Gottesdienst musikalisch.
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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