Eigenleistung und Sponsoren
Schinderweiher bekommt Beachvolleyballfeld

Im hinteren Bereich der Liegewiese am Schinderweher soll ein Beachvolleyballfeld entstehen.

nb Mudersbach. Im Mudersbacher Bauausschuss flogen am Dienstagabend die Bälle, wie beim legendären Olympia-Finale 2016 zwischen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst und ihren brasilianischen Kontrahentinnen. Wer die Damen nicht kennen sollte: Sie holten die Goldmedaille im Beachvolleyball – und wer ihnen nacheifern möchte, kann dafür künftig neben dem Schinderweiher trainieren.
Im hinteren Bereich der großen Liegewiese – gleich gegenüber der Tennisplätze – wird eine Beachvolleyball-Anlage entstehen. Der Weg zum Beschluss für die Mini-Copacabana war ein langer: So hatte es bereits im vergangenen Jahr einen Vor-Ort-Termin gegeben (die SZ berichtete).
Die Verwaltung hatte für die jetzige Sitzung drei mögliche Varianten und mögliche Kosten ausgearbeitet. Werden soll es nun ein Sandfeld mit Netz sowie Einfassung aus Elastikbordsteinen. Außerdem soll der Zaun Richtung Tennisanlage erhöht werden. Ganz grob wurden die Kosten dafür auf 20.000 Euro geschätzt.

Förderverein gibt 6000 Euro

Aber: Zum einen steuert der Förderverein 6000 Euro bei, zum anderen soll der Großteil der nötigen Arbeiten in einer Kombination aus Hand- und Spanndienst und Sponsorenleistung gestemmt, sodass sich die Kosten massiv reduzieren werden, wie Ortsbürgermeister Christian Peter unterstrich.
Vor dem Beschluss war aber einmal mehr zum Thema geschmettert und geblockt worden.
Für sie sei da nach wie vor ein Problem, so Jens Stötzel von der gleichnamigen Wählergruppe. Er monierte das Fehlen einer genauen Kostenerwartung, zudem befürchtet er, dass der Spielbetrieb zu Ärger mit anderen Gästen des Naturfreibades führen könne. Zudem gehe Liegefläche verloren. Schöne Idee, aber viel Konfliktpotential, so sein Fazit. Die Variante füge sich nicht ein. Auch sein Wählergruppen-Kollege Bruno Küppers brachte die Kosten- und Ball-Problematik aufs Tapet.

Ja zum Sand

Markus Köhler (CDU) verwies darauf, wie lange schon über das Thema geredet werde. Er habe mit mehreren Leute gesprochen und der Tenor sei gewesen. Ja, Sand und ja, macht es. Sebastian Meindl, ebenfalls CDU, ging sportwissenschaftlich an die Sache ran. Er sehe das Problem nicht. Wer sich selbst schon mal beim Beachvolleyball versucht habe, wisse: Der Ball bliebe meist im Spielfeld.
Wer regelmäßig in der „Schinde“ sei, der wisse, dass da schon mal Bälle fliegen, meinte der Ortsbürgermeister. In Sachen Beachvolleyballfeld solle man da nach dem Motto „Learning by doing“ verfahren.
Karl-Heinz Frettlöh (SPD) schickte einen Dank an die Sponsoren, durch die viel Geld eingespart würde. Was wolle man mehr?, fragte er rhetorisch. „Wir sollten das Ding jetzt durchziehen.“
Dem folgten die meisten – beim Beschluss gab es eine eindeutige Mehrheit bei einem „Nein“ und einer Enthaltung der Wählergruppe.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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